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Vivian Groppe siegt im 60-Meter-Lauf in Dortmund

Vivian Groppe und Luise Zieba hatten einen gelungenen und vielversprechenden Jahresauftaikt beim Hallensportfest in Dortmund. Foto: nh

Vivian Groppe und Luise Zieba hatten einen gelungenen und vielversprechenden Jahresauftaikt beim Hallensportfest in Dortmund. Foto: nh

Dortmund/Melsungen. Einen gelungenen und vielversprechenden Jahresauftakt hatten Vivian Groppe und Luise Zieba beim Hallen-Meeting in Dortmund. Die beiden Leichtathletinnen der MT 1861 Melsungen nutzten die erste Hallenveranstaltung des Jahres 2018 zu einer Standortbestimmung in der Helmut-Körnig-Halle, wo im Februar die deutschen Hallenmeisterschaften ausgetragen werden, die auch als Qualifikation für die Hallen-Weltmeisterschaften in Birmingham dienen.

Vivian Groppe, die sich im Wintertraining erheblich im Sprint verbessern konnte und sich bei den hessischen Meisterschaften am Wochenende in Hanau sogar einen Finalplatz über 60 Meter ausrechnet, absolvierte als Vorbereitung für diese Titelkämpfe am Tag vor ihrem Start in Dortmund noch ein intensives Sprung- und Krafttraining.

Die 13-Jährige musste ihr Können bereits im ersten von fünf 60-Meter-Zeitläufen mit jeweils acht Athletinnen unter Beweis stellen. Reaktionsschnell am Start und gut in der Beschleunigung lag sie nach 30 Metern bereits klar vor der Favoritin Katharina Spenner. Die 14-jährige Sprinterin vom TV Jahn Siegen stand mit 8,08 Sekunden in der Meldeliste, aber sie war in diesem Finale chancenlos gegen Vivian Groppe. Obwohl der Schülerin der Melsunger Gesamtschule nach der Hälfte der Strecke die Beine schwerer wurden, setzte sie sich mit 8,33 Sekunden souverän vor Katharina Spenner (8,45) und Helena Tröster (LG Südsauerland, 8,47) durch.

Nachdem Jolie Bomert vom TV Wattenscheid mit 8,57 Sekunden deutlich hinter der Siegerzeit des ersten Laufs zurückblieb und auch die nächsten drei 60m-Siegerinnen langsamer waren, führte Vivian Groppe mit ihren 8,33 Sekunden von Beginn an die Ergebnisliste des 40-köpfigen Teilnehmerfeldes an und wurde bei der Siegerehrung mit Medaille und Urkunde ausgezeichnet.

„Mit der Zeit bin ich zufrieden, denn mein Lauf hat sich noch nicht gut angefühlt. Vom Vortagstraining hatte ich noch Muskelkater in meinen Oberschenkeln, der auch nach dem Aufwärmen nicht weg war. Und dennoch blieb ich nur 0,04 Sekunden von meiner Bestzeit entfernt“, sagte die 13-Jährige, die sich für das Wochenende bei den Landestitelkämpfen sowohl über 60 Meter als auch über 300 Meter das Finale der besten acht Läuferinnen der U16 als realistisches Ziel gesetzt hat.

„Vivian hat in den letzten Wochen erhebliche Fortschritte im Sprintbereich gemacht. Nun tankte sie in Dortmund mit diesem Sieg weiteres Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben“, sagte Alwin J. Wagner, der sogar eine Medaille für seinen Schützling für möglich hält.

Luise Zieba gelang sehr gut der Wechsel vom Crosslauf zum Hallenboden. Foto: nh

Luise Zieba gelang sehr gut der Wechsel vom Crosslauf zum Hallenboden. Foto: nh

Auch Luise Zieba legte einen guten Jahresauftakt hin. Aber um ein Haar hätte sie die Premiere im MT-Trikot in Dortmund verschieben müssen, denn ein kalter Luftzug, den sie sich einen Tag vorher einhandelte, verursachte einen unangenehm ziehenden Schmerz im Nacken, der sich auch beim Laufen stark bemerkbar machte. Aber die Ausdauersportlerin aus Spangenberg konnte sich trotz des Handicaps gut motivieren und fuhr willensstark nach Dortmund, um dort die 800 und zwei Stunden später auch die 1500 Meter zu laufen.

Die Gartenbautechnikerin, die sich gezielt auf die nationalen Senioren-Hallenmeisterschaften in Erfurt über 3000 Meter vorbereitet, sollte die erste Hälfte des 800m-Rennens in 75 Sekunden anlaufen und dann das Tempo bis ins Ziel halten, um eine Zeit um 2:30 Minuten zu laufen. Aber der steife Hals machte der 34-Jährigen mehr zu schaffen, als sie dachte. Nach drei Runden (1:57) hatte sie bereits vier Sekunden Rückstand auf die vorgegebene Zeit und im Endspurt auf der letzten Runde fehlte ihr die Grundschnelligkeit, um an Fenna van Burg aus den Niederlanden vorbeizulaufen, die sich in 2:34,96 Minuten vor Luise Zieba (2:35,53 Minuten) knapp durchsetzen konnte.

Zwei Stunden später startete die Querfeldein-Spezialistin über 1500 Meter. Dieses Mal hielt sie die vorgegebenen Rundenzeiten trotz der körperlichen Schwierigkeiten exakt ein. Sie passierte das erste Drittel der Strecke nach 1:46 Minuten, wurde bei 1000 Meter mit 3:31 Minuten herausgestoppt und gewann den zweiten Zeitlauf nach 5:15,01 Minuten. Dabei legte sie die letzten 200 Meter unter 40 Sekunden zurück.

Luise Zieba, die im Vorjahr den Crosscup überlegen gewinnen konnte und auch beim Silvesterlauf in Kaufungen mit einer neuen persönlichen Bestzeit einen ausgezeichneten Eindruck hinterließ, gelang trotz ihrer Nackenbeschwerden hervorragend der Wechsel vom Cross- und Straßenlauf zum Hallenboden. Nach diesen respektablen Leistungen können die nächsten Meisterschaften kommen. (ajw)



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