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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Wetterfest gegen Cyberangriffe

Europaabgeordnete Martina Werner. Foto: nh

Martina Werner (MdEP). Foto: nh

Schwalm-Eder. Es geht um einen besseren Schutz gegen Hackerangriffe: Das Europaparlament hat sich am Dienstag, 9. Juli 2018, mit breiter Mehrheit für ein einen Vorschlag der EU-Kommission zur Stärkung der Abwehrfähigkeit und der Abwehrbereitschaft von Mitgliedstaaten und Unternehmen im Bereich der Cybersicherheit ausgesprochen. 

Der Vorschlag besteht aus zwei Teilen: Zum einen soll die europäische Cybersicherheitsagentur ENISA auf Kreta personell gestärkt werden und weitere operationelle Zuständigkeiten erhalten. Zudem soll ENISA Standards zur Cybersicherheits-Zertifizierung für Informations- und Kommunikationstechnik erstellen.

Koordinierte Reaktionen sind die Zukunft

„Cyberangriffe auf Mitgliedstaaten der EU und europäische Unternehmen häufen sich, aber bislang haben wir noch keine koordinierte europäische Antwort auf EU-weite Sicherheitsvorfälle oder -krisen. Es ist daher ein überfälliger Schritt, die EU- Agentur für Cybersicherheit mit einem Mandat über das Jahr 2020 hinaus sowie mit angemessenem Personal auszustatten. Während in der Vergangenheit vor allem auf Abschottung gesetzt wurde, liegt die Zukunft der Cybersicherheit im schnellen Informationsaustausch und koordinierten Reaktionen. Ich freue mich, dass das EU-Parlament die Agentur für Cybersicherheit nun handlungsfähig machen will. Jetzt müssen nur noch die EU-Mitgliedstaaten im Rat von diesem europäischen Ansatz überzeugt werden“, kommentiert die industriepolitische Sprecherin der Europa-SPD, Martina Werner.

Vernünftiger Kompromiss

„Nicht nur Staaten und Unternehmen, auch Privatpersonen geraten zunehmend ins Visier von Hackern und Datendieben“, so Werner. Oft sei es für Verbraucherinnen und Verbraucher schwer zu erkennen, ob sie sichere Produkte nutzen. Mit der Zertifizierung werde das Problem gelöst. Unternehmen, die besonderes Augenmerk auf die Sicherheit legen, könnten sich dies nun zertifizieren lassen und von einem Wettbewerbsvorteil profitieren. Da Zertifizierungen kostspielig seien und nicht für alle Produkte zwingend notwendig, sei die freiwillige Zertifizierung für Produkte mit niedrigem Sicherheitsrisiko ein vernünftiger Kompromiss.

Wissen ist der beste Schutz

„Der größte Sicherheitsfaktor bleibt weiterhin menschliches Fehlverhalten. Ich habe mich daher besonders dafür eingesetzt, dass Programme der EU-Agentur für Cybersicherheit zur Fortbildung von Privatpersonen und Angestellten entwirft und selbst Schulungen für staatliche Institutionen anbietet. Nichts schützt besser vor Angriffen, als das Bewusstsein für Cyberrisiken und geschultes Umgehen mit Informationstechnik“, so Werner abschließend. (red)



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