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GERD ist eine Volkskrankheit

Chefarzt Dr. Gunther Claus. Foto: Asklepios

Chefarzt Dr. Gunther Claus. Foto: Asklepios

Melsungen. Die Chefärzte des Asklepios Klinikums Melsungen, Dr. med. Gunther Claus und Dipl.-Med. Eberhard Gliesing, informieren am 23. August um 18 Uhr über die neuesten Diagnoseverfahren und Therapiemöglichkeiten der Volkserkrankung „gastroösophagealen Refluxerkrankung (GERD)“.

In die Behandlung ist Bewegung gekommen

„Die gastroösophageale Refluxkrankheit kann man aufgrund ihrer Häufigkeit als Volkskrankheit bezeichnen. In den letzten Jahren wurde allerdings kaum noch darüber gesprochen bzw. berichtet. Es scheint, von internistischer Seite ist alles gesagt und von chirurgischer Seite ist die laparoskopische Fundoplicatio sowieso der Goldstandard. Aber in die Behandlung der Refluxerkrankung ist Bewegung gekommen. Deshalb ist es das Anliegen dieser Veranstaltung, Sie über neue Erkenntnisse zu informieren“, sagt Chefarzt Dipl.-Med. Eberhard Gliesing.

Ärztlicher Rat empfohlen

Rund die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland hatten schon mal Sodbrennen. In etwa ein Fünftel hat häufiger Beschwerden, rund 10% tägliche Beschwerden, 2-3% sind schwer betroffen. „Bei der Refluxerkrankung tritt saurer Mageninhalt durch den erschlaffenden Schließmuskel in die Speiseröhre über und löst zumeist eine schmerzhafte Entzündung, saures Aufstoßen und Schluckbeschwerden aus. Beim Liegen oder Bücken und nach dem Essen können sich die Beschwerden verschlimmern. Eine ärztliche Abklärung ist zu empfehlen, da durch eine ständige Reizung Blutungen, Vernarbungen und Geschwüre in der Speiseröhre auftreten können. In vielen Fällen findet sich eine Verbindung mit einem Zwerchfellbruch (Hiatushernie),“ sagt Dr. Claus.

Speiseröhren-Stimulationssystem

Dr. Claus wird über die die Diagnostik sprechen. Hier wird auf die besondere Bedeutung der Magenspiegelung (Ösophagogastroduodenoskopie) eingegangen, die auch die Möglichkeit der Zellproben Entnahme (Biopsie) ermöglicht. Auf die Bedeutung der pH-Messung soll ebenso eingegangen werden. Wird die GERD bestätigt, muss nicht in jedem Fall operiert werden. Heilungsansätze, wie das Meiden von Auslösern und Selbsthilfe Maßnahmen werden vorgestellt, wie auch die Möglichkeit der Medikamenteneinnahme.

Sollten alle diese Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg führen, muss eine operative Intervention in Betracht gezogen werden. Hierüber wird Dipl.-Med. Eberhard Gliesing informieren. Er wird verschiedene operative Verfahren vorstellen, so auch die neuere Methode mit Anlage eines „Speiseröhren-Stimulationssystem“. Über dieses neue Verfahren und deren erste Erfolge wird insbesondere berichtet.“

(red)



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