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ABC-Schützen wieder im Straßenverkehr!

Am ersten Schultag sind die ABC-Schützen noch an ihren Schultüten zu erkennen. Doch auch später sind die Kleinen noch besonders schutzbedürftige Verkehrsanfänger. Deshalb: Runter vom Gas! Foto: nh
Am ersten Schultag sind die ABC-Schützen noch an ihren Schultüten zu erkennen. Doch auch später sind die Kleinen noch besonders schutzbedürftige Verkehrsanfänger. Deshalb: Runter vom Gas! Foto: nh

Region. Kommenden Montag sind in Hessen die Sommerferien zu Ende. Noch genügend Zeit, auch die künftigen ABC-Schützen im Hinblick auf die so wichtige Verkehrssicherheit zu stärken.

Ausgeprägter Bewegungsdrang

Ob mit den Eltern, Großeltern oder auch älteren Geschwistern: Es ist wichtig, den Weg von zu Hause zur Schule und zurück immer wieder zu üben. Speziell die Grundschülerinnen, und hier insbesondere die Schulanfängerinnen, sind als Kinder die schwächsten Teilnehmer im öffentlichen Straßenverkehr. Altersbedingt haben sie einen wesentlich höheren Bewegungsdrang als Erwachsene. Sie lassen sich leicht ablenken und reagieren oftmals unberechenbar. Neugier und spontanes Handeln verstärken dieses Verhalten, weiß Polizeihauptkommissar Reiner Lingner, Leiter der Verkehrsprävention beim Polizeipräsidium Nordhessen, durch seine langjährigen Erfahrungen zu berichten.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen

Auf Grund ihres physiologischen Entwicklungsstandes sind die Körper und das Gehirn der Kinder noch nicht in der Lage, bestimmte Prozesse wie beim Erwachsenen durchzuführen. Während beispielsweise das Blickfeld eines ausgewachsenen Menschen nahezu 180 Grad umfasst, ist dieses beim Kind auf Grund eines noch engen Augenstandes stark eingeschränkt. Der Raum Straße kann somit nur selektiv wahrgenommen werden. Auch die geringere Körpergröße der Kinder bedingt, dass sie nur bis zu einer begrenzten (Augen-)höhe den Verkehrsraum visuell erfassen können.

Kinderkommissar Leon ist seit Jahren bei der Hessischen Polizei. Den Schulanfängern hilft er jetzt wieder, auf dem noch fremden Schulweg sicherer unterwegs zu sein. Quelle: Polizei Hessen
Kinderkommissar Leon ist seit Jahren bei der Hessischen Polizei. Den Schulanfängern hilft er jetzt wieder, auf dem noch fremden Schulweg sicherer unterwegs zu sein. Quelle: Polizei Hessen

Zudem sind sie noch nicht in der Lage, Entfernungen und Geschwindigkeiten richtig abschätzen zu können. Der Grund hierfür ist schlichtweg in mangelnden Erfahrungen entsprechender Situationen im Straßenverkehr zu sehen. Verstärkt wird dieses Defizit durch die statische Kontur der Fahrzeuge. Tiere, wie beispielsweise ein laufender Hund, bewegen sich, ändern somit ständig ihre Umrisse und können so besser von Kindern wahrgenommen und eingeschätzt werden.

Verhalten erklären – Gefahren zeigen – Schulweg üben

Nicht zuletzt aus diesen Gründen sind Kinder besonders gefährdet. Im noch ungewohnten Straßenverkehr drohen permanent Gefahren, die sie zu bewältigen haben. Und dies besonders im städtischen Schulumfeld, wo auf breiten, mehrspurigen Straßen ein hohes Verkehrsaufkommen keine Seltenheit ist.

Daher ist es unerlässlich, stets mit den Kindern die möglichen Gefahren, die sich auf ihrem Schulweg ergeben können, zu erörtern und entsprechende Verhaltensregeln zu erklären. Auch ist der kürzeste Weg nicht immer der sicherste. Mehr Sicherheit bieten z. B. ampelgeregelte Fußgängerfurten oder Zebrastreifen. Besonders schwierige Stellen oder große Kreuzungen sollten bewusst umgangen werden.

Mit frühzeitig begonnenem Training werden die Kinder in sicherem und bewusstem Verkehrsverhalten gestärkt. Unter Hinweis auf mögliche Gefahren auf ihrem Schulweg lernen die Kleinen, diese besser einzuschätzen.

https://k.polizei.hessen.de/1764685990

(red)



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