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Reste der Stadtmauer saniert

Heimatverein unterstützte Vorhaben mit 7.000 Euro gesammelten Spenden

Gudensberg. Frisch restauriert vermitteln die Teilstücke der historischen Stadtmauer am alten Friedhof seit kurzem einen guten Eindruck davon, wie imposant die Ringmauer um die Stadt Gudensberg einst gewesen sein muss. Gemeinsam mit den vom Verein der Gudensberger Heimatfreunde gesammelten Spenden in Höhe von 7.000 Euro und 4.000 Euro aus Mitteln der Denkmalpflege hat die Kommune die Reste der ehemaligen Stadtmauer fachgerecht restauriert. Die Bauarbeiten sind nun abgeschlossen.

Geschichte zu erhalten, so erklärte Bürgermeister Dr. Edgar Franke bei einer Besichtigung zum Abschluss der Arbeiten mit Heinrich Schmeißing und Dieter Giese vom Heimatverein am Dienstag, den 11. November, sei das Anliegen der Stadt. „Das Mauerwerk vermittelt uns eine Vorstellung von ehemaligen Zeiten und macht Geschichte so zum Erlebnis“, sagte Franke.

Rund sieben Meter hoch und fast einen Meter breit war das Bauwerk bei seiner Entstehung im 13. Jahrhundert. Frisch ausgefugt dokumentiert es beeindruckend, wie gut die Stadt am Fuße der Obernburg in früheren Zeiten durch das Bollwerk geschützt wurde.  Dabei sind zwei Bauphasen gut sichtbar. „Der untere, ältere Teil ist aus Basalt gemauert, der obere Teil unterhalb der Burgruine wurde einst mit Sandstein ausgebessert und ist so auch restauriert. Er entstand im Jahr 1556“, erklärte Dieter Giese vom Heimatverein.

Originalgetreu wurden die beiden Mauerabschnitte saniert. Hauptproblem der Überreste der historischen Stadtmauer waren Regenwasser und Bewuchs. Auf der Krone des Bollwerks hielt sich das Niederschlagswasser und sickerte ins Mauerwerk. Die Feuchtigkeit schädigte den Mörtel. Nun sind die Kanten der Mauer abgeflacht, so dass Regen gut abfließen kann und altes Wurzelwerk ist passé.

Seit 2005 hatten sich die Heimatfreunde für die Restauration der Teilstücke der Stadtmauer eingesetzt. Sie kreierten den Trommler, der seither als Symbolfigur nicht nur bei vielen Festen die Werbetrommel für die Sanierung schlägt, sondern in Doppelfunktion auch für Gudensbergs Lage an der Deutschen Märchenstraße wirbt. Auf diese Weise kam ein ordentlicher Betrag an Spendengeld für das Projekt zusammen.

Zusätzlich hat Dieter Giese als Mitglied der Heimatfreunde, unterstützt durch die Kreissparkasse, eine Broschüre zur Gudensberger Stadtmauer verfasst und mit eindrucksvollen Zeichnungen versehen. Das Infoheft informiert über die Geschichte der Stadt und nimmt die Stadtmauer gezielt in den Fokus. Es kostet 5 Euro und ist im Bürgerbüro sowie im örtlichen Buchhandel erhältlich. Der Erlös aus dem Verkauf kommt gänzlich der Sanierung der Stadtmauer zugute. Denn nicht nur am alten Friedhof, auch am Gefangenenturm und am Hochbehälter sind Teile des ehemaligen Bollwerks erhalten.

„Unterhalb der Stadtmauer am alten Friedhof befand sich früher das Obertor“, erläuterte Heinrich Schmeißing, Vorsitzender des Heimatvereins, beim Besichtigungstermin. „Vor der Mauer war ein tiefer Graben angelegt. Er gab dem Grabenweg seinen Namen.“ Zurzeit ist eine Besichtigung der Mauer auf dem alten Friedhof noch nicht möglich. Dies wird aber ab dem Sommer möglich sein.

BU: Jetzt ist es geschafft: Der Gudensberger Trommler, Gerhard Klaffke, warb seit einigen Jahren für die Sanierung der Stadtmauer am alten Friedhof. Über den Abschluss der Sanierungsarbeiten freuen sich mit ihm (v.l.) Bürgermeister Dr. Edgar Franke, Frank Börner, büroleitender Beamter der Stadt Gudensberg, Dieter Giese und Heinrich Schmeißing vom Verein der Gudensberger Heimatfreunde.



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