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Luis André mit zwei deutschen Jahresbestleistungen

Ein erfolgreiches MT-Team sorgte in Göttingen für die Glanzpunkte. Foto: nh

Ein erfolgreiches MT-Team sorgte in Göttingen für die Glanzpunkte. Foto: nh

Göttingen/Melsungen. Luis André, die Melsunger Kugelstoß- und Diskuswurfhoffnung, bot den Zuschauern und Teilnehmern bei den offenen Kreismeisterschaften in Göttingen eine „Ein-Mann-Show“, wie sie in den letzten Jahren von David Storl und Robert Harting demonstriert wurde. Der Zwölfjährige präsentierte sich zwei Wochen vor den Landesmeisterschaften im Vierkampf (Kugel, Diskus, Speer und Hammer) in einer glänzenden Verfassung und stellte im Göttinger Jahnstadion zwei nordhessische Rekorde für die Altersklasse der M12 auf. Gleichzeitig pulverisierte er mit seinen großartigen Weiten die deutsche Jahresbestleistungen im Kugelstoßen und Diskuswerfen. Diese Wettbewerbe waren um den ersten Platz sehr einseitig geprägt, denn Luis hatte am Ende mit der Kugel fast drei Meter Vorsprung.

Im Diskuswerfen lag er über 13 Meter vor der Konkurrenz. 37 Jahre lang stand der Kugelstoßrekord für die Region Nordhessen auf 11,21 Meter. Dann kam Luis Andre und verbesserte ihn beim Pfingstmeeting in Bruchköbel auf 11,30 Meter. Bei den hessischen Meisterschaften im Blockmehrkampf steigerte er sich auf 12,15 Meter. In Göttingen eröffnete das Kugelstoßen mit 11,98 Meter und verbesserte im zweiten Durchgang auf 12,32 Meter. Nach 11,65 Meter im dritten Versuch wuchtete er sich im vierten und letzten Durchgang die 3kg-Kugel auf großartige 12,62 Meter und verbesserte zum zweiten Mal an diesem Tag die nordhessische Bestleistung der M12.

Im Kugelstoßen wuchtete der zwölfjährige Luis Andre die 3kg-Kugel auf 12,62 Meter und verbesserte damit den nordhessischen Rekord in seiner Altersklasse. Foto: nh

Im Kugelstoßen wuchtete der zwölfjährige Luis Andre die 3kg-Kugel auf 12,62 Meter und verbesserte damit den nordhessischen Rekord in seiner Altersklasse. Foto: nh

Im Diskuswerfen ließ er gleich im ersten Durchgang seine Scheibe auf 36,33 Meter segeln und verbesserte seine eigene deutsche Jahrsbestweite von Neukirchen um über einen Meter. Sein zweiter Wurf, den er offensichtlich zu hoch ansetzte, war typisch für den Gegenwind. Die Scheibe stellte sich auf, verlor urplötzlich an Fahrt in der Luft und senkte sich noch vor der 35m-Linie steil nach unten, so dass dieser Wurf nur mit 34,23 Meter gemessen wurde. Das irritierte das Melsunger Diskuswurf-Ass nicht besonders, denn im dritten Durchgang setzte der 12-Jährige seinen Wurf flacher an. Damit lag die Scheibe gut im Wind und wollte gar nicht mehr auf den Boden kommen. Um ein Haar wäre der Diskus über die linke Sektorenlinie geflogen, aber zehn Zentimeter vor der Begrenzungslinie fiel er auf den Rasen. Als die Kampfrichterin das Ergebnis von 39,22 Meter vom Bandmaß abgelesen hatte, war seine Freude groß. Mit dieser Weite verbesserte er die 14 Jahre alte nordhessische Bestleistung von Yannik Städter (TuS Fritzlar), der am 28. September 2003 in Baunatal auf 38,84 Meter kam, um 38 Zentimeter. In der ewigen hessischen Bestenliste wird Luis Andre hinter Martin Dudek auf dem zweiten Platz geführt. Der Herborner hatte im September 1999 beim Verbändekampf in Flieden mit seiner Diskusweite von 40,18 Meter für einen der Glanzpunkte gesorgt. „Ich hatte nach den guten Trainingseergebnissen mit persönlichen Bestleistungen gerechnet. Ich bin gut in Form und hoffe, dass ich in vierzehn Tagen meinen Vorjahrestitel im Vierkampf (Kugel, Diskus, Speer und Hammer) verteidigen werde“, sagte Luis André und bestätigte mit diesen großartigen Weiten seine Qualität als Wettkämpfer und sein großes Talent.

Der 16-jährige Marvin Knaust überholt kurz vor der Ziellinie Michael Hiob und sichert sich mit persönlicher Bestzeit von 54,40 Sekunden den Sieg in der U18. Foto: nh

Der 16-jährige Marvin Knaust überholt kurz vor der Ziellinie Michael Hiob und sichert sich mit persönlicher Bestzeit von 54,40 Sekunden den Sieg in der U18. Foto: nh

Für eine weitere gute Leistung sorgte Marvin Knaust über 400 Meter. Nachdem er sich bei den Kreismeisterschaften vor zwei Wochen in Borken mit 55,30 Sekunden den Titel in der U20 geholt hatte, verbesserte er sich in Göttingen um fast eine Sekunde. Seine Siegerzeit von 54,40 Sekunden stellt dem 16-Jährigen ein gutes Zeugnis aus. Anders wären auch seine im Triumph über Michael Hiob erhobenen Arme kaum zu verstehen gewesen. Seiner Geduld, nicht zu schnell anzulaufen und erst nach der letzten Kurve den führenden Michael Hiob anzugreifen, ist es zuzuschreiben, dass dieses 400m-Finale für ihn einen guten Ausgang nahm. Während Michael Hiob von Anfang an auf volle Fahrt setzte und eingangs der Zielgeraden noch fast vier Meter vor dem U18-Läufer aus Felsberg lag, schaltete Marvin Knaust 50 Meter vor dem Ziel einen Gang höher und fing seinen Trainingspartner kurz vor der Ziellinie ab. Hiob, der diesen Schlussangriff nicht mehr abwehren konnte, blieb in seinem ersten diesjährigen 400m-Lauf mit 54,70 ebenfalls noch unter 55 Sekunden. Durch das gute 400m-Ergebnis, in dem Tobias Stang nach fast vier Wochen Trainingspause als Dritter 55,40 Sekunden erzielte und in dem auch noch Leonard Ebert mit seiner Steigerung auf 56,41 seine Zeit von den Kreismeisterschaften um genau eine Sekunde unterbieten konnte, kam Freude im Melsunger Team auf.

Jule Junghans steigerte sich in ihrem zweiten 400m-Lauf auf 67,11 Sekunden. Foto: nh

Jule Junghans steigerte sich in ihrem zweiten 400m-Lauf auf 67,11 Sekunden. Foto: nh

Mario Nadler, der in Borken die Stadionrunde zum ersten Mal unter einer Minute zurücklegte, lief in Göttingen die erste Hälfte unter 28 Sekunden an und musste auf der Zielgeraden seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen. In der Endabrechnung belegte er mit 60,67 Sekunden Rang fünf.

Nicht ganz zufrieden waren Yannick Schleider und Lynn Olson, die ebenfalls Bestzeit laufen wollten, aber ihr Rennen zu vorsichtig begannen. Sie konnten auf der Zielgeraden nicht mehr die Zeit aufholen, die sie bis zur Hälfte verloren hatten. Mit 59,61 bzw. 62,89 Sekunden blieben die beiden U18-Viertelmeiler etwas hinter den Erwartungen zurück. Besser machte es Jule Junghans, die in Göttingen ihre Bestleistung von 70,43 auf 67,11 Sekunden steigern konnte und damit eine Anwärterin für die 4x400m-Staffel der U23 für das nächste Jahr sein kann. (red)



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