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Jeder 6. Trucker im Rausch

Nach dem Wochenende wird's regelmäßig spannend: Welcher Brummipilot darf weiterfahren? Die Polizei klärt diese Frage jetzt öfter mit Abfahrtskontrollen.  Foto: unsplash
Nach dem Wochenende wird’s regelmäßig spannend: Welcher Brummipilot darf weiterfahren? Die Polizei klärt diese Frage jetzt öfter mit Abfahrtskontrollen. Foto: unsplash

Region. Einen traurigen Rekord haben die Brummipiloten bei den heutigen hessenweiten Abfahrtskontrollen geschrieben: Unter rund 1.200 kontrollierten Lkw-Fahrern standen 190 unter Alkoholeinfluss. 79 Personen musste die Polizei den Fahrtantritt sogar verbieten. Es wollten sich also 16 von hundert Trucker trunken hinters Steuer setzen.

Zum Ende der Wochenruhezeit

Vor diesem Hintergrund sieht die Polizei ihre heutigen hessenweiten Abfahrtskontrollen als einen vollen Erfolg. Rund 250 Polizistinnen und Polizisten kontrollierten in den vergangenen Stunden vor allem entlang der Autobahnen die Fahrer gewerblicher Transporte auf ihre Fahrtüchtigkeit.

Mit dem Ende des Sonntagsfahrverbotes gegen 22 Uhr beenden erfahrungsgemäß viele LKW-Fahrer ihre Wochenruhezeit und setzen ihre Fahrt fort. Die Kontrolleure der Polizei machen immer wieder die Erfahrung, dass einige der Fahrer dabei unter dem Einfluss berauschender Mittel, vor allem unter Alkoholeinfluss, stehen. Diese Fahrer stellen ein erhebliches Risiko für die Verkehrssicherheit dar und gefährden nicht nur ihre eigene Gesundheit und ihr Leben, sondern auch das aller anderen Verkehrsteilnehmer.

Erste hessenweite Präventionsaktion

Beginnend um 18 Uhr am Sonntag kontrollierte die Polizei daher in einer ersten großangelegten hessenweiten Präventionsaktion die Fahrer gewerblicher Transporte, bevor sie ihre Fahrt antraten. Bis Mitternacht dauerten die Kontrollen, die von den Polizistinnen und Polizisten aller Flächenpräsidien mit Unterstützung durch die Bereitschaftspolizei durchgeführt wurden.

Promillegrenze gibt den Ausschlag

Von Raststätte zu Raststätte, von Parkplatz zu Parkplatz arbeiteten sich die rund 250 Kontrolleure entlang der hessischen Autobahnen voran. Sie klopften an die Türen der LKW-Fahrer und überprüften die Fahrtüchtigkeit der Fahrer. Mit vielen Fahrern galt es sich mit Händen und Füßen verständig zu machen, da der Großteil der Kontrollierten der deutschen Sprache nicht mächtig war.

Die meisten der LKW-Fahrer nahmen das Angebot eines Atemalkoholtestes an und bewiesen damit, dass sie nüchtern waren. Jedoch standen 190 von insgesamt rund 1.200 Truckern standen unter Alkoholeinfluss, 79 hatten im Atemalkoholtest mehr als 0,5 Promille und durften somit ihre Fahrt nicht antreten.

Im Zweifel greift die Parkkralle

Fahrer bei denen die gemessenen Atemalkoholwerte nur geringfügig über dem erlaubten Wert lagen, konnte nach einiger Wartezeit oft noch während der Kontrollmaßnahmen die Weiterfahrt erlaubt werden. Da bei etlichen Fahrern der Atemalkoholtest jedoch Werte weit über 1 Promille anzeigte, mussten die Beamten in diesen Fällen den Fahrtantritt noch lange über die Kontrollmaßnahmen hinaus untersagen.
Um sicherzustellen, dass die Fahrer der Weisung Folge leisten, wurden bei einigen Lastern Parkkrallen angelegt, bei anderen Fahrern Dokumente oder auch der Fahrzeugschlüssel sichergestellt.

Spitzenreiter mit 2,7 Promille

Volltrunken war ein Fahrer aus Polen, den die Beamten an der Raststätte Wetterau West an der A5 aus dem Verkehr ziehen mussten. Der Mann hatte sich kurz zuvor einen kräftigen Schluck genehmigt, wodurch sich ein erschreckender Alkoholmesswert von 5 Promille einstellte. Eine halbe Stunde später pegelte sich der Wert bei 2,7 Promille ein.

Den betrunkenen Piloten eines Gefahrguttransporters erwischten die Beamten ebenfalls an der A5, Raststätte Grävenhausen bei Darmstadt. Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt, weil er sich 1,58 Promille angetrunken hatte. Sein Tankzug hatte Salpetersäure geladen. Für die Fahrer von Gefahrguttransporten gilt die 0,0 Promille-Regelung.

Schwalm-Eder-Kreis

Ein recht zufriedenstellendes Ergebnis kam aus dem Schwalm-Eder-Kreis. Lediglich ein Lkw-Fahrer wurde vor Fahrtantritt mit einem Alkoholwert von 1,2 Promille auf dem Autohof Malsfeld-Ostheim angetroffen. Dem Bulgaren wurde ebenfalls die Weiterfahrt verboten.

Kontrollen sorgen für Verkehrssicherheit

Die Polizei kontrolliert ständig die Verkehrstüchtigkeit von Fahrzeugführern an mobilen und stationären Kontrollstellen. Oberstes Ziel ist es, Ordnungswidrigkeiten und Straftaten zu verhindern und für Verkehrssicherheit zu sorgen. Die Ergebnisse dieser aktuellen Präventionskontrolle zeigen, wie wichtig diese Kontrollmaßnahmen sind. Sie werden mit Sicherheit fortgesetzt, kündigt die Polizei an.

(red)



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