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Bronze für Niclas Dittmar und Laurens Albers

Friedberg. Die hessischen U20-Meisterschaften, die am Wochenende auf dem Burgfeld in Friedberg stattfanden, boten Einblicke in den aktuellen Stand der Leichtathletik-Jugend im Landesverband. Zwar war ein Großteil der besten Nachwuchsathleten bei den zeitgleich in Mönchengladbach stattfindenden deutschen U18- und U23-Meisterschaften im Einsatz, doch die Veranstaltung in Friedberg brachte dennoch bemerkenswerte Leistungen hervor.

Bei der Siegerehrung konnte sich MT-Leichtathlet Niclas Dittmar auf das dritte Podest stellen. Foto: N.N. | MT Melsungen

Trotz wechselhaften Wetters mit Wolken, Wind und Regen, das nicht den typischen Juli-Temperaturen entsprach, gab es bei diesen Titelkämpfen auch viele erfreuliche Momente. Dazu gehörte der reibungslosen Ablauf dieser Meisterschaften, zu dem sicherlich die gute Vorarbeit des Ausrichters beigetragen hatte. Aus Melsunger Sicht überzeugten Niclas Dittmar und Laurens Albers (beide MT Melsungen) mit je einer Bronzemedaille über 400 bzw. 800 Meter.

Niclar Dittmar durchläuft die erste Kurve. Später mangelte es ihm nach eigenen Worten allerdings an der Tempohärte. Foto: N.N. | MT Melsungen

Entscheidung im dritten Lauf

Am ersten Meisterschaftstag ermittelten 14 Langsprinter ihre Medaillengewinner über 400 Meter. Nachdem sich im ersten von drei Zeitendläufen Nathan Appel (Eintracht Frankfurt) mit 55,17 Sekunden durchgesetzt hatte, wurde diese Zeit im zweiten 400m-Lauf von Lenard Figge (Jahn Treysa) pulverisiert. Der vielseitige Athlet aus Schwalmstadt setzte sich mit persönlicher Bestzeit von 52,60 Sekunden vor Justus Wüsten (Gießen, 53,32 sec) an die Spitze. So musste der dritte Lauf die Entscheidung bringen.

Niclas Dittmar, der in Gotha seine Jahresbestzeit von 52,82 Sekunden aufgestellt hatte, startete in diesem Finale auf Bahn drei. Unmittelbar hinter ihm wartete Theo Mercker (SG Egelsbach) mit einer Bestzeit von 52,69 Sekunden in seinem Block auf den Startschuss. Auf Bahn vier startete Alexander Schön (Eintracht Frankfurt), der große Favorit, der mit 49,99 Sekunden, die er am 01. Mai in Darmstadt erzielt hatte, als einziger 400m-Läufer unter 50 Sekunden blieb.

Vor A. Schön lauerte mit Eric Schmerler (TV Groß-Gerau) ein weiterer Medaillenkandidat, der die 400 Meter bereits in 51,22 Sekunden zurückgelegt hatte. Auf Bahn sechs lief Jan de Weerth, ein weiteres Talent aus der Frankfurter Medaillenschmiede. Außer Wertung startete auf der Innenbahn Johannes Bauer (Mainz), gemeldet mit 50,72 Sekunden. Er wollte die Norm für die DLV-U20-Meisterschaften (50,50 sec) laufen.

Zu wenig Tempohärte

Es herrschte Totenstille im Stadion als der dritte Zeitendlauf gestartet wurde. Ausgangs der ersten Kurve zogen Schön, Schmerler und auch Bauer stark an und lagen nach der Hälfte der Strecke klar in Front. Als die Läufer auf die Zielgeraden kamen, hatte Niclas Dittmar, der sich das Rennen glänzend eingeteilt hatte, den Mainzer bereits überholt. Aber auf den letzten 50 Metern konnte er den Rückstand auf Schön (50,73 sec.) und den Zweiten Schmerler (51,12 sec.) nicht mehr verringern. Aber mit der neuen Bestzeit von 51,69 Sekunden – fast eine Sekunde schneller als bisher – belegte Niclas den dritten Platz und wurde bei der Siegerehrung mit der Bronzemedaille ausgezeichnet.

Laurens Albers konnte sich eine Bronze-Medaille sichern. Foto: Klaus Peters

„Mir fehlte auf den letzten Metern die Tempohärte“, sagte er nach seiner zweiten Bronzemedaille in diesem Jahr. Nachdem Theo Mercker nach 52,66 Sekunden ins Ziel kam, freute sich Leonard Figge, denn mit seinen 52,60 Sekunden lag er in der abschließenden Ergebnisliste überraschend auf den vierten Rang.

Am zweiten Meisterschaftstag erfüllte Laurens Albers im 800m-Finale die in ihn gesetzten Erwartungen und sicherte sich hinter Benedikt Hoffmann(Wiesbaden, 1:53,05 Min.) und Ayoub Jaafar (Karben, 1:53,11 Min.) mit neuer persönlicher Bestzeit von 1:58,13 Minuten die Bronzemedaille. Mit einem starken Finish verwies der hessische 5000m-U20-Meister den Altenstädter Jna Kjell Credner (1:59,34 Min.) auf den vierten Platz.

Bänderdehnung macht Hoffnung zunichte

Luis Andre, der in Friedberg für die MT Melsungen Gold und Silber gewinnen sollte, reiste gar nicht in die Wetterau, denn seit fast drei Jahren kämpft er mit einer Pechsträhne, die nicht enden will.

Beim Abschlusstraining für diese Meisterschaften trat er nach einem seiner ersten Drehstöße beim Umsprung so unglücklich auf die rechte Seite des Stoßbalkens, dass er umknickte. Sofort schwoll sein Fuß an und der plötzliche Schmerz zwang ihn, das Training abrupt zu beenden. Alle Hoffnungen auf eine erfolgreiche Meisterschaft wurden durch die Diagnose „starke Bänderdehnung“ schlagartig zunichte gemacht.

Trotz dieses Rückschlags bleibt der 19-Jährige fest entschlossen, an seinen Zielen zu arbeiten und bei den nationalen Meisterschaften in drei Wochen in Koblenz an den Start zu gehen. Deshalb werden die nächsten beiden Wochen eine große Herausforderung für ihn sein, da er sich von der Verletzung erholen und gleichzeitig seine Form bewahren muss. Aber Luis hat schon oft bewiesen, dass er ein Kämpfer ist.

(ajw)




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