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Kampfstark und siegeshungrig

Die beiden hessischen Mehrkampfmeisterinnen Nele Schmoll und Vivian Groppe nahmen den starken Luis Andre in ihre Mitte. Foto: nh
Die beiden hessischen Mehrkampfmeisterinnen Nele Schmoll und Vivian Groppe nahmen den starken Luis Andre in ihre Mitte. Foto: nh

Stadtallendorf. Der Hessische Turnverband richtete seine Landes-Mehrkampfmeisterschaften in der Leichtathletik aus. Mit Nele Schmoll (U18), Vivian Groppe (U16) und Louis André hatte die MT Melsungen drei Favorit*innen am Start.

Vielseitige Melsunger Nachwuchstalente

Christian Khin, Landesfachwart für Leichtathletik und Mehrkampf im Hessischen Turnverband, war von der Vielseitigkeit der Melsunger Nachwuchstalente beeindruckt. Nele Schmoll und Vivian Groppe sicherten sich in einem spannenden Dreikampf die Titel. Luis André, der auch im nächsten Jahr noch einmal in der U16 starten kann, stellte im Dreikampf vier Bestleistungen auf und verbesserte als Vierter mit 1518 Punkten den sechs Jahre alten Hallenrekord von Max Wiegand vom TuSpo Borken um 14 Zähler.

Als erste stellte Nele Schmoll ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Die 15-jährige blieb im Kugelstoßen mit 8.90 Meter knapp unter der anvisierten 9m-Marke, belegte aber zum Auftakt mit 428 Punkten hinter Lea Borngräber (Weißkirchen, 10,29 m), den zweiten Platz. Im Weitsprung kämpfte sich Nele Schmoll mit 4,75 m voran. Mit dieser besten Leistung in der WU18 kam sie mit 950 Punkten bis auf zwölf Zähler an Lea Borngräber heran.

Im dritten und letzten Wettbewerb brachte der 60m-Sprint die Entscheidung in der WU18. Bereits nach zehn Schritten konnte sich Nele Schmoll aus der Gruppe der sechs Sprinterinnen lösen. Mit 8,52 Sekunden lief sie vor Luisa Zehner (Weißkrichen, 8,98) dem ungefährdeten Sieg entgegen. Sie sicherte sich mit 1453 Punkten zum ersten Mal den Titel als Landesmeisterin –, vor Lea Borngräber (1410 Punkte) und Marie Schönsiegel (TV Niederbrechen, 1304 Punkte).

Vier Hoffnungen auf die Goldmedaille

Im anschließenden Vierkampf (WU16) machten sich mit Lena Harbich (Glauberg), Weitsprung-Ass Friederike Reichel (Rothenbergen), Sprinterin Antonia Betz (Gelnhausen) sowie Vivian Groppe (Melsungen) gleich vier Mehrkämpferinnen Hoffnungen auf die Goldmedaille machten.

Zum Auftakt setzte sich Friederike Reichel im Kugelstoßen mit 9,94 Meter an die Spitze und bekam für die gute Leistung 470 Punkte. Mit 8,98 Meter und 431 Punkten sicherte sich die ein Jahr jüngere Lena Harbich aus Glauberg den zweiten Platz. Antonia Betz belegte mit 7,76 Meter und 378 Punkten den dritten Rang. Und selbst Emilla Michler (Klein-Linden, 7,50 m) konnte sich nach dem Kugelstoßen noch Hoffnung auf eine Medaille machen.

Erneute Entscheidung im Sprint

Zuversichtlich ging Vivian in den Weitsprungwettbewerb. Beim Einspringen demonstrierte sie zwei tadellose 5m-Weiten exakt vom Absprungbalken. Aber im ersten Versuch war sie mehr als einen Fuß vor dem Brett abgesprungen, wodurch sie über einen halben Meter verschenkte. Dennoch wurde dieser Sprung mit 4,58 Meter gemessen. Antonia Betz landete bei 4,81 Meter und setzte sich mit 906 Punkten an die Spitze der Mehrkämpferinnen. Auch im zweiten Durchgang verschenkte Vivian bei ihrem 4,54m-Sprung mehr als 30 Zentimeter. Lena Harbich gefiel mit 4,45 m und übernahm mit 919 Punkten vor Betz (906) und Reichel (899 P.) die Führung. Mit 879 Zählern folgte Vivian Groppe auf Rang 4.

Wie vorher in der W18 musste auch in der W16 der 60m-Sprint die Entscheidung bringen. Alle sieben Mehrkämpferinnen kamen gut aus den Blöcken und es sah so aus, als würden sich Reichel und Betz gegen den schnell Antritt von Vivian Groppe aufbäumen. Doch die Malsfelderin war in der Beschleunigungsphase nicht mehr aufzuhalten. Die hessische Hallenmeisterin über 300 Meter stürmte rasant dem Ziel entgegen und lief mit 8,01 Sekunden erneut eine sehr starke Zeit. Friederike Reichel holte sich mit 8,65 Sekunden den zweiten Platz vor Antonia Betz (8,71 Sek.) und Lena Harbich (8,91 Sek.).

Vivian Groppe auf der Siegertreppe

Nele Schmoll bei der Siegerehrung der WU18 (1). Foto: nh
Nele Schmoll bei der Siegerehrung der WU18 (1). Foto: nh

Damit stand Vivian Groppe zum zweiten Mal in diesem Jahr bei einer Landesmeisterschaft zur Siegerehrung auf dem obersten Treppchen. Mit 1449 Punkten, nur vier Zähler weniger als Nele Schmoll in der WU18, wurde sie ebenfalls mit der Goldmedaille und der Siegerurkunde ausgezeichnet. Auf dem zweiten Platz folgten punktgleich Antonia Betz und Friederike Reichel mit jeweils 1387 Punkten. Rang vier belegte Lena Harbich, nur zehn Zähler dahinter.

Motiviert bis in die Haarspitzen

Als dritter Melsunger Starter war Kugelstoß-Ass Luis André an der Reihe. Der 14-Jährige hatte eine Woche zuvor beim Hallenabschluss in Dortmund zum ersten Mal mit 14,11 Meter über die 14m-Marke gestoßen und somit ein deutliches Ausrufezeichen für die deutschen Kugelstoßer vom Jahrgang 2005 gesetzt. Aber vor dem Kugelstoßen musste der 60m-Sprint absolviert werden. Luis eilte nach einem verbesserungswürdigen Start mit kraftvollen Schritten dem Ziel entgegen und blieb mit 8,77 um 0,6 Sekunden unter seinem Hausrekord.

Dann kam sein erwarteter Auftritt im Kugelstoßen. Schon beim Einstoßen aus dem Stand wuchtete er die 4kg-Kugel an die 14m-Marke und er war sich sicher, dass es im Wettkampf die nächste Bestleistung für ihn geben würde. Obwohl er beim Abstoß die Gummikugel mit dem Eisenkern viel zu flach abstieß, landete sie bei 14,56 Meter.

Luis ist für die gesamte Freiluftsaison bis in die Haarspitzen motiviert. Der junge Melsunger Gesamtschüler setzte sich für das Jahr 2019 gleich mehrere Ziele: „Ich möchte in diesem Jahr viermal hessischer Meister werden“, sagte er. In der Halle und bei den Winterwurfmeisterschaften hat er bereits zwei Titel geholt. Außerdem hat er sich vorgenommen, im Kugelstoßen den 22 Jahre alten Hallenrekord von Andreas Kutzner (Geismar, 15,12 m) und den 39 Jahren alten Freiluftrekord von Dirk Schattner (Wabern, 15,00 m) noch zu verbessern. Und schließlich möchte er auch den 1kg-Diskus über die 50m-Marke werfen.

Andrés vierte Bestleistung des Tages

Mit seiner Steigerung im Kugelstoßen auf 14,56 m beeindruckte der 14-jährige Luis Andre in der Herrenwaldhalle in Stadtallendorf. Foto: nh
Mit seiner Steigerung im Kugelstoßen auf 14,56 m beeindruckte der 14-jährige Luis Andre in der Herrenwaldhalle in Stadtallendorf. Foto: nh

Aktuell hatte Luis André nach zwei Wettbewerben 1058 Punkte gesammelt und benötigte im Weitsprung eine Leistung von 4,60 Meter, um den sechs Jahre alten Dreikampf-Kreisrekord von Max Wiegand aus Borken zu übertreffen. Tatsächlich zeigte er seine verbesserte Athletik, denn er begann er mit 4,66 Meter und ließ zwei weitere Sprünge über 4,60 Meter folgen. Mit 1518 Punkten stellte er seine vierte Bestleistung an diesem Tag auf und freute sich ähnlich wie seine beiden Trainingspartnerinnen, Nele Schmoll und Vivian Groppe.

(ajw)



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