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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Futtermangel – Vizelandrat fordert Hilfe für Landwirte

Schwalm-Eder. Aufgrund der extremen Trockenheit der vergangenen Monate leiden viele landwirtschaftliche Betriebe, insbesondere Milchviehbetriebe, im Kreis bereits jetzt an Futtermangel. In landwirtschaftlich benachteiligten Bereichen, wie z. B. im Knüllgebiet sind die Landwirte bereits so unter Druck, dass sie zum Teil schon jetzt den ersten Schnitt des Jahres als Futter einsetzen müssen. 

Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann. Foto: nh

Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann. Foto: nh

Vizelandrat bittet Ministerium um Hilfe

Ist dies für konventionelle Betriebe schon eine große Herausforderung, stehen die Bauern, die ihre Betriebe auf ökologische Bewirtschaftung umstellen, vor noch größeren Problemen, da das Futterangebot hier deutlich geringer und mögliche Beschaffungswege wesentlich weiter sind. Um eine mögliche Existenzbedrohung von den bäuerlichen Betrieben abzuwenden bittet der Vizelandrat Jürgen Kaufmann nun die Hessische Landwirtschaftsministerin um Hilfe.

„Nach meiner Einschätzung gibt es eine Reihe von Möglichkeiten um den Landwirten zu helfen, wie zum Beispiel die förderunschädliche Freigabe von Zwischenfruchtanbau auf ökologischen Vorrangflächen zur Futternutzung“, so Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann. „Auch die Einrichtung einer Futterbörse oder die organisatorische Hilfe bei der Zuordnung zwischen anbietenden und suchenden Betrieben zur Reduzierung von Fahrtwegen wäre hilfreich. Darüber hinaus könnten, bei langen Transportwegen, organisierte Transporte sowie Transportbeihilfen ein Beitrag zur Milderung der Lage sein.“

Jürgen Kaufmann ist sich sicher, dass sich gemeinsam Wege finden lassen um den Landwirten im Kreis zu helfen: „Ich hoffe, dass die Ministerin schnellstmöglich eine positive Entscheidung zum Wohle unserer Landwirte trifft. Wir als Schwalm-Eder-Kreis stehen zu unseren Bauern und ihren Betrieben. Deshalb werden wir das uns möglichste tun, um ihnen zu helfen.“ (red)



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