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MT will zum langen Schlussspurt ansetzen

robert-hedinKassel/Melsungen. Ausgerechnet das prestigeträchtige Derby gegen den hessischen Rivalen HSG Wetzlar soll für Handball-Bundesligist MT Melsungen der Auftakt zu einem lang gezogenen Saisonendspurt sein (Sa., 17.00 Uhr, Rothenbach-Halle Kassel). Dazu nimmt auch Robert Hedin Stellung. Mit dem Hessen-Derby gegen Wetzlar biegt die MT Melsungen schon fast auf die Zielgerade der Bundesligasaison 2008/2009 ein. Acht Spiele sind noch zu absolvieren, davon vier vor eigenem Publikum. Interessant dabei: die Mischung der Gegner. Es sind alle Tabellenregionen vertreten. Von den Top-Teams HSV Hamburg, Rhein-Neckar Löwen und SC Magdeburg, über die das Mittelfeld repräsentierenden TV Großwallstadt und Füchse Berlin bis hin zu den im letzten Tabellendrittel angesiedelten HSG Wetzlar, TSV Dormagen und TuSEM Essen.

Toll aus heimischer Sicht: Die MT wartet neben dem Hessen-Derby noch mit zwei weiteren Knallern auf. Sowohl der SC Magdeburg (Achtung: dieses Spiel wurde wegen TV-Übertragung auf den 12.05. vorverlegt) als auch der Tabellenzweite HSV Hamburg (30.05.) gastieren noch in der Rothenbach-Halle. Welche Ziele der zum Saisonende von der MT scheidende Trainer Robert Hedin mit seiner Mannschaft noch verwirklichen möchte, verrät er in den Antworten auf diese drei Fragen:

Die MT hat letzte Saison 29 Punkte geholt. In dieser Saison sind es acht Spieltage vor Schluss 19. Lässt sich das Vorjahresergebnis noch erreichen?

Hedin: Das ist zwar theoretisch noch möglich, aber praktisch nicht zu schaffen. Unser Mindestziel sind sechs Punkte, wenn es richtig gut klappt, könnten noch ein oder zwei dazu kommen. Gelingen uns die angepeilten 25 Punkte, würden wir vier weniger haben, als am Ende der letzten Saison. Damit können wir leben. Wir haben mit Ausnahme der Heimniederlage gegen Balingen und vielleicht des Unentschiedens in Wetzlar die  so genannten Pflichtpunkte geholt. Letzte Saison haben wir nur deshalb geringfügig besser abgeschnitten, weil wir einige Big Points gemacht haben, also gegen Mannschaften gewonnen haben, die wir eigentlich nicht hätten schlagen müssen. Dass so etwas gelingt, kann man nicht in jeder Saison erwarten.

Um etwas konkreter zu werden: Gegen wen sollen die von noch angepeilten sechs Punkte noch geholt werden?

Hedin: Natürlich wollen wir zunächst das Derby gegen Wetzlar für uns entscheiden. Bester hessischer Erstligist zu werden, ist schließlich auch ein gewisser Ansporn. Und ich bin sicher, dass dies gerade auch unsere Fans sehr freuen würde. Aber wir haben darüber hinaus noch Großwallstadt im Visier. Die liegen als Zwölfter derzeit drei Punkte und einen Platz vor uns. Vergleicht man deren Restprogramm mit unserem, haben wir keine schlechten Chancen, die Großwallstädter noch vom 11. Platz zu verdrängen, zumal wir noch gegen sie spielen. Das aber wiederum kann auch nur dann gelingen, wenn wir am Samstag Wetzlar schlagen. Doppelt punkten wollen wir selbstverständlich auch gegen die beiden hinter uns liegenden Mannschaften Essen und Dormagen. Ja und dann ist ja noch der Anreiz da, auch nochmal einen der Großen zu knacken, so wie uns das schon gegen Lemgo und Gummersbach gelungen ist. Wir freuen uns deshalb sehr auf die beiden Knüller in eigener Halle gegen Magdeburg und Hamburg.

Sie werden die MT und die Bundesliga zum Saisonende verlassen. Welche Gefühle begleiten Sie derzeit auf Ihrer Abschiedstour?

Hedin: Wenn ich nicht das Angebot erhalten hätte, Nationaltrainer in Norwegen zu werden, hätte ich meinen Vertrag bis 2010 in Melsungen erfüllt. So aber lässt sich dies zeitlich nicht mehr miteinander vereinbaren. Die MT hat mich aus Schweden als Trainer geholt und mir das Vertrauen gegeben. Dafür bin ich dankbar. Auch dafür, dass ich hier zweieinhalb Jahre in Ruhe mit der Mannschaft arbeiten durfte. Ich möchte mit der MT noch das bestmögliche Saisonergebnis erreichen und einfach bis zum Ende meines Engagements in Melsungen einen guten Job machen. Danach werde ich aber auf alle Fälle sehr nah an der Bundesliga dran bleiben. Viele meiner Nationalspieler sind hier und so werde ich auch oft Bundesligaspiele besuchen.

Derby-Splitter – Von bitter über feurig bis süß:
Bitter

Ausgerechnet zum Derby reduziert sich der MT-Kader noch weiter. Neben den beiden Langzeitverletzten Ivan Brovka und Jens Schöngarth muss auch noch Dimitrios Tzimourtos passen. Der Rechtsaußen verletzte sich im Training an der Wurfarmschulter und erhielt drei Tage lang Sportverbot. Ebenfalls eine Trainingsverletzung ist schuld daran, wenn Vladica Stojanovic nicht auflaufen kann. Der Spielmacher knickte um und zog sich eine Bänderdehnung zu. Sein Einsatz ist sehr gefährdet.

Feurig
Zusätzliche Unterstützung erhält die MT durch den Fanclub des Fußballregionalligisten KSV Hessen. Die Partnerschaft zwischen den beiden Ballsport-Aushängeschildern der Regionmacht’s möglich. Die MT-Fans werden sich mit einem Gegenbesuch im Auestadion am 1. Mai zum Spiel gegen den 1. FC Nürnberg II revanchieren.

Auch die HSG Wetzlar wird sich über mangelnde Unterstützung nicht beklagen können. Aus Mittelhessen habe sich mehr als 100 Fans angesagt.

Süß
Auf die jüngsten Derby-Besucher warten Osterhasen-Leckereien

Tickets zum Hessen-Derby
Am Spieltag, ab 10 Uhr im MT-Shop in der Kasseler Königs-Galerie und ab 15:30 Uhr an der Tageskasse der Rothenbach-Halle. Derzeit sind noch Plätze in allen Kategorien verfügbar.



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