André mischt mit beim Nachwuchssportfest
Mannheim. Am Wochenende findet das 30. Jubiläum der Junioren-Gala in Mannheim statt. Dieses internationale Meeting mit Athleten aus 24 Nationen ist als das größte Nachwuchssportfest der Welt bekannt. Hier messen sich die geförderten Talente des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) mit den Spitzenathleten aus dem Ausland.
Selbst aus Brasilien und Neuseeland reisten die Nachwuchsathleten an und versuchen sich für die U20-WM zu qualifizieren. Auch viele DLV-Athleten träumen davon, in vom 27. bis 31. August in Lima (Peru) dabei zu sein. Obwohl die Startplätze (zwei Athleten pro Nation und Disziplin) erst bei den Deutschen U20-Meisterschaften in Koblenz (26. bis 28. Juli) vergeben werden, bietet Mannheim eine wichtige Gelegenheit, sich zu präsentieren und zu beweisen.

Noch hinter den Erwartungen zurück
Luis André (MT Melsungen) hatte sich zu Saisonbeginn für den Sommer ein großes Ziel gesetzt. Dafür besucht er seit drei Jahren das Leistungssport-Gymnasium in Chemnitz, wo er sich unter den Augen des Bundestrainers akribisch vorbereitet. Er wollte bereits im Mai die Norm für die U20-WM abhaken, doch er blieb mit seinen Wettkampfweiten zwischen 16 und 17 Metern weit hinter den Trainingsleistungen und somit auch hinter den Erwartungen zurück.
Am Samstag tritt der Zwei-Meter-Riese nicht nur gegen die deutsche Elite an, sondern auch gegen Ludvig Fredmann (Schweden 17,71 m) und Jacob Sederholm Hoff (Norwegen, 16,61 m). Da nur acht Athleten gemeldet sind, kommen alle in das Finale und haben somit sechs Versuche. Während Georg Harpf (München) mit 20,02 Metern und Shaun-Paul Fritzsche (Zwickau, 18,68 m) die WM-Norm bereits erfüllt haben, hofft Diskuswerfer Kelson De Carvolho (Steinlach-Zollern, 18,12 m) auf einen Stoß jenseits der WM-Norm (18,50 m).
Diesmal will er’s wissen
Von dieser Marke ist Luis noch weit entfernt. „Ich habe mich diese Woche gut in Kienbaum auf die Junioren-Gala vorbereitet und bin in der Lage, sehr weit zu stoßen“, sagte der 19-Jährige vor seiner Anreise nach Mannheim. Doch diese Ankündigung machte Luis, der vor zwei Wochen sein Abitur mit der Note 1,2 absolvierte, schon mehrmals. Aber bisher konnte er seine Ankündigungen nie umsetzen.
Den Druck hält er aus
Die Angst vor dem Versagen und das beklemmende Gefühl, sein Potenzial erneut nicht abrufen zu können, werden ihn auch in Mannheim begleiten und bei diesem wichtigen Wettkampf belasten. Doch diesen immensem Druck muss der talentierte MT-Athlet, der im Jahr 2020 die deutsche U16-Bestenliste mit 18,08 Metern vor Georg Harpf (17,01 m) und Shaun Paul Fritzsche (15,91 m) souverän anführte, unbedingt ablegen, um in Mannheim bestehen zu können. Mit seiner Leistung von 17,30 m, die er im Januar konkurrenzlos in Melsungen erzielt hatte, belegt Luis hinter dem ein Jahr jüngeren Maximilian Neukirchen (Bayer Uerdingen, 17,64 m) Rang sechs in der Meldeliste.
Drücken wir ihm die Daumen, dass es am Samstag um 14.00 Uhr klappt!
(ajw)



