Für mehr Teilhabe und Inklusion
Wiesbaden/ Treysa. Zahlreiche engagierte Menschen aus Hessen haben am Mittwoch in Wiesbaden für eine verlässliche Finanzierung der Eingliederungshilfe demonstriert. Mit dabei war Daniel Diebel (39) aus Schwalmstadt, Co-Vorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft SelbstAktiv im Schwalm-Eder-Kreis und ver.di-Mitglied und zudem selbst Mensch mit Behinderung.

Daniel Diebel demonstriert mit ver.di-Flagge für Teilhabe und Inklusion. Foto: N.N. | SPD Ortsverband Treysa
Seit mehr als zehn Jahren setzt Diebel sich für die Rechte und Teilhabe von Menschen mit Behinderung ein – deshalb war es für ihn selbstverständlich, an der Demonstration in Wiesbaden teilzunehmen.
Inklusion braucht eine Stimme
Schon im Juni hatten Diebel und seine Frau Pia (42) einen öffentlichen Appell an die Politik gerichtet, um auf drohende Einschnitte in der Eingliederungshilfe aufmerksam zu machen. Im August hatte Diebel an der Demonstration in Kassel teilgenommen, bei der ebenfalls der Appell #SparenNichtAnUns lautstark unterstützt wurde, um deutlich auf die Anliegen der Betroffenen hinzuweisen.
„Mir als Sozialdemokrat war es wichtig, dabei zu sein – denn Inklusion braucht eine starke Stimme und politische Unterstützung“, sagte Diebel. „Mir liegt es sehr am Herzen, dass alle Menschen teilhaben können – deshalb kandidiere ich unter anderem im kommenden Jahr bei der Kommunalwahl für das Stadtparlament in Schwalmstadt.“
Dafür erhoben die Demonstranten auch in Wiesbaden ihre Stimme: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr die Unterstützung klaut!“.
Niemanden zurücklassen
Die Kundgebung forderte Teilhabe als Menschenrecht, weniger Bürokratie, gute Rahmenbedingungen für Fachkräfte und eine langfristige Finanzierung der Eingliederungshilfe. Vertreter von Werkstätten, Betriebsräten, Mitarbeitervertretungen kirchlicher Träger und Schwerbehindertenvertretungen machten deutlich, dass die Kommunen überlastet sind und Bund sowie Land dringend handeln müssen.
Für Diebel ist klar: Eine inklusive Gesellschaft gelingt nur, wenn niemand zurückgelassen wird. „Nichts über uns ohne uns“ – dafür will er sich weiter engagieren, für die Menschen mit Behinderung in Schwalmstadt, im Kreis und darüber hinaus.
SPD Ortsverband Treysa
red



