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Das MachWerk braucht noch Werkzeuge

Für die offene Werkstatt für Jugendliche wird noch Unterstützung benötigt. Zunächst geht es darum, die noch leeren Werkzeugkisten zu bestücken. Foto: MachWerk-pexels-ono-kosuki-5974354.jpg

Homberg. Eine offene Werkstatt für Jugendliche in Homberg ist die Vision von Anna Groos, Johannes Kramarek und Julian Schmelzle. „MachWerk“ soll die Werkstatt heißen, und gemeinsam mit der Stadt Homberg machen sich die Pioniere jetzt mit einem ersten Projekt namens „Repair für Jugendliche“ an die Umsetzung.

Für junge Leute mit Lust auf Handwerk

Dabei setzen sie auf die Unterstützung lokaler Handwerksbetriebe. Noch ist das Schaufenster des ehemaligen „Schuh Schott“ in der Untergasse in Homberg (Efze) mit buntem Tape beklebt. „FreiRaumStation“ ist an der Scheibe zu lesen: ein Zeichen für einen Leerstand, der offen steht für Zwischennutzung. Doch nicht mehr lang, dann soll in der ehemaligen Orthopädiewerkstatt erneut gewerkelt werden. Zwar nicht mehr mit Hammer und Leisten – vielmehr sollen handwerklich interessierte Homberger Jugendliche einen Platz bekommen, kaputten Alltagsgegenständen ein neues Leben zu schenken.

Als erstes Projekt startet „Repair für Jugendliche“ mit einer Reparatur-Werkstatt im „MachWerk“ den Betrieb. Angeleitet von Pionier Julian Schmelzle, der Erfahrung als Werkstattleiter eines Wiesbadener Makerspace mitbringt, können Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren Kleidung, Möbel, elektrische Geräte, Spielzeug, Skateboards und was eben so kaputt geht eigenhändig reparieren.

Von der Werkzeugspende zur Kooperation

Die Werkzeugkoffer des „MachWerk“ sind jedoch aktuell noch leer – und so wenden sich die Pioniere an alle Handwerksbetriebe und Privatpersonen. „Zu Beginn können wir vor allem Werkbänke, Schraubstöcke, Handwerkzeuge und Elektrowerkzeuge gebrauchen“, erzählt Julian Schmelzle. Auch andere Werkstatt-Einrichtung, Tische und Stühle helfen den Pionieren beim Start. „Wir würden uns sehr freuen, wenn aus der ersten Werkzeugspende auch langfristige Kooperationen entstehen. Denn wir sehen im „MachWerk“ die große Chance, Jugendliche und potentielle Arbeitgeber miteinander in Kontakt zu bringen“, erklärt Johannes Kramarek.

Das ehemalige Schuhhaus Schott wurde zum FreiRaum in der Homberger Untergasse. Foto: Uwe Dittmer

Besser als eine Azubi-Messe

In der offenen Werkstatt können sich Unternehmen zukünftig mit Workshops oder Projekttagen beteiligen und so mit zukünftigen Azubis in Kontakt kommen. „Wer miteinander ein paar Nachmittage an einem Projekt geschraubt hat, lernt sich auf eine ganz andere Art kennen als bei einem Gespräch auf einer Azubi-Messe. Wir sind sicher, dass lokale Unternehmen diese Chance gern ergreifen“, ergänzt Kramarek.

„Als Stadt Homberg arbeiten wir an einer Verstetigung, auch über den Summer of Pioneers hinaus“, erklärt Bürgermeister Dr. Nico Ritz. „Wir freuen uns, dass wir diesen Impuls aufgreifen und als Teil unserer Jugendarbeit weiterführen können.“

Start Mitte November

Die offene Werkstatt ist eine Initiative des Summer of Pioneers in Trägerschaft der Stadt Homberg. Das Projekt „Repair für Jugendliche“ wird gefördert durch das Sozialbudget des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, durch die Arbeitswelt Hessen und den Schwalm-Eder-Kreis.

Der Start der Reparatur-Werkstatt „Repair für Jugendliche“ im „MachWerk“ in der Untergasse 6 ist für Mitte November geplant. Handwerksbetriebe und Privatpersonen, die die Idee mit Material oder Fachwissen unterstützen möchten, können sich sehr gerne bei den Pionieren unter info@machwerk-homberg.de melden.

(red)




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