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Der Präsident an oberster Stelle!?

Das Statttheater lädt ein zur ganz speziellen Betrachtung: Mr. President First. Foto: Marina Maisel | a.gon
Das Statttheater lädt ein zur ganz speziellen Betrachtung: Mr. President First. Foto: Marina Maisel | a.gon

Homberg. „Mr. President First“, heißt es am Sonntag, 20. Oktober, ab 20:00 Uhr beim »Statttheater Homberg (Efze)« in der Stadthalle in der Ziegenhainer Straße 19a. Das Ensemble nutzt geschickt eine gewisse US-Persönlichkeit als Steilvorlage. Mit dem Stück geht das Statttheater gemeinsam mit dem Publikum in seine neue Spielzeit.

Vielfalt der Medienkanäle

Eine Gruppe von Milliardären gründet eine neue Partei und macht den einflussreichen Fernsehstar Edward Tishler zu ihrem Präsidentschaftskandidaten. Geschickt nutzt man die moderne Vielfalt der Medienkanäle, Tishlers Umfragewerte schnellen in die Höhe, die Partei feiert ihn. Als Tishler jedoch beginnt, seine streng vorgegebene Rolle zu verlassen, wendet sich das Blatt zugunsten des politischen Gegners. Schlimmer noch: Tishlers Freundin Emely trennt sich von ihm und wird zur Kandidatin der Gegenpartei.

Während Tishler mehr und mehr an Werten und Zielen seiner Partei zu zweifeln beginnt, zeigt die von der Presse auf Schritt und Tritt begleitete Emely großes Potential und steigt in der Wählergunst. Tishler hingegen wird vom Verführer zum Verführten. Seine Lage scheint zunehmend ausweglos, zumal er ins Visier dunkler Mächte gerät. Während einer TV-Reality-Show kommt es vor einem Millionenpublikum zu einem unerwarteten Zusammentreffen zwischen Edward und Emely …

Boulevard, Medienvielfalt, Rechtspopulismus

Man muss nicht lange suchen, um die Steilvorlage für dieses Boulevardstück zu entdecken. Bei allem Dialogwitz, aller Situationskomik geht es hier nicht um simples Trump-Bashing, sondern um die Frage, wie sich die Spielregeln der politischen Willensbildung und auch -manipulation in Zeiten noch nie dagewesener Medienvielfalt verändern. Eine ebenso spannende wie unterhaltsame Auseinandersetzung mit dem Rechtspopulismus.

Auf der Bühne stehen: Max Volkert Martens (Edward Tishler), Katharina Pütter (Emely Harper), Lutz Bembenneck (Norman Craig), Angelika Auer (Olivia Sailor), Dirk Hermann (Peter Westham), Lesley Higl (Patricia Sanchez). Mr. President first ist ein Stück der a.gon Theater GmbH, inszeniert von Stefan Zimmermann in einem Bühnenbild von Paul Lerchbaumer.

Eintrittskarten vorbestellen

Abos und gute Plätze gibt es im Vorverkauf noch bis zum 31. August unter Tel.: 05681 – 2002 beim statttheater homberg / Homberger Kulturring e. V., Marktplatz 15, und per E-Mail: tickets@homberger-kulturring.de.

(red)



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