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Bis zu 42.000 € für Medizinstudierende

Nicht zu lange warten! Der ländliche Raum benötigt jetzt ärztlichen Nachwuchs. Als Anreiz lobt der Schwalm-Eder-Kreis ein Stipendium für Studierende der Humanmedin aus. Foto: KarinKarin | Pixabay
Nicht zu lange warten! Der ländliche Raum benötigt jetzt ärztlichen Nachwuchs. Als Anreiz lobt der Schwalm-Eder-Kreis ein Stipendium für Studierende der Humanmedin aus.
Foto: KarinKarin | Pixabay

Homberg. Der Schwalm-Eder-Kreis lobt zum anstehenden Wintersemester 2019/2020 ein Stipendium für Studierende der Humanmedizin aus und erhofft sich damit einen positiven Effekt auf die Sicherung der landärztlichen Versorgung.

Hausärzte im Schnitt 54 Jahre alt

Der zunehmende Ärztemangel ist ein gesellschaftliches Problem, was bekanntermaßen die ländlichen Regionen besonders betrifft, so auch den Schwalm-Eder-Kreis. Angehende Ärztinnen und Ärzte orientieren sich oft nach dem abgeschlossenen Studium an städtischen Lebensmittelpunkten. Das Durchschnittsalter der Hausärztinnen und Hausärzte im Schwalm-Eder-Kreis liegt bei 54 Jahren. Bei einem Ausstiegsalter der aktiven Ärztinnen und Ärzte von 65 Jahren besteht ein Nachbesetzungsbedarf von 57% bis zum Jahr 2030.

Daseinsvorsorge für Bürger und Ärzte

Für die Nachbesetzung von Arztstellen ist grundsätzlich die Kassenärztliche Vereinigung (KV) in Frankfurt (Main) zuständig. Im Rahmen der Daseinsvorsorge für seine Bürgerinnen und Bürgern hat es sich der Schwalm-Eder-Kreis trotzdem zur Aufgabe gemacht, Maßnahmen zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung zu initiieren und umzusetzen. Im Zuge dieser Aufgabenstellung soll nun das Stipendienprogramm für angehende Ärztinnen und Ärzte deren Aufmerksamkeit auf die in Schwalm-Eder vorhandenen Angebote zur Berufsausübung sowie auf die Lebensqualität im ländlichen Raum lenken.

Mit attraktiven Angeboten will der Landkreis Ärztinnen und Ärzte gewinnen. Foto: jennycepeda | Pixabay
Mit attraktiven Angeboten will der Landkreis junge Ärztinnen und Ärzte gewinnen.
Foto: jennycepeda | Pixabay

Förderung über dem Bafög-Satz

Das neu aufgelegte Stipendienangebot richtet sich an Studierende der Humanmedizin, die den ersten Abschnitt der ärztlichen Prüfung erfolgreich abgelegt haben. Es wird jeweils ab dem fünften Studiensemester für maximal acht Semester (bis zum Ende der Regelstudienzeit) gewährt. Der Betrag der monatlichen Zahlungen des Schwalm-Eder-Kreises an die Stipendiaten liegt mit 875 € über dem aktuellen Bafög-Höchstsatz (zurzeit 853 €; ab Wintersemester 2020/2021 861 €). Die Förderrichtlinie sieht vor, dass bis zu fünf Studierende parallel gefördert werden können.

Weiterbildung im Schwalm-Eder-Kreis

Im Gegenzug verpflichten sich die Stipendiaten, unmittelbar nach Erlangung der ärztlichen Approbation eine Weiterbildung in einer medizinischen Fachdisziplin zu absolvieren, die zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung in einer Praxis oder zur Aufnahme einer ärztlichen Tätigkeit im Gesundheitsamt berechtigt. Diese fachärztliche Weiterbildung ist im Schwalm-Eder-Kreis durchzuführen.

„Wir sind sehr daran interessiert, die landärztliche Versorgung im Schwalm-Eder-Kreis auch in Zukunft zu sichern und gehen mit dem ausgelobten Stipendium einen neuen Weg. Ich habe die Hoffnung, dass wir Studierende der Humanmedizin mit diesem lukrativen Stipendium bei uns im Landkreis halten oder sie zu uns holen können“, so Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann.

Großartige Region mit vielfältigen Angeboten

Um auf das Stipendium in der Öffentlichkeit aufmerksam zu machen wird aktuell Werbematerial erstellt, welches später sowohl in Schulen, Universitäten der Region sowie Arztpraxen ausgelegt wird. „Der Schwalm-Eder-Kreis ist eine großartige Region mit vielfältigen Angeboten im Bereich Gesellschaft, Kultur und Sport. Hier lässt es sich hervorragend leben und arbeiten“, wirbt Kaufmann.

Bewerbung um ein Stipendium

Interessierte Studierende der Humanmedizin wenden sich bitte an den Fachbereich Gesundheit, Verbraucherschutz und Veterinärwesen des Schwalm-Eder-Kreises. Per E-Mail stipendium@schwalm-eder-kreis.de. Telefonisch unter 05681 – 775 656.

Auf keinen Fall gewollt: Leer stehende Praxen oder gar der Wegfall medizinischer Versorgung. Foto: DanielCubas | Pixabay
Auf keinen Fall gewollt: Leer stehende Praxen oder gar der Wegfall medizinischer Versorgung. Foto: DanielCubas | Pixabay

(red)



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