Feuerwerk-Importe um 62,6 % gestiegen
Wiesbaden. In diesem Jahr sind die Importe von Böllern, Raketen und Co. nach Deutschland stark gestiegen. Im Zeitraum Januar bis September 2025 wurden mehr als 42.400 Tonnen Feuerwerkskörper nach Deutschland importiert. Das waren 62,6 % mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.

Die Feuerwerksimporte vornehmlich aus China sind laut Statistischem Bundesamt deutlich gestiegen. Der Jahreswechsel dürfte also wieder recht laut werden. Foto: Alexander Fox | PlaNet Fox / Pixabay
In den ersten drei Quartalen 2024 wurden 26.100 Tonnen Feuerwerkskörper eingeführt. Die Feuerwerksimporte in den ersten drei Quartalen 2025 haben auch das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 (29.800 Tonnen) um 42,4 % übertroffen. In den Jahren der Covid-19-Pandemie hatte es Verkaufsverbote für Feuerwerkskörper gegeben – die Importe waren entsprechend niedrig. Seither wird mit Verweis auf Sicherheits- und Umweltschutzaspekte immer wieder über Einschränkungen für privates Feuerwerk debattiert.
Importierte fast ausschließlich aus China
Mit einem Anteil von 98 % kamen fast alle von Januar bis September 2025 eingeführten Feuerwerkskörper aus China. Die chinesischen Importe nach Deutschland machten in den vergangenen 20 Jahren durchgängig mehr als 90 % der insgesamt eingeführten Menge an Feuerwerkskörpern aus.
Demgegenüber werden Feuerwerkskörper in deutlich geringerem Umfang aus Deutschland exportiert als hierzulande eingeführt. Von Januar bis September 2025 wurden 671 Tonnen Feuerwerkskörper exportiert, das waren 28,7 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Damals wurden 941 Tonnen Raketen, Böller und Co. ausgeführt. Im Vor-Corona-Jahr 2019 wurden im Vergleichszeitraum 1 980 Tonnen Feuerwerkskörper exportiert.
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Ein Widerspruch: Meinung kontra Statistik
Die Situation bleibt indes widersprüchlich: Die Mehrheit der Bevölkerung möchte weniger oder gar kein privates Feuerwerk, gleichzeitig steigen die Importe und die Nachfrage. Das zeigt, dass zwar viele Menschen verzichten wollen, aber eine Minderheit weiterhin im großen Stil böllern will – und dadurch die Gesamtmenge der Importe hoch bleibt.
In Petitionen an die Bundesregierung forderten im Jahr 2025 bislang rund zwei Millionen Unterzeichner ein Böllerverbot. Doch genau das wurde regelmäßig abgelehnt, stattdessen setzen Städte wie Berlin, Hamburg oder Leipzig auf Verbotszonen.
Beispielsweise hat sich die Mehrheit der Beteiligten an einer Forsa-Umfrage für den Stern gegen privates Feuerwerk ausgesprochen (59 %) und ein Verbot nach niederländischem Vorbild gefordert. In Berlin sprachen sich sogar drei Viertel der Befragten für ein umfassendes Verbot aus. Eine YouGov-Umfrage kam im Oktober 2025 zum Ergebnis, dass 63 % der Deutschen Silvester ganz ohne Böller und Raketen feiern will, weitere 13 % halten es für wahrscheinlich, dass sie verzichten.
Trotzdem berichten Händler und Branchenverbände laut dem Portal t-online.de von einer anhaltend starken Nachfrage nach privatem Silvesterfeuerwerk.
ots, Statistisches Bundesamt
red



