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Gilserberg hoch anerkannt

Wiebke Knell (MdL), Andreas Gründel vom Kreisausschuss, Tatjana Grau-Becker von der Wirtschaftsförderung, Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann, Bürgermeister Rainer Barth und Staatsministerin Priska Hinz. Foto: LLH | Beatrice Bohe


Wiebke Knell (MdL), Andreas Gründel vom Kreisausschuss, Tatjana Grau-Becker von der Wirtschaftsförderung, Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann, Bürgermeister Rainer Barth und Staatsministerin Priska Hinz. Foto: LLH | Beatrice Bohe

Gilserberg. Die Gemeinde Gilserberg ist als siebte Kommune im Schwalm-Eder-Kreis in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen aufgenommen worden. Den Anerkennungsbescheid im Förderbereich Dorfentwicklung übergab Ministerin Frau Priska Hinz, im Beisein von Erstem Kreisbeigeordneten Jürgen Kaufmann, an Bürgermeister Rainer Barth. Mit dem Programm werden gezielt kleinere Städte und Gemeinden gefördert, die attraktiv und lebenswert bleiben und ihre Einwohnerinnen und Einwohner halten wollen. 

Auf dem Weg zur nachhaltigen Entwicklung

Mit der Neuaufnahme von Gilserberg befinden sich nun insgesamt sieben Dorfentwicklungsschwerpunkte mit 71 Orts- und Stadtteilen aus dem Schwalm-Eder-Kreis in der Förderung. Alle anerkannten Städte und Gemeinden sind auch Teil einer LEADER-Region und werden im anstehenden Dorfentwicklungsprozess die regionale und die kommunale Entwicklungsstrategie zu einer gemeinsamen nachhaltigen Entwicklung zusammenführen.

Ziel der Förderung ist, mit einer gesamtkommunalen Strategie die Dörfer im ländlichen Raum als attraktiven und lebendigen Lebensraum zu gestalten. Dabei stehen die Orts-kerne im Mittelpunkt, weil sie die Identität mit ihrer Baukultur maßgeblich prägen und überwiegend Zentren des dörflichen Lebens sind.

Mobilisierung sozialer und wirtschaftlicher Potenziale

Gilserberg möchte die bürgerschaftlichen Aktivitäten in allen Bereichen stärken, die Vitalisierung des Ortskerns durch konsequente Innenentwicklung vorantreiben und angepasste Nahversorgungssysteme für alle Ortsteile aufbauen. Darüber hinaus soll ein Flächen- und Leerstandmanagement aufgebaut und die Angebote für Kinder, Jugendliche und Senioren verbessert werden. Die Stärkung des Ehrenamts sowie die Mobilisierung der sozialen und wirtschaftlichen Potenziale sollen in der Folge dafür sorgen, dass sich alle Altersgruppen in ihrer Heimatgemeinde wohlfühlen.

Dorf stellt sich für die Zukunft auf

Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann zeigt sich erfreut, dass mit der Dorfentwicklung der ländliche Raum unterstützt und somit die demografischen und strukturellen Veränderungen vor Ort gestaltet werden können. „Wir haben attraktive Dörfer in unserem Landkreis, die es wert sind lebendig und attraktiv erhalten zu werden. Um das zu erreichen sind unsere Städte und Gemeinden darauf angewiesen, dass sich das Land in einer übergeordneten Strategie mit entsprechenden Fördermaßnahmen beteiligt. Ich bin daher sehr froh, dass nun mit der Gemeinde Gilserberg eine weitere Kommune aus dem Schwalm-Eder-Kreis, im Rahmen der Dorfentwicklungsförderung die Chance erhält sich für die Zukunft gut aufzustellen und dabei alle Beteiligten vor Ort in den Gestaltungsprozess einzubeziehen“, so Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann.

Hintergrund

Die Fördermöglichkeiten des Dorfentwicklungsprogramm umfassen neben den klassischen Gebäudeinvestitionen auch soziale und kulturelle Vorhaben wie zum Beispiel Mehrgenerationentreffs oder Dorfmuseen, Grundversorgungseinrichtungen wie zum Beispiel Dorfläden oder Dorfcafés sowie Dienstleistungen für Beratung, Moderation und Marketingmaßnahmen für Innenentwicklungsprojekte wie Leerstände. Darüber hinaus ist der städtebaulich verträgliche Rückbau wie, beispielsweise der Abriss von Gebäuden oder die Entsiegelung von Flächen möglich. Außerdem wurde die Ausweisung strategischer Sanierungsbereiche mit erhöhten Fördersätzen für private Vorhaben (Umnutzung, Sanierung und Neubau) eingeführt, um städtebauliche Problembereiche in den Ortskernen vorrangig zu fördern. Fördergrundlage ist ein von jeder Kommune individuell zu er-stellendes integriertes kommunales Entwicklungskonzept (IKEK) mit einer zukunftsfähigen kommunalen Gesamtstrategie. Dafür stehen in den nächsten Jahren durchschnittlich circa 27 Millionen Euro an Fördermitteln von EU, Bund und Land zur Verfügung.

(red)



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