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Für 2.715 Euro in Ibra sitzen

Mark Weinmeister, der hessische Europastaatssekretär, hat einen Förderbescheid an den Dorfverschönerungsverein übergeben. Foto: nh

Mark Weinmeister, der hessische Europastaatssekretär, hat einen Förderbescheid an den Dorfverschönerungsverein übergeben. Foto: nh

Oberaula-Ibra. Mark Weinmeister, der hessische Europastaatssekretär, hat am Montag einen Förderbescheid an den Dorfverschönerungsverein übergeben. Das Geld stammt aus dem Programm „Starkes Dorf – Wir machen mit“. 2.715 Euro können für eine Sitzgruppe auf dem Dorfplatz von Ibra verwendet werden, die als Treffpunkt für Alt und Jung dienen wird. 

Gemeinsam anpacken, reden und feiern

„Ibra ist mit 140 Einwohnern der kleinste Ortsteil von Oberaula. Gerade hier ist es wichtig, dass die Dorfgemeinschaft zusammenhält und gemeinsam anpackt, denn anders lassen sich Projekte nicht umsetzen. Dazu braucht man auch einen Treffpunkt, wo man miteinander reden und auch mal feiern kann“, sagte Staatssekretär Weinmeister bei der Übergabe des Bescheids. „Als Hessische Landesregierung fördern wir dieses Projekt gern durch einen finanziellen Beitrag.“

Der Dorfplatz von Ibra ist der Mittelpunkt der Ortes, an dem man sich trifft. Vor einigen Jahren wurde dort in Eigenleistung bereits eine Sitzgruppe aufgestellt. Nach mehreren Reparaturen muss sie nun aber ersetzt werden. Die neue Sitzgruppe soll von der Diakonie Hephata gebaut werden, die Einwohner von Ibra und der Dorfverschönerungsverein werden Fundamente setzen. Außerdem soll eine Fläche gepflastert werden, um die Grünpflege zu erleichtern.

„Starkes Dorf – Wir machen mit!“

Die Landesregierung hat die Förderung der ländlichen Regionen zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht und investiert dafür in den Jahren 2018 und 2019 insgesamt rund 1,8 Milliarden Euro Landesmittel. Ein Baustein ist das Programm „Starkes Dorf – Wir machen mit!“. Fördermittel stehen bereit, damit Vereine, Verbände und Freiwilligenagenturen, aber auch gemeinnützige Organisationen und private Initiativen die Ortskerne in ihren Kommunen aktivieren und verschönern können.

Unterstützt werden Projekte mit einer Summe von 1.000 Euro bis maximal 5.000 Euro. Das kann zum Beispiel die Gestaltung einer öffentlichen Anlage oder Begegnungsstätte sein, aber auch das Errichten eines Spielplatzes. Die Resonanz auf das Programm ist bisher sehr gut. „Damit fördern wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt eines Dorfes oder Ortsteils, unterstützen das Miteinander der Generationen und verbessern die Lebensqualität dörflicher Zentren“, erläuterte der Staatssekretär.

Hintergrund

Mit der Offensive „Land hat Zukunft“ intensiviert die Landesregierung ihre Anstrengungen, um die ländlichen Regionen für die Zukunft zu stärken. Sie setzt hierfür 2018 und 2019 rund 1,8 Milliarden Euro Landesmittel ein. Gefördert werden beispielsweise Bürgerbusse zur Sicherung der Mobilität mit je 1,25 Millionen Euro pro Jahr oder Pilotprojekte zur Aktivierung von Flächen in Innenlagen, um aufgegebene Gebäude und Leerstände zu vermeiden.

Auch der Ausbau freier WLAN-Hotspots in ländlichen Kommunen mit einer Summe von jährlich einer Million Euro wird unterstützt, genauso wie die medizinische Versorgung. Für das Modell „Gemeindeschwester 2.0“ stehen 3,7 Millionen Euro bereit. Die Neubesetzung von Landarztstellen fördert die Landesregierung mit einer Million Euro. Hinzu kommt eine Ergänzung der medizinischen Versorgung durch Telemedizin-Projekte.Mehr zur Offensive „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“ steht im Internet unter https://landhatzukunft.hessen.de.

(red)



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