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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Mit Meistertitel in Selbstständigkeit oder Studium

Schwalm-Eder. „Großer Bahnhof“ in Homberg. Rund 250 Gäste, unter ihnen der hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, Handwerkspräsident Gerhard Repp sowie Kreis-, Landtags- und Bundestagsabgeordnete, Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung und zahlreiche Gäste feierten 31 neue Handwerksmeister und ehrten die Altmeister aus dem Schwalm-Eder-Kreis. Die Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder als Dachorganisation der 19 Handwerks-Innungen mit rund 1.000 Mitgliedsbetrieben hatte eingeladen.

„Elite wird im Duden als Auslese der Besten beschrieben. Heute ist Ihre persönliche Aufstiegsfeier. Sie haben allen Grund zum feiern und sich feiern zu lassen“, eröffnete Kreishandwerksmeister Frank Dittmar die Meisterfeier. Der Meisterbrief bestätige besondere Fähigkeiten, es sei weit mehr als nur eine Urkunde. Außerdem sei der Meisterbrief die Eintrittskarte in die Champions League des Handwerks und berechtige zum Selbstständig machen und zum Studium an der Universität, sagte Dittmar. Das Handwerk biete besonders für Macher eine große Chance auch in andere Bereiche vorzustoßen. Zum Beispiel durch ein Studium an Universitäten.

Mit dem Meisterbrief ist seit kurzem auch der Hochschulzugang verbunden. Hierfür sei die Landespolitik ausdrücklich zu loben. Den Praktikern werde damit eine große Tür aufgestoßen, sagte Dittmar. Tadel gab es aber auch. Mit Blick auf Berlin, sagte Dittmar, dass die Novellierung der Handwerksordnung und damit der Wegfall dieser Qualitätsverpflichtung in einigen Berufen ein großer politischer Fehler gewesen sei. Die sogenannten „liberalisierten Märkte“ sind unübersichtlicher und intransparenter geworden. Die Folge dieser Politik sei, dass solide Handwerksbetriebe, die auch ausbilden, von Dumpingangeboten in ihrer Struktur gefährdet werden. Beispielhaft nannte Dittmar die Entwicklung im Fliesenlegerhandwerk. Vor der Reform gab es 22 Fliesenlegerbetriebe und nach der Reform über 170, bei sinkender Nachfrage am Markt.

Unternehmer werden
„Kunst kommt von Können“ erklärte Hessens Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts. Daher sei er der Einladung nach Homberg auch gerne nachgekommen, um die Könner des Handwerks auszuzeichnen. Corts forderte die 31 Jungmeisterinnen und Jungmeister auf über eine Selbstständigkeit nachzudenken. Junge und qualifizierte Unternehmer würden viel mehr gebraucht, um die Zukunft erfolgreich zu gestalten. Bildung sei dabei ein wichtiger Schlüssel. „Wir müssen da eine Brücke bauen, um Handwerk und Forschung zusammen zu bringen“, sagte Corts. Es sollten aus der Forschung Produkte entstehen, die im Verbund von Hochschulen und Betrieben Marktreife erzielen. Hier liegen auch für mittelständische Handwerksbetriebe Chancen. Die Landesregierung habe sich sehr stark für den Zugang der Handwerksmeister zur Universität gemacht. Corts wünschte sich, dass sich möglichst viele Handwerker zum Studium einschreiben und ein positives Zusammenwirken aus dem Denken und dem Machen entsteht.

Gütesiegel
Musikalisch umrahmt, überbrachten der Präsident der Handwerkskammer Kassel, Gerhard Repp und Landrat Frank-Martin Neupärtl für den Schwalm-Eder-Kreis die Grüße. Präsident Repp sieht in dem Meisterbrief ein Gütesiegel auf das der Verbraucher vertrauen darf. Qualität sei auch in Zukunft das Maß der Dinge, sagte Repp und ermutigte die jungen Menschen zur Eigeninitiative. Die Handwerksorganisationen seien gute Adressen bei der Weiterbildung und der Existenzgründung. Landrat Neupärtl unterstrich die herausragende Bedeutung des Handwerks. Als größter Arbeitgeber und Ausbilder im Schwalm-Eder-Kreis, sei das Handwerk das Rückgrat der Region und ein verlässlicher Partner der Politik.

Foto oben: Minister Udo Corts (links) überreichte den neuen Meisterinnen und Meister aus dem Schwalm-Eder-Kreis ihren Meisterbrief.

Zweites Foto von oben: Katharina Wardenga aus Böddiger (Mitte) wurde beim Leistungswettbewerb der deutschen Handwerksjugend zweite Landessiegerin. Die Fachverkäuferin im Nahrungsmittelhandwerk, Fachrichtung Bäckerei, wurde in der Bäckerei Albert und Martin Klabunde in Melsungen ausgebildet. Es gratulierten Handwerkspräsident Gerhard Repp, Bäcker-Vorstandsmitglied Günter Schwarz und Minister Udo Corts.

Den Goldenen Meisterbrief für 50-jährige Meistertätigkeit erhielten (vordere Reihe) Elektromeister Heinz Winzenburg (Felsberg), Bäckermeister Egon Stübing (Homberg) und Kraftfahrzeugmechanikermeister Horst Samsa (Leimsfeld). Es gratulierten Minister Udo Corts, Kreishandwerksmeister Frank Dittmar, Landrat Frank-Martin Neupärtl und Handwerkspräsident Gerhard Repp.

Alle Fotos: Wolfgang Scholz




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