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Warnung vor gefälschten Behördenmails

Region. Aktuell kursieren E‑Mails, die angeblich von der Universität Salamanca stammen – erkennbar an der Domain »usal.es« – und Empfänger mit vermeintlichen Hinweisen auf „mögliche Rechtsverstöße“ im Internet verunsichern sollen. Die Nachrichten wirken durch juristische Formulierungen und echte Gesetzesverweise seriös, enthalten jedoch keinerlei konkrete Angaben zu angeblichen Vorfällen.

Europol rät: Keinesfalls auf betrügerische Phishing-Mail antworten, nicht aus Neugierde etwas anklicken und auch keine persönlichen Daten preisgeben. Foto: Cup of Couple | Pexels

Europol rät: Keinesfalls auf betrügerische Phishing-Mail antworten, nicht aus Neugierde etwas anklicken und auch keine persönlichen Daten preisgeben. Foto: Cup of Couple | Pexels

Stattdessen fordern die Absender eine Stellungnahme – ein typisches Muster von Betrugsversuchen.

Einschüchterung und Datenklau

Besonders auffällig: Die verwendeten E‑Mail-Adressen bestehen aus zufälligen Zeichenfolgen und passen nicht zum angegebenen Namen des Absenders. Der Redaktion liegt eine solche E-Mail vor, die von einem Walter Bauer stammen soll, Betreff: F012A070808-09/15, Absender: iborblazrob@usal.es.

Die Universität von Salamanca verschickt keine Aufforderungen an Privatpersonen in Deutschland, sich unter Androhung von Rechtsfolgen zu irgendwelchen Sachverhalten zu äußern. Die Polizei warnt regelmäßig vor solchen Einschüchterungs-Mails. Ziel der Täter ist es, Empfänger zu einer Antwort zu bewegen und so persönliche Daten zu sammeln oder weitere Betrugsversuche vorzubereiten.

Sicherheitsbehörden warnen

Auch internationale Sicherheitsbehörden warnen seit Längerem vor ähnlich aufgebauten Betrugsversuchen. Die europäische Polizeibehörde Europol weist regelmäßig auf gefälschte „Ermittlungs‑E-Mails“ hin, in denen Kriminelle angebliche Strafverfahren vortäuschen, um Druck auf Empfänger auszuüben.

Die spanische Guardia Civil berichtet ebenfalls von Fällen, bei denen betrügerische Nachrichten mit juristischen Formulierungen und echten Gesetzesverweisen versehen werden, um Seriosität vorzutäuschen und persönliche Daten zu erlangen. Die nun aufgetauchten Mails mit Bezug zur Universität Salamanca folgen exakt diesem bekannten Muster.

Betroffene sollten nicht reagieren, keine Links öffnen und die Nachricht löschen.

Gerald Schmidtkunz


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