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FDP im Gespräch über Zukunft der Gastronomie

Schwalmstadt. Der Rosengarten in Schwalmstadt ist mehr als nur ein Restaurant und Hotel. Seit über 400 Jahren ist er ein Ort der Begegnung, an dem Geschichte geschrieben wurde. Doch auch in der heutigen Zeit werden dort die Weichen für die Zukunft gestellt – vor allem für die Gastronomiebranche, die derzeit mit gewaltigen Herausforderungen kämpft.

Von links: Mirja Brunnendorfer, Andreas Rethagen, Lothar Schmidt, Bernd Rösch, Dr. Constantin Schmitt, Wiebke Knell und Christiane Rösch haben über die Zukunft der Gastronomie diskutiert. Foto: N.N. | FDP Fraktion Hessen

Von links: Mirja Brunnendorfer, Andreas Rethagen, Lothar Schmidt, Bernd Rösch, Dr. Constantin Schmitt, Wiebke Knell und Christiane Rösch haben über die Zukunft der Gastronomie diskutiert. Foto: N.N. | FDP Fraktion Hessen

Dies war der Rahmen, in dem Wiebke Knell, Fraktionsvorsitzende der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, und Andreas Rethagen, Bundestagskandidat der FDP für den Wahlkreis Schwalm-Eder, mit Lothar Schmidt, Geschäftsführer des Rosengartens, sowie Vertretern der FDP Schwalmstadt, intensiv über die Zukunft der Branche sprachen.

100 Tage-Sofortprogramm der FDP

Bei einem gemeinsamen Austausch wies Schmidt auf das Ergebnis der DEHOGA-Umfrage aus dem Januar dieses Jahres hin. Demnach bangen über 40 % der speisengeprägten Gastronomiebetriebe um ihre Existenz, und jeder dritte Betrieb befürchtet, 2025 in die Verlustzone zu rutschen. Der Hotelier mahnte die Liberalen eindrücklich, sich für eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf Speisen auf dauerhaft 7 % einzusetzen.

Knell stimmte zu und ergänzte: „Besonders die Gastronomen brauchen direkt nach der Bundestagswahl ein ganz klares Signal! Wir Freie Demokraten haben deshalb vor wenigen Tagen ein 100-Tage-Sofortprogramm vorgelegt. Darin fordern wir, den Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie von 19 auf 7 Prozent zu reduzieren. 23 Mitgliedstaaten der EU haben bereits einen reduzierten Umsatzsteuersatz für Speisen in der Gastronomie eingeführt – hier muss Deutschland nachziehen. Daneben werden wir den Einkommensteuer-Grundfreibetrag um 500 Euro erhöhen, damit Angestellte mehr Netto vom Brutto haben. Zusätzlich wollen wir Mehrarbeit gezielt belohnen, indem wir Überstundenzuschläge bei Vollzeitarbeit steuerfrei machen.“

Weitreichender Bürokratieabbau

Rethagen, der selbst als Unternehmer tätig ist, führte weiter aus: „Die Gastronomiebranche hat in den letzten Jahren erheblich unter den Auswirkungen von Corona und des Ukraine-Krieges gelitten. Auch heute müssen die Betriebe mit enorm gestiegenen Energiepreisen, erheblichen Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Personalengpässen kämpfen. Die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes in der Gastronomie ist daher dringend notwendig, aber es braucht mehr als das! Gastronomen sowie kleine und mittlere Unternehmen müssen sich Jahr für Jahr mit immer mehr Berichts- und Dokumentationspflichten herumschlagen und können sich immer weniger auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Ich kämpfe daher für einen weitreichenden Bürokratieabbau und ein dreijähriges Moratorium, während dessen keine neuen Regularien eingeführt werden dürfen, die zusätzliche bürokratische Hürden schaffen.“

Viele Besitzer, namhafte Gäste

Der Rosengarten blickt auf eine lange und facettenreiche Geschichte zurück. Vor über 400 Jahren am Eingang der Wasserfestung Ziegenhain errichtet, wechselte das Haus nicht nur mehrfach seine Funktion und Besitzer, sondern empfing auch zahlreiche prominente Gäste. Unter ihnen waren US Generäle, aber auch bekannte Persönlichkeiten wie Petra Kelly, Mike Krüger oder Bundeskanzler Willy Brandt.

FDP Fraktion Hessen
red



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