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Grüne skeptisch: Alles Label oder was?

Kann ein Label auf Verpackungen das Tierwohl sichern? Bündnis 90/Die Grünen sind skeptisch. Foto: nh
Kann ein Label auf Verpackungen das Tierwohl sichern? Bündnis 90/Die Grünen sind skeptisch. Foto: nh

Region. Seit dem 1. April 2019 ist das neue Label »Haltungsform« vieler deutscher Supermarktketten auf Verpackungen von Fleischprodukten zu erkennen. Von der Kategorie 1 bis 4 möchte das Siegel seine Kunden über die jeweilige Haltung des einstigen Lebewesens informieren.

Alibi für aufgehübschte Massentierhaltung

Genauere Informationen über die vier Stufen sollen aus dem Internet bezogen werden, verschlagwortet ist die Haltungsform aber auch auf dem Siegel abgedruckt. Einheitlich, transparent und doch nur ein nett gemeinter und vor allem freiwilliger Service. Dem steht der Ortsverband Homberg (Efze) von Bündnis 90/Die Grünen sehr kritisch gegenüber.

In einer Pressemitteilung schreiben die Bündnisgrünen: „Ein weiteres Label auf einem ohnehin überladenen Produktblatt, welches weder Kundinnen, noch Produzenten oder Erzeugern weiterhilft. Das Label ist sozusagen eine Info zur aufgehübschten Massentierhaltung, die an den Lebensbedingungen geschundener Nutztiere vorbeigeht und den massenkonsumierenden Verbraucherinnen nichts nützt. Der ›Styleguide‹ auf www.haltungsform.de verrät zwar viel über die Größe und Positionierung des neuen Labels allerdings nichts über Tierschutz, Transport- oder Schlachtbedingungen, von Einhaltungskontrollen ganz zu schweigen.“

Ein Siegel-Check soll Aufschluss bringen

Die Homberger Partei fragt weiter, wie sich Kund*innen zwischen der Viehlzahl der „toll aussehenden Siegel, Labels und Versprechen“ noch zwischen nützlich und sinnfrei unterscheiden soll. Der Nabu habe hierfür die APP »Siegel-Check« entwickelt, die auch auf dem Desktop unter http://siegelcheck.nabu.de/ aufrufbar ist. Gelistet sind sämtliche »Bio-Label« und Hintergrundinformationen zur Authentizität.

Im Zweifel zum Metzger oder Bauernhof

„Wenn Sie allerdings ganz sicher gehen möchten, können Sie die nächste Metzgerei aufsuchen und dort nach den Umständen zum ehemaligen Leben der Fleisch- oder Wurstware fragen. Weiterhin lohnt sich der Besuch des nächsten Bauernhofes mit Direktvermarktung oder womöglich auch ein schmackhafter und genussvoller Tag ganz ohne Tierprodukte, die in diversen Kunstoffen verpackt mit bunten Siegeln und fröhlichen Tieren um Ihren Kauf werben“, so die Bündnisgrünen abschließend.

(red)



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