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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Waldarbeiten für die Nachhaltigkeit

Für die Bürger*innen der Region bieten die Waldflächen des Chattengaus unentbehrliche Möglichkeiten zur Erholung. Foto: Paavo Blafield | nh
Für die Bürger*innen der Region bieten die Waldflächen des Chattengaus unentbehrliche Möglichkeiten zur Erholung. Foto: Paavo Blafield | nh

Gudensberg. Am Lamsberg, insbesondere im Umfeld des beliebten Wald-Spielplatzes, werden kranke und vertrocknete Bäume gefällt, damit von möglicherweise herunterfallenden Ästen oder umstürzenden Bäume keine Gefahr ausgeht.

Dunkle Flecken an der Rinde

Die extreme Trockenheit in den vergangenen beiden Jahren hat auch den Buchen-Beständen am Lamsberg stark zugesetzt. Zahlreiche Buchen sind vertrocknet oder erkrankt. Die geschädigten Bäume sind jedoch nicht unbedingt für jedermann auf Anhieb erkennbar, doch gibt es auch sichtbare Zeichen: Trockene Äste werden meist in der Baumkrone sichtbar. Dunkle Flecken an der Baumrinde sind Anzeichen für Krankheiten.

Daher war die Stadt Gudensberg verpflichtet, zu handeln: Die Stadt trägt die „Verkehrssicherungspflicht“. Darunter versteht man die Pflicht, eine Gefährdung der Öffentlichkeit zu vermeiden. Daher wurden kranke und vertrocknete Bäume gefällt, damit herunterfallende Äste oder umstürzende Bäume Personen auf dem Spielplatz, der häufig von Kindergartengruppen im Rahmen von Waldtagen aufgesucht wird, nicht gefährden.

Unabhängige Zertifizierung

Neue Bäume wachsen durch die natürliche Verbreitung von Samen nach. Das nennt man „Naturverjüngung“. An anderen Stellen wird nach Baumfällarbeiten auch nachgepflanzt. Das wird gemacht, wenn Naturverjüngung nicht möglich ist.

Der Wald am Lamsberg ist Stadtwald. Den Wald zu erhalten und nachhaltig zu bewirtschaften, ist Ziel der Waldbewirtschaftung der Stadt Gudensberg. Um dieses Ziel zu erreichen, haben die städtischen Gremien schon vor einigen Jahren beschlossen, die nachhaltige Waldbewirtschaftung durch eine unabhängige Zertifizierung regelmäßig überprüfen zu lassen, und zwar mit dem PEFC-Siegel.

PEFC – der weltweite Forst-TÜV

PEFC (deutsche Übersetzung: Programm für die Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen) ist die größte Institution zur Sicherstellung nachhaltiger Waldbewirtschaftung durch ein unabhängiges Zertifizierungssystem. Holz und Holzprodukte mit dem PEFC-Siegel stammen nachweislich aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiger Forstwirtschaft.

PEFC Deutschland e.V. wurde 1999 gegründet und entwickelt die Standards und Verfahren der Zertifizierung, stellt der Öffentlichkeit Informationen bereit und vergibt die Rechte am PEFC-Logo in Deutschland. PEFC ist in Deutschland das bedeutendste Waldzertifizierungssystem: Mit 7,5 Millionen Hektar zertifizierter Waldfläche sind bereits rund zwei Drittel der deutschen Wälder PEFC-zertifiziert.

(red)



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