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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

„Wilde Camper“ diskutieren Leerstand in Homberg

 Die Moderatoren Julia Tzschätzsch und Daniel Mauke. Foto: hr/Marco Möller


Die Moderatoren Julia Tzschätzsch und Daniel Mauke. Foto: hr/Marco Möller

Homberg. Leere Geschäfte, zugeklebte Schaufenster, DHL-Lieferwagen statt Kunden – viele Innenstädte in Hessen kämpfen ums Überleben. Was sind die wahren Gründe für den Leerstand, und wie bringt man das Leben zurück ins Herz einer Kleinstadt? Diesen und weiteren Fragen gehen die „Wilden Camper“ im hr-fernsehen nach, zu sehen am Mittwoch, 23. Mai 2018, um 21 Uhr. Die Moderatoren Julia Tzschätzsch und Daniel Mauke haben vergangene Woche bei der Aufzeichnung der Sendung ihr Campingmobil auf dem Marktplatz in Homberg geparkt und dort Bürger, Händler, Politiker und Stadtforscher zu sich an den Campingtisch geholt.

„Es fehlt einfach das Angebot, warum die Menschen in die Stadt kommen sollen“, sagt zum Beispiel Einzelhändler Martin Bickel. Ein großes Thema in der Sendung: die Parkplätze. Davon gebe es zu wenig, so die Kritik. Bürgermeister Nico Ritz dagegen ist wichtig, dass mehr Menschen in der Altstadt wohnen, „damit wir am Ende einen Mix aus Handel, Dienstleistung, Wohnen und sozialen Angeboten haben.“ Es müssten junge Leute gefunden werden, die den Mut haben, ein altes Fachwerkhaus zu kaufen, findet in der Sendung auch die Hombergerin Sigrid Koch. Und Simone Bressan, der gemeinsam mit anderen Hombergern Leben in die Innenstadt bringen will, meint: „Es würde nicht gehen, wenn nicht jeder Verein und jeder Bürger einen kleinen Mosaikstein dazu beträgt.“

Auf welche Ideen und Lösungen die Menschen in Homberg gekommen sind? Das zeigen die „Wilden Camper“ im hr-fernsehen. (red)

Drei Fragen an die „Wilden Camper“ Julia Tzschätzsch und Daniel Mauke:

1. Warum habt ihr für diese Sendung das Thema „Leerstand“ ausgewählt?

Julia Tzschätzsch: Weil es einem einfach ins Auge springt. Bummeln in der Altstadt von Homberg? Geht nicht. Es gibt nur noch wenige Geschäfte, und die vielen leeren Fensterscheiben machen einen ganz traurig.
Daniel Mauke: Das ist aber eben nicht nur in Homberg ein Problem. Im Grunde kennt das jeder: eine schöne Altstadt, die in Hessen ja oft aus tollen Fachwerkhäusern besteht, und dann: Leerstand. Wir dachten: Da muss es doch eine Lösung geben!

2. Hand aufs Herz: Wo kauft Ihr ein? Im Internet oder in Läden in der Stadt?

Julia Tzschätzsch: Ok, Hand aufs Herz: Ich bestelle im Moment tatsächlich recht viel im Internet. Drei kleine Kinder, voll berufstätig – da bleibt einfach alles liegen.
Daniel Mauke: Viele Dinge bestellt man tatsächlich im Internet, weil es praktisch ist und schnell geht, das geht ja den meisten so. Wenn es aber irgendwie geht, unterstütze ich die kleinen Geschäfte in meinem Umfeld schon. Bin ja froh, dass es sie noch gibt.

3. Was war euer „Aha-Erlebnis“ bei den Dreharbeiten?

Julia Tzschätzsch: Dass es die Innenstädte, wie wir sie von früher kennen, ein Lädchen nach dem anderen, nicht mehr geben wird. Die Geschäfte können nicht alle zurückkommen, es müssen neue Ideen her, wie die leeren Gebäude mit Leben gefüllt werden können. Ganz in der Nähe, in Wolfhagen, zum Beispiel entstehen immer mehr Wohnungen in den leeren Gebäuden.
Daniel Mauke: Mich hat in Homberg beeindruckt, dass es dort eine neue Initiative jüngerer Menschen gibt, die es wirklich schafft, den sonst leeren Marktplatz rappelvoll zu machen: mit Konzerten, Festen und einem nächtlichen Wochenmarkt. Toll!



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