Dauersperrung der Ortsdurchfahrt muss enden
Edermünde /Grifte. Die FDP-Kreistagsfraktion und die Mitglieder der FDP Schwalm-Eder fordern die Hessische Landesregierung und den Hessischen Landtag auf, die Dauersperrung der Ortsdurchfahrt für ortsansässige Betriebe und Landwirte schnellstmöglich zu beenden. Sie fordern, eine Machbarkeitsstudie für die Ortsumgehung.

Eine Abordnung der FDP im Landkreis traf sich zu einem Ortstermin in Edermünde-Grifte. Es ging um die Verkehrssituation in der Ortsdurchfahrt. Foto: N.N. | pm, FDP Schwalm-Eder
Die Landesregierung verspreche diese Ortsumgehung seit mehr als einem Jahrzehnt. In der Machbarkeitsstudie sei auch den von der Gemeinde Edermünde befürchteten Hochwasserproblemen Rechnung zu tragen.
Umgehungsverkehr und Umwege für Landwirte
Bei einem Ortstermin mit Anwohnern und Bürgerinitiative machten sich die Politiker ein Bild von der Situation und sprachen mit Betroffenen. Die Situation habe sich durch die Geschwindigkeitsbegrenzungen und die durchgängige Befahrbarkeit der A 49 zwar leicht verbessert. Probleme bereiteten aber weiterhin der Umgehungsverkehr um die Bergshäuser Brücke und, dass vor allem Landwirte Umwege zu ihren Feldern fahren müssten, so die BI.
„Die Verkehrssituation in der Region ist ein wichtiger Aspekt für die Bürgerinnen und Bürger“, so der liberale Kreisvorsitzende Nils Weigand. „Wir fordern die Landesregierung und den Landtag auf, dass sie sich um die Verbesserung der Verkehrssituation kümmern und die Interessen der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigen.“
Gemeinsam initiativ werden
Die FDP fordert zudem die Aufnahme von Verhandlungen der Landesregierung mit dem Bundesverkehrsministerium, um zu prüfen, ob die Ortsumgehung von Grifte in der Baulast des Bundes erfolgen kann, um damit eine Entlastung der A 44 zu erreichen. Mit Nachdruck solle die Landesregierung sich dafür einsetzen, dass die ab 2028 zu ersetzende Bergshäuser Brücke zumindest zunächst vierspurig gebaut werde. Damit könne im jetzigen Umfang die Verkehrssituation aufrechterhalten werden. Um das zu erreichen, sollten Landrat, Kreisausschuss und Landtagsabgeordnete aus Schwalm-Eder-Kreis sowie Stadt und Land Kassel gemeinsam und parteiübergreifend im Hessischen Landtag initiativ werden.
„Es muss hier dringend etwas geschehen, um einen Verkehrsinfarkt in Nordhessen zu vermeiden. Dies wird passieren, wenn die Bergshäuser Brücke und auch das Brückenbauwerk Grifte versagen“, meint Dr. Ralf-Urs Giesen, Fraktionsvorsitzender der FDP im Kreistag.
FDP-Kreisverband Schwalm-Eder
red



