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Falsche Polizisten betrügen 79-Jährige um fünfstelligen Betrag

Melsungen. Einen fünfstelligen Bargeldbetrag erbeuteten falsche Polizeibeamte bei einer 79-Jährigen Melsungerin. Die Melsungerin erhielt am 17. August 2017 gegen 18.30 Uhr einen Anruf von einem angeblichen Polizeibeamten, Herr Mertens von der Polizeistation Melsungen. In ihrem Telefon wurde hierbei die Telefonnummer (05661) 110 angezeigt. Der Anrufer erzählte ihr, dass bei zwei Männern, welche man nach einem Einbruch in der Kasseler Straße festgenommen habe, ein Zettel mit den Personalien der Melsungerin aufgefunden worden sei. Er erklärte, dass ihr Geld nicht mehr sicher sei und sie es bei der Polizeistation in Melsungen aufbewahren wollten.

Die 79-Jährige hatte noch Zweifel, woraufhin sie einen Anruf von einem Herrn Grimm von der Kriminalpolizei in Homberg erhielt. Herr Grimm war ihr zuvor als Vorgesetzter des Herrn Mertens angekündigt worden. Herr Grimm wies sie an, ihr vorhandenes Bargeld in einen Briefumschlag zu stecken und diesen im Anschluss an einen weiteren Polizeibeamten, welcher zu ihr an die Haustür kommen würde, zu übergeben. Dieser Anweisung folgte die 79-Jährige und übergab das Bargeld an den Mann an der Haustür.

Am Morgen des 18. August erhielt die 79-Jährige erneut einen Anruf von einem angeblichen Herrn Wagner von der Kriminalpolizei in Homberg. Er wies sie an, zur Bank zu fahren um weiteres Bargeld abzuheben. Dabei gab er an, dass man mit ihrer Hilfe einen Spitzel in der Bank überführen wolle. Da ihr dies ungewöhnlich vorkam, meldete sie sich bei der Polizeistation in Melsungen.

Von dem Geldabholer, welcher den Briefumschlag mit Bargeld in Empfang genommen hat, liegt folgende Beschreibung vor: Er ist männlich, schlank, zirka 180 Zentimeter groß, zwischen 35 und 40 Jahren alt und hat kurze dunkle, glatte Haare. Er wird als gutaussehende, gepflegte Erscheinung beschrieben. Die drei angeblichen Polizeibeamten sprachen in den Telefongesprächen akzentfreies Deutsch. Die Kriminalpolizei in Homberg hat die Ermittlungen übernommen. Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Homberg unter Telefon (05681) 774-0. (ots)



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