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Feuerwehr übt Großtierrettung

Gilserberg. In den Leitstellen von Feuerwehren heißt es gelegentlich auch: Tiere retten! Dabei geht es nicht nur um die Katze auf dem Baum. Die Zahl der Einsätze, in denen große Tiere wie Pferde, Rinder, Lamas oder Esel gerettet werden müssen, steigt seit Jahren. Mal rutscht ein Pferd in einen Graben oder ein PKW mit Pferdeanhänger verunglückt; mal fällt ein Rind in die Güllegrube …

Es wird ernst: Pedro soll tierschonend und mit größtmöglicher Sicherheit für die Retter aus seiner misslichen Lage im Graben befreit werden. Foto: N.N. | Technische Großtierrettung, Aldenhoven

Es wird ernst: Pedro soll tierschonend und mit größtmöglicher Sicherheit für die Retter aus seiner misslichen Lage im Graben befreit werden. Foto: N.N. | Technische Großtierrettung, Aldenhoven

Immer mehr landwirtschaftliche Betriebe, Tierparks und Veterinärmediziner erkennen die Notwendigkeit, auf derartige Situationen gut vorbereitet zu sein.

Auch Helfer brauchen Schutz

Um bestmöglich auf einen tierischen Rettungseinsatz vorbereitet zu sein, fand am Samstag (10. Mai) für 21 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus dem Schwalm-Eder-Kreis ein Großtierrettungstraining statt. Finanziert wurde es durch das »Netzwerk Fokus Tierwohl«. Dieses bundesweite Verbundprojekt verbessert den Wissenstransfer in der Praxis, um eine tierwohlgerechte, umweltschonende und nachhaltige Nutztierhaltung zukunftsfähig zu machen.

Fürs Training wurde der 200 kg-Dummy Pedro zuvor behutsam vom Anhänger geladen und auf die Unfall-Simulation vorbereitet. Foto: N.N. | Technische Großtierrettung, Aldenhoven

Fürs Training wurde der 200 kg-Dummy Pedro zuvor behutsam vom Anhänger geladen und auf die Unfall-Simulation vorbereitet. Foto: N.N. | Technische Großtierrettung, Aldenhoven

Mit der ganztägigen Ausbildung »Technische Großtierrettung – Menschen schützen, Tiere schonen, Werte erhalten« wurden die Retter auf die besonderen Gefahren und Herausforderungen an Einsatzorten mit großen Tieren vorbereitet. Einen ganzen Tag nahmen sich die Teilnehmer des Trainings Zeit für das Thema. Im Seminarteil ging es zunächst um das Grundlagenwissen und um das sichere Personenmanagement. Denn nicht wenige Menschen setzen bei dem Versuch, einem in Not geratenen Tier zu helfen, bereitwillig und ohne Überlegung ihre eigene Gesundheit aufs Spiel. Folglich sind geeignete Einsatzstrategien sowie sichere und tierschonende Vorgehensweisen sehr wichtig.

Übung mit dem Rettungsdummy

Nach der Theorie ging es ins Gelände, um das Erlernte praktisch anzuwenden. Hierfür hatten die Trainer Lutz Hauch und Nora Hoffmann echte Herausforderungen vorbereitet. „Es ist kaum zu glauben, in welch haarsträubende Situationen sich Tiere immer wieder bringen. Schwierigste Gelände sind im Einsatz eher die Regel als die Ausnahme. Man kann die Stellung des Tieres und den Ort, wo es liegt, nicht beeinflussen.“

Bevor es zur ersten Übung ging, legten die Teilnehmer ihre PSA, die persönliche Schutzausrüstung an. Dann wurde der lebensgroße, rund 200 Kilogramm schwere Rettungsdummy Pedro in seine simulierte Notlage gebracht. Bis in den späten Nachmittag hinein spielten die Übungsteams mit Pedro verschiedenste Notlagen durch. Es galt das Pferd behutsam aus misslichen Lagen wie Gräben oder verunfallten Anhängern zu befreien, und unter Anleitung der Trainer sichere und tierschonende Großtierrettungen zu absolvieren. Dabei waren auch Spezialwerkzeuge nach internationalem Standard im Einsatz.

Die Gilserberger Feuerwehrleute übten mit den unterschiedlichsten Hilfsmitteln die Rettung von großen Tieren. Foto: N.N. | Technische Großtierrettung, Aldenhoven

Die Gilserberger Feuerwehrleute übten mit den unterschiedlichsten Hilfsmitteln die Rettung von großen Tieren. Foto: N.N. | Technische Großtierrettung, Aldenhoven

In Deutschland verfügen seit 2016 bis heute circa 600 Rettungsorganisationen über trainierte Einsatzkräfte in Mannschaftsstärke. Ca. 4.000 Personen haben an der Ausbildung der technischen Großtierrettung seit teilgenommen.

Technische Großtierrettung, Aldenhoven
red



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