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Neue Unterkünfte für die Bundeswehr

Sie unterzeichneten im Finanzministerium die Vereinbarung zur Unterbringung der Bundeswehr in Hessen: Verteidigungsstaatssekretär Dr. Peter Tauber (li.) und Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer. Foto: HMdF
Sie unterzeichneten im Finanzministerium die Vereinbarung zur Unterbringung der Bundeswehr in Hessen: Verteidigungsstaatssekretär Dr. Peter Tauber (li.) und Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer. Foto: HMdF

Wiesbaden. Schnell und nachhaltig: Hessen baut über 1.300 Unterkünfte für die Bundeswehr in deutschlandweitem Modellprojekt. Auch Schwarzenborn und Fritzlar profitieren vom 590 Millionen Euro schweren Investitionsprogramm der Bundeswehr.

Baukastensystem mit Holzmodulen

„Schnell und nachhaltig: So möchten wir im Auftrag der Bundeswehr über 1.300 Unterkünfte für Soldatinnen und Soldaten in Hessen bauen. Schnell, in dem wir einzelne Module im Baukastensystem entwickeln, die an jedem Standort aufgebaut werden können. Nachhaltig, da wir auf Holz setzen“, sagte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer in Wiesbaden. Er hatte Dr. Peter Tauber, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, mit Fachleuten zu einem Spitzengespräch zur Entwicklung der Infrastruktur der Bundeswehr in Hessen zu Gast.

„Die angemessene und zeitgemäße Unterbringung unserer Soldatinnen und Soldaten ist für die Bundeswehr wichtig. Das liegt mir auch und gerade in meinem Heimatland Hessen am Herzen“, sagte Staatssekretär Tauber.

In Hessen für ganz Deutschland entwickelt

Finanzminister Dr. Schäfer erklärte: „Die Bundeswehr gehört zu Hessen und ist an ihren Standorten nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber, sondern auch identitätsstiftend. Ich freue mich, dass wir mit der Entwicklung des Baukastensystems den Soldatinnen und Soldaten nicht nur in Hessen dienen können. Die bei uns entwickelten neuen Unterkünfte sollen Modell für die Unterbringung in ganz Deutschland sein.“

„Das Bundesland Hessen entwickelt (…) ein flexibles sowie nachhaltiges Baukastensystem auf der Grundlage einer funktionalen Ausschreibung in modularer Bauweise, welches bundesweit zur Deckung des Bedarfs an Unterkunftsgebäuden Anwendung finden soll“ heißt es dazu in einer Vereinbarung zwischen Hessen und dem Verteidigungsministerium, die im Anschluss an das Spitzengespräch von Finanzminister Schäfer und Staatssekretär Tauber am 28. Oktober 2019 unterzeichnet wurde.

Baubeginn in Schwarzenborn Mitte 2020

Der Beginn der Bauarbeiten des Pilotprojekts in Schwarzenborn ist für Mitte 2020 geplant. Dort sollen Unterkünfte für rund 400 Soldatinnen und Soldaten entstehen.

Weitere Unterkünfte sollen an den Standorten Frankenberg/Eder, Fritzlar, Kassel, Pfungstadt und Stadtallendorf folgen.

Modulkombinationen ergeben das Haus

So soll das Baukastensystem funktionieren: Ein Unterkunftsraum inklusive eines Bades wird als Raummodul hergestellt, transportiert und mit anderen Raummodulen vor Ort zu einem Gebäude zusammengefügt. Eine vorgehängte Verkleidung bildet die Fassade und wird nach Montage der Raummodule angebracht. Gleiches gilt auch für das Dach.

Für das jeweilige Projekt verkürzt sich aufgrund des hohen Vorfertigungsgrades die Bauzeit. Durch die wiederholte Anwendung können Planungsaufwand und Kosten reduziert werden.

Partner der Bundeswehr

Partner der Bundeswehr in Hessen sind zwei dem Finanzministerium nachgeordnete Behörden: der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen sowie die Oberfinanzdirektion mit ihrer Bauabteilung.

(red)



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