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Dickere Lohntüten für Grüne Daumen

Pflastern, pflanzen, pflegen: Wer in Gärten und Parks, auf Sportplätzen und Friedhöfen arbeitet, kann jetzt auf eine dickere Lohntüte hoffen, so die IG BAU. Foto: Tobias Seifert| IG BAU

Region. Der neue Stundenlohn für die Arbeit im Garten und in Parks liegt jetzt bei 18,87 Euro. Wer einen „grünen Daumen“ hat, dem winkt eine dickere Lohntüte. Für die Arbeit in Gärten und Parks, auf Sportplätzen und Friedhöfen im Schwalm-Eder-Kreis gibt es in zwei Etappen mehr Geld.

Erstes Lohnplus schon im Juli

Der Lohn im Garten- und Landschaftsbau steigt in diesem und im kommenden Jahr in zwei Schritten um 9,8 Prozent. Das teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit. Auch Azubis profitierten davon. Das erste Lohn-Plus von 5,9 Prozent gebe es bereits in diesem Monat, Juli 2023. Außerdem erhalten Beschäftigte der „grünen Branche“ in 2023 und 2024 noch eine Inflationsausgleichsprämie von je 250 Euro, so die Gewerkschaft.

„Für einen Gärtner bedeutet das bei einem Vollzeit-Job am Monatsende gut 180 Euro mehr im Portemonnaie“, sagt Klaus Michalak. Der Vorsitzende der IG BAU Nordhessen spricht von einem „kräftigen und verdienten Lohnzuschlag für harte Arbeit, die in den Wind- und Wetter-Jobs“ geleistet werde. Der Stundenlohn für Fachkräfte liege jetzt bei 18,87 Euro. Bereits im Sommer des kommenden Jahres steige er auf 19,61 Euro.

Mutig auf den Chef zugehen

Wer das zusätzliche Geld, das die IG BAU für die Beschäftigten am Tariftisch herausgeholt hat, nicht bekommt, dem rät Klaus Michalak, „mutig auf den Chef zuzugehen: Die ‚grüne Branche‘ sucht immer fittes Personal. Von den 51 Betrieben der Branche im Schwalm-Eder-Kreis dürften die, die nicht im Arbeitgeberverband sind und deshalb auch den Tariflohn nicht bezahlen, Schwierigkeiten haben, ihre Leute zu halten“.

Insgesamt seien rund 250 Menschen im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau im Schwalm-Eder-Kreis beschäftigt. Eine Lohn-Beratung gibt es vor Ort bei der IG BAU Nordhessen: 05 61 – 10 37 21 oder kassel@igbau.de.

(red)



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