Ausstellung „Kleinstadt im Wandel“ eröffnet
Homberg (Efze). Die Stadt Homberg (Efze) hatte zur Ausstellungseröffnung „Kleinstadt im Wandel“ in die Wandelgalerie im KOCHS eingeladen und über 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen. Dort begrüßten sie die Erste Stadträtin Claudia Ulrich und der für die Ausstellung zuständige Fachbereichsleiter Markus Staedt.

Die 29 Schautafeln und 18 Masterarbeiten als Ideen für einen Umbau des Feuerwehrgebäudes animierten die Eröffnungsbesucher im KOCHS zu angeregten Gesprächen. Foto: Uwe Dittmer
Dabei gab Markus Staedt einen Überblick über das, was bisher in der ersten Stufe des Förderprojektes „Wandelpfad“ geschah. Hier stand die Entwicklung des Wandelpfads mit Stadtspaziergängen zu Wandelorten im Mittelpunkt.
29 Thementafeln regten zu Gesprächen an
Diese Orte des Wandels und noch mehr wurden jetzt auf 29 Tafeln in der Ausstellung gezeigt. Die Etablierung des KOCHS (Untergasse 14) spielt hierbei als Ort für Ausstellungen, Treffen, Seminare, Workshops und als Stadtlabor für Ideen und die Pop Up Bar, die Pop Up Bücherei und als Ort für die Gemeinwesenarbeit eine zentrale und wichtige Rolle. Außerdem soll quasi nebenan ein neuer Stadtzugang entstehen.
Im KOCHS wurden auch die 18 Masterarbeiten als Ideen für einen Umbau des Feuerwehrgebäudes durch die 40 Studierenden der Universität Heidelberg unter Leitung von Prof. Marc Kirschbaum ausgestellt. Erste, neue und frische Ideen, was zukünftig aus der in einigen Jahren nicht mehr genutzten Feuerwache werden könnte.
Vier Pilotprojekte ausgewählt
Das „Wandelpfad“-Projekt kam so gut an, dass die Stadt Homberg (Efze) sich gleich für das Folgeprojekt „Kleinstadt im Wandel“ der Nationalen Stadtentwicklungspolitik (NSP) des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen beworben hat. Das Bundesinstitut des Bauministeriums hatte in der zweiten Runde sodann 4 Pilotprojekte ausgewählt:
Neckarinsel Stuttgart –-PROOJEKT POOL. Neue Partnerschaften für einen wassersensiblen Wandel;
Nürnberg – Was wäre, wenn …? Eine Stadt spielt die Utopie! Neue Perspektiven für die Klima-Quartiersentwicklung;
Neuruppin – Dein Park, deine Stadt – Kooperation und Offene Räume als Wegbereiter des Wandels in Stadt und Gesellschaft und
Homberg – Von der Kleinstadt zur Wandelstadt – Wandel gemeinsam gestalten – Mitreden, Mitwissen und Mitgestalten“.
Dabei sollen am Ende des Folgeprojekts die Ergebnisse aus Homberg (Efze) anderen Städten zur Verfügung gestellt werden, um mit diesen Erfahrungen auch ihre Stadt resilienter für den Wandel zu machen.
Zwischen Altstadt und Freiheit
Das Ziel der Ausstellung beschrieb Markus Staedt so: „Anhand konkreter innovativer Projekte an Wandelorten soll eine gemeinsame, nachhaltige und behutsame Stadtentwicklung sichtbar und erlebbar gemacht werden, die zum Mitmachen anregt.“ Ziel sei es, viele Akteure für das Folgeprojekt „Kleinstadt im Wandel“ zu gewinnen und einzubinden, gemeinsame Veranstaltungen und Workshops zu entwickeln und durchzuführen. Als nächste Schritte skizzierte Staedt das Anbieten von Freiraumstipendien in leerstehenden Ladenlokalen, um dem Strukturwandel Rechnung zu tragen und entgegenzuwirken. Dabei ginge es ganz konkret um die Wiederbelebung des Mikroquartiers Rosental/Untergasse, die Schaffung und Verbesserung der Quartierzugänge mit neuen Nutzungen der Feuerwache zwischen den Quartieren Altstadt und Freiheit.
Es geht weiterhin um das neue Wohnen in den alten Häusern im Quartier an der Mauer, welches auch in der Ausstellung zu sehen ist. Und es geht um die Frage, welche Erfahrungen können nutzbar gemacht werden, um klimafreundliches Wohnen möglich zu machen? Dabei soll mit Hilfe von Kooperationen mit Schulen und dem Klimarat konkrete Nachhaltigkeitsprojekte entwickelt werden.
Mitgestalten und Mitmachen
Desweiteren sind zwei weitere Ausstellungen, Impulsvorträge und Workshops geplant. Zusätzlich soll ein Wandelrat ins Leben gerufen werden, der als Netzwerk zwei- bis dreimal in Kombination mit Veranstaltungen zu Wandelthemen tagen wird. Bei alldem sind das Mitgestalten und Mitmachen die maßgeblichen Faktoren, um den Wandel in der Stadt Homberg (Efze) erfolgreich zu gestalten.
Die guten Gespräche und Resonanzen auf die Ausstellung zeigen, dass die Stadtgesellschaft auf einem guten Weg ist und die Ausstellung ihr Ziel schon erreicht hat, zuerst zu informieren, dann zu animieren, neue Ideen auszusprechen.

Kürzlich eröffnet, ist die Ausstellung »Kleinstadt im Wandel« noch bis Donnerstag, 28. November in der Homberger Untergasse 14 zu sehen. Foto: Uwe Dittmer
Die Ausstellung
Die Ausstellung „Kleinstadt im Wandel“ zeigt die Orte des Wandels noch bis zum 28. November 2024 zu den folgenden Öffnungszeiten:
Mo.-Mi. 10.00-13.00 Uhr
Do.-Fr. 13.00-18.30 Uhr
im KOCHs, Untergasse 14.
(di)



