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WM- & EM-Training unter südlicher Sonne

Vivian Groppe und Luis André (beide MT Melsungen) hoffen auf eine Nominierung für die U20-WM bzw. U18-EM. Foto: nh

Melsungen. Vom 4. bis 7. Juli ist Jerusalem (Israel) Gastgeber der U18-Europameisterschaften, ehe vom 1. bis 6. August in Cali (Kolumbien) die weltbesten Nachwuchs-Athleten bei der U20-WM zusammenkommen.

Sprinter-Lager und Werfer-Mekka

Für diese Meisterschaften plant der Deutsche Leichtathletik-Verband mit den Melsunger Athleten Vivian Groppe (Sprint) und Luis André (Kugel/Diskus). Die beiden Jugendlichen erhielten zur Vorbereitung auf diese Großereignisse eine Einladung zu einem 14-tägigen wetterunabhängigen Trainingslager nach Makarska (Kroatien) bzw. in das Werfer-Mekka Monte Gordo in Portugal.

Diese Trainingsmaßnahme unter südlicher Sonne ist ein wichtiger Baustein vor dem Saisoneinstieg und soll nicht nur zur Leistungssteigerung beitragen, sondern auch als Motivationsschub für das alltägliche Training dienen. Außerdem können sich die jungen Athleten unbelastet von der Schule voll und ganz auf ihren Sport konzentrieren und deutlich höhere und intensivere Umfänge trainieren als Zuhause.

Im Nationaltrikot nach Cali

Für Vivian Groppe, die seit Oktober 2021 dem Nationalkader NK1 angehört, dem höchsten Jugendkader im Deutschen Leichtathletik-Verband, ist dieses Jahr eine besondere Herausforderung. Die deutsche U18-Meisterin über 200 Meter ist voller Optimismus und hat auch eine klare Zielvorstellung: „Da ich dem WM-Kader angehöre, darf ich mir auch Hoffnung auf eine Nominierung machen. Es gibt kaum Möglichkeiten, im Nationaltrikot für Deutschland zu starten“, sagte die 17-Jährige, die bereits in der Halle keinen Zweifel daran ließ, dass sie nach Cali will.

Bereits zum Auftakt der Hallensaison gab es für sie im Dezember 2021 zwei Bestzeiten, als sie in Dortmund die 60 Meter in 7,69 und die 200 Meter aus dem Training heraus in 25,04 Sekunden zurücklegte. Bei den deutschen Hallenmeisterschaften sollten die nächsten Bestzeiten folgen, aber das MT-Sprinttalent konnte nicht starten, weil sie durch eine Corona-Infektion ausgebremst wurde.

Die deutsche U18-Meisterin über 200 Meter ist voller Optimismus und hat auch eine klare Zielvorstellung: „Ich möchte an der WM in Kloumbien teilnehmen“. Foto: nh

Drucksituation in Mannheim

Für die mehrfache hessische Jugendmeisterin ist der Einstieg in die WM-Saison am 30. April in Walldorf/Baden geplant. Eine Woche später nimmt sie am DLV-Staffel-WM-Lehrgang in Pliezhausen teil. Für den 28. Mai hat Trainer Alwin Wagner bei der Kurpfalz-Gala in Weinheim die erste diesjährige 100 m-Zeit unter 12 Sekunden als Ziel ausgegeben. Nach dem nächsten DLV-Staffel-WM-Lehrgang in der 22. Kalenderwoche in Regensburg, ist für Vivian Groppe am 11. Juni in Wetzlar eine 200 m-Zeit unter 24,30 Sekunden geplant.

Den ersten diesjährigen Höhepunkt für die schnellste Läuferin im Schwalm-Eder-Kreis wird die Junioren-Gala am 2. und 3. Juli in Mannheim sein. Bei diesem hochkarätigen Meeting werden die acht schnellsten deutschen Sprinttalente gegen starke ausländische Konkurrenz antreten. Zwei Tage lang wird auch der Bundestrainer darauf achten, wie die deutschen WM-Kandidatinnen mit dieser Drucksituation fertig werden. Die endgültige Nominierung für Kolumbien wird allerdings erst einen Tag nach den DLV-Jugendmeisterschaften (15. bis 17. Juli in Ulm) bekannt gegeben.

Auf dem Weg zu alter Stärke

Nachdem im Vorjahr eine nicht vorhersehbare Impfreaktion Luis André ausbremste und ihm bei den DLV-U18-Meisterschaften in Rostock die ersehnten Medaillen im Kugelstoßen und Diskuswerfen gekostet hatten, hofft das Melsunger Leichtathletik-Ass im Sommer auf einen Start in Israel bei der U18-EM.

Bereits im Januar hatte der 16-Jährige bei den Landes-Hallentitelkämpfen im Kugelstoßen und bei den Winterwurfmeisterschaften die Goldmedaillen anvisiert, aber ein schwerer Trainingsunfall zu Beginn des Jahres ließ weder einen Wettkampf noch das Training zu. Nachdem der DLV-Kaderathlet nach sechs Wochen wieder schmerzfrei war, nahm er am 20. Februar an den deutschen Winterwurfmeisterschaften im Diskuswerfen teil und belegte trotz dieser langen Trainingspause mit 49,42 m den vierten Platz. Kurze Zeit später musste er nach einem positiven Antigen-Coronatest erneut für drei Wochen mit dem Training aussetzen.

Auch Luis André ist zuversichtlich und möchte bei der U18-EM im Kugelstoßen und Diskuswerfen starten. Foto: nh

Jetzt soll der Weg zu alter Stärke über das Trainingslager in Monto Gordo (Portugal) führen, wo er sich gemeinsam mit der starken Konkurrenz die entsprechende Form für die Qualifikationswettkämpfe holen möchte. „Ich bin heiß auf die neue Saison und bin optimistisch, dass ich die EM-Normen erreichen und nominiert werde. Außerdem strebe ich bei den deutschen U18-Meisterschaften in Ulm zwei Medaillen an“, sagte der 17-Jährige, der seit Herbst 2021 das Sportgymnasium in Chemnitz besucht und dort unter DLV-Nachwuchstrainer Christian Sperling trainiert.

Waldorf wird erster Prüfstein

Der Einstieg für die EM-Saison ist für den DLV-Kaderathleten für den 30. April in Walldorf/Baden vorgesehen. Der mehrfache hessische Schülermeister hofft auf eine 50 m-Diskuswurfweite und eine Bestleistung im Kugelstoßen. Weitere Rekorde soll es am 21. Mai beim Halleschen Werfertag und eine Woche später beim Werfertag in Thum (Sachsen) geben. Den ersten Höhepunkt gibt es am 18. Juni bei der U18-Gala in Walldorf. Bei diesem Wettkampf muss Luis André mindestens Zweiter werden und die EM-Normen (Kugelstoßen = 18,50 m und Diskuswerfen = 56,00 m) erfüllen, um für die U18-EM in Israel nominiert zu werden.

(ajw)



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