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Bronze für Lorenz Funck über 5000 Meter

Lorenz Funck, zu Beginn des 5000m-Rennen noch an fünfter Stelle, sicherte sich die Bronzemedaille. Foto: nh

Lorenz Funck, zu Beginn des 5000m-Rennen noch an fünfter Stelle, sicherte sich die Bronzemedaille. Foto: nh

Fulda/Melsungen. In einem der schönsten Leichtathletik-Anlagen in Hessen ging es am Wochenende in Fulda bei sommerlichen Wetter, doch zum Teil böigen Wind, um die Hessentitel. Obwohl die großen Leistungen ausblieben – Ausnahme waren die 100 Meter-Zeiten der Sieger Steven Müller (Friedberg, 10,34) bei den Männnern und Philip Hennemuth (BSA, 10,80) in der U18, gab doch eine Reihe guter Ergebnisse, die hoffen lassen. Aus Melsunger Sicht präsentierten sich Langstreckler Lorenz Funck sowie die Sprinterinnen Sophia Hog und Nele Grenzebach in einer starken Verfassung sorgten über 5000 Meter sowie mit großartigen 100m-Zeiten für eine Überraschung.

In der Mittagszeit wurde zu Beginn dieser Landesmeisterschaften der 5000m-Lauf der Männer durchgeführt. Man war der Meinung, dass Lorenz Funck, hessischer Vizemeister 2017 auf dieser Strecke, in diesem Jahr keine guten Karten hätte. Das Langstrecken-Ass konnte nämlich in der Vorbereitungszeit wegen einer Verletzung kein Lauftraining durchführen. Nachdem er letzte Woche bei den Landesstaffelmeisterschaften in Bebra seinen 1000 Meter-Teilabschnitt in 2:44 Minuten zurückgelegt hatte, keimten Hoffnung auf eine Medaille auf, zumal sein Kontrahent Max Fuchs (LG Reinhardswald), der mit 15,56,84 Minuten gemeldet wurde, bei seinem letzten 5000 Meter-Lauf in Dortmund nur 16:22,21 lief und Jonas Rapp (Hanau-Rodenbach) wegen einer Verletzung ebenfalls nicht optimal trainieren konnte.

Dieses Quintett vertrat die Farben der MT Melsungen in Fulda hervorragend. Foto: nh

Dieses Quintett vertrat die Farben der MT Melsungen in Fulda hervorragend. Foto: nh

Als die Läufer auf die Reise geschickt wurden, zeigte das Thermometer in der Sonne mehr als 30 Grad an. Auch der störend Wind, der den Läufern auf der Zielgeraden in das Gesicht blies, beeinträchtigten dieses Meisterschaftsrennen, so dass eine gute eine gute Zeit kaum möglich war. Der Ausrichter hatte zudem vergessen, den Langlaufspezialisten Wasser und Schwämme bereitzustellen, so dass zwischendurch auch eine Abkühlung fehlte. Während sich an der Spitze des Feldes der außer Wertung laufende Moritz Sparbrod (Erfurt) und Dominik Müller (Langgöns) sich frühzeitig von den übrigen 5000 Meter-Läufern lösen konnten, gab es durch Oliver Hoffmann (Kirchhain), Lorenz Funck und Jonas Rapp spannende Positionskämpfe um die Plätze zwei und drei. Lorenz Fuck lief die ersten 1000 Meter in 3:05 Minuten an und benötigte für den nächsten Kilometer 3:10 Minuten. Auf dem nächsten 1000 Meter-Abschnitt forcierte Oliver Hoffmann das Tempo und setzte sich von seinen Verfolgern ab, die bei 3000 Metern mit 9:53 Minuten herausgestoppt wurden.

Auf dem letzten Kilometer spielte Dominik Müller seine Kondition aus und setzte sich deutlich von Moritz Sparbrod ab. Nach 15:29,77 Minuten sicherte er sich den Landestitel. Der außer Wertung laufende Sparbrod, kam nach 15:47,73 Minuten ins Ziel. Oliver Hoffmann holte sich mit 16:31,83 Minuten den zweiten Platz in der Meisterschaftswertung. Lorenz Funck konnte seinen Erfolg aus dem Vorjahr nicht wiederholen, aber mit 16:41,58 Minuten stand er bei der Siegerehrung als Bronzemedaillengewinner vor Jonas Rapp (16:47,78) auf dem Treppchen. Max Fuchs, für den Stellplatzkarte abgegeben wurde, nahm er an dieser Meisterschaftsentscheidung nicht teil.

Der Wind spielte auch für die 100 Meter-Sprinterinnen ein launisches Spiel, denn von einem Gegenwind von über einem Meter pro Sekunde bis zum Rückenwind war an diesem Nachmittag alles vertreten. „Man spürt zunächst eine Brise im Rücken und dann ganz plötzlich scheint man gegen eine Wand anzurennen“ sagte Sophia Hog nach ihrem Lauf, wo in drei Vorläufen die Spreu vom Weizen getrennt wurde..

Nachdem sich im ersten Vorlauf bei Windstille die U20-Sprinterin Denise Uphoff (Sprintteam Wetzlar) mit 11,94 Sekunden vor Carolin Sommerfeld (Haiger, 12,64) durchgesetzt hatte, startete im zweiten Vorlauf Sophia Hog. Die 18-Jährige, die sich eine gute Zeit vorgenommen hatte, fand nach dem Startschuss überhaupt nicht in ihr Rennen und wurde im Verlauf der Strecke immer verkrampfter. Am Ende lief sie bei einem Gegenwind von 0,9 m/sec hinter Alina Schneider (Friedberg, 12,33), Viktoria Koletzko (Wehrheim) und Katharina Hudak (Darmstadt, 12,74) als Vierte mit 12,90 Sekunden über den weißen Zielstrich.

Im dritten Vorlauf setzte sich erwartungsgemäß Antonia Schrimpf (Fulda) mit 12,25 Sekunden vor Katharina Plock (Eintr. Frankfurt, 12,54), Lara Wachtel (Kirchheim, 12,61) und Anika Sander (Darmstadt, 12,68) durch. Große Freude herrschte im Melsunger Lager, als auf der Ergebnisliste die Zeit von Nele Grenzebach veröffentlicht wurde. Die Lehramtsstudentin wurde auf dem fünften Platz mit einer Zeit von 12,76 Sekunden geführt und qualifizierte sich damit wie ihre Trainingspartnerin Sophia Hog für den B-Endlauf, der zwei Stunden später ausgetragen wurde.

20 Meter vor dem Ziel lag Sophia Hog (396) noch knapp in Führung. Dritte von links Nele Grenzebach, die zu dieser Zeit noch auf Platz sechs liegt. Foto: nh

20 Meter vor dem Ziel lag Sophia Hog (396) noch knapp in Führung. Dritte von links Nele Grenzebach, die zu dieser Zeit noch auf Platz sechs liegt. Foto: nh

Was sich in den zurückliegenden Wochen bereits im Training angedeutet hatte, wurde in Fulda Wirklichkeit. Sophia Hog, das hoffnungsvolle Talent aus Spangenberg, erwischte dieses Mal einen sehr guten Start und führte souverän vor Katharina Hudak und Anika Sander (beide ASC Darmstadt). Leider verlor sie ihre Lockerheit an der 80 Meter-Linie und verkrampfte auf den letzten Schritten total, so dass sie von Katharina Hudak noch eingeholt wurde. Die Darmstädter Studentin lief locker an Sophia Hog vorbei und setzte sich mit 12,43 Sekunden noch klar durch. Auch Anika Sander kämpfte sich in diesem B-Finale Zentimeter um Zentimeter an die Melsunger Sprinterin heran. Aber es reichte nicht mehr. Sie blieb 0,04 Sekunden hinter Sophia Hog zurück. Die Jugendliche aus Spangenberg, die im Vorjahr bei den Kreismeisterschaften mit 13,12 Sekunden ihre Jahresbestzeit lief, nahm glückstrahlend die Glückwünsche entgegen, denn sie konnte sich nach diesem starken Lauf auf 12,61 Sekunden verbessern. Damit war sie sogar noch schneller als Carolin von Sommerfeld (Haiger, 12,62) und Lara Wachtel (Kirchhain, 12,65), die im A-Finale die Plätze sieben und acht belegt hatten. „Sophia könnte noch 0,1 bis 0,2 Sekunden schneller laufen, wenn sie auch auf den letzten Metern locker bleiben würde’“, sagte Alwin J. Wagner, der für das nächste Wochenende eine weitere Leistungssteigerung erwartet, wenn die Bedingungen stimmen. „Dieses B-Finale hat sich viel besser als mein Vorlauf angefühlt. Ich bin mir sicher, dass ich noch schneller laufen kann, als heute hier in Fulda“, resümierte die 18-Jährige und hofft auf die Finalteilnahmer der U20 in Darmstadt.

Auch Nele Grenzebach zeigte eine großartige Leistung, denn ihre 13,00 Sekunden können sich sehen ebenfalls sehen lassen. Fünfzehn Meter vor dem Zielstrich lag die Lehramtsstudentin in diesem B-Finale noch auf Rang sechs. Aber als Josephine Krauskopf (Kelsterbach, 12,92) und Lena Schröder (Gießen, 12,96) kurz vor dem Ziel mit ihre auf gleicher Höhe waren, trudelte sie nur noch aus. Dennoch lief sie mit 13,00 Sekunden die zweitschnellste Zeit in ihrer Laufbahn.

Einen Doppelsieg über 800 Meter der Frauen feierten Julia Merbach (2:13,66) und Leah Simon (2:14,57) vom TSV Kirchhain. Obwohl Lynn Olson (MT Melsungen) über eine leichte Erkältung klagte, erlief sich die 17-Jährige, taktisch klug operierend, den achten Platz. Nach 72 Sekunden für die erste Runde, verdrängte sie mit ihren 2:29,40 Minuten hinter Lokalmatadorin Susanne Paprotta (Fulda, 2,27,62) die höher eingeschätzten Lena Erja Erbe (Melbach, 2:29,86) und Tabea Rehbein (Hess. Lichtenau, 2:30,40) auf die Plätze neun und zehn.

Und mit Yannick Schleider erreichte ein weiterer Melsunger Nachwuchsathlet in Fulda das Finale der besten acht hessischen Teilnehmer. Vor seinem Start im Dreisprung der U18
stand lange Zeit ein Fragezeichen, denn der 17-Jährige hatte seit den nordhessischen Meisterschaften Probleme in der Wade und konnte deshalb nur einmal ein Sprungtraining absolvieren. Dennoch schaffte er es mit seinem eisernen Willen bei einem Gegenwind von 0,9 m/sec genau 12,00 Meter zu springen und damit auf Rang fünf zu landen. Bei seinem ersten Versuch sprang er über 20 Zentimeter vor dem Balken ab und verschenkte somit über 40 Zentimeter. Obwohl ihm bei diesem Sprung ein Wind mit einer Geschwindigkeit von 1,4 Meter pro Sekunde ins Gesicht blies, erreichte er bei diesem Versuch 11,83 Meter. Den Sieg holte sich der junge Nico Hildebrand (LG Alheimer) mit guten 13,14 Meter vor Julius Franzen (Gießen, 12,87 Meter) und Jan-Niklas Appelt (Gelnhausen, 12,86 Meter).

Senior Uwe Krah tat sich auch dieses Mal mit der Kugel schwer und kam nicht über 11,42 m hinaus. Foto: nh

Senior Uwe Krah tat sich auch dieses Mal mit der Kugel schwer und kam nicht über 11,42 m hinaus. Foto: nh

Über 400 Meter der Männer stellten sich die Zwillinge Aleksi und Jaakkima Rösler aus Schlüchtern in einer beeindruckenden Form vor und sicherten sich nach 47,62 und 48,64 Sekunden einen souveränen Doppelsieg. Der 17-jährige Marvin Knaust, der am Wochenende bei den U20-Landesmeisterschaften nicht starten kann, lief im ersten Zeitendlauf mit 24,1 Sekunden etwas zu schnell an. Mit dieser starken Zeit lag er nach der Hälfte des Rennens hinter dem Italiener Stefano Butifar aus Kriftel (51,37) und Niklas von Wechpfenning (Gießen, 51,80) auf Rang drei. Allerdings fehlten dem Abiturienten aus Felsberg auf der Zielgeraden die Kraft und das Stehvermögen, so dass er noch von Benedikt Orth (Jahn Treysa, 52,09) und Jonas Carstensen (Okriftel, 52,53) überholt wurde und mit 53,12 Sekunden in der Endabrechnung von den 15 Viertelmeilern auf Rang elf landete.

Im Kugelstoßen haderte der 54-jährige Uwe Krah wieder mit seiner Technik und klagte nach dem Wettkampf auch über Schmerzen im Bein. Noch zwei Tage vorher hatte er betont, dass er gut in Form sei und die 15 Pfund schwere Eisenkugel über 12 Meter stoßen würde. Aber erneut konnte er seinen Worten keine Taten folgen lassen, denn er tat sich auch dieses Mal wieder sehr schwer. Er begann mit schwachen 11,42 Meter und ließ dann nur noch 11,17 und 11,35 Meter folgen. Als Letzter schied er im Vorkampf aus und verpasste das Finale um 0,85 Meter. „Eine Leistung unter 12 Meter ist nicht mein Anspruch“ sagte der Oberkommissar und hofft, dass er bei den deutschen Seniorenmeisterschaften in Mönchengladbach das Finale der M50 erreichen wird. Den Kugelstoßtitel sicherte sich überraschend Tobias Kretzmar (Gießen) mit 15,78 Meter vor dem Zehnkämpfer Jan Felix Knobel (Frankfurt, 15,73 Meter) und Marius Rosbach (Elz, 14,83 Meter). (ajw)



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