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MT verliert zum Ausklang in Berlin

savas-karipidis1Berlin/Melsungen. Nach der überraschend deutlichen 33:40 (16:22)-Niederlage bei den Füchsen Berlin hat die MT Melsungen ihren zehnten Tabellenplatz an die Hauptstädter abgeben müssen. Die Hausherren zeigten sich vor 6.700 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle einfach entschlossener, während die MT vor allem unter einer mangelnden Chancenauswertung litt.

Von der ersten Minute an lief das Hedin-Team einem Rückstand hinterher. Schon beim 1:0 durch Berlins Norweger Kejtil Strand, gleichzeitig Hedins Nationalmannschaftsschützling, wurde deutlich, dass die Füchse an diesem Tage alles in die Waagschale werfen würden, um der MT den 10. Rang streitig zu machen. Sie setzten sich über 5:3 (5.), 9:5 (11.) auf 20:15 (24.) kontinuierlich ab. Bis dahin hielten vor allem Valo und Junillon die Gäste noch in Reichweite. Das 22:16 zur Halbzeitpause kam praktisch einer Vorentscheidung gleich. Und als Bult und Kubisztal nach dem Wiederanpfiff sogar auf 24:16 erhöhten, war aus Sicht der Rotweissen die „Messe gelesen“. Zumindest waren zu diesem Zeitpunkt die Chancen, das Spiel noch zu drehen, auf nahezu “Null” gesunken.

Aber da war ja noch das weitere Ziel, den 10. Tabellenplatz verteidigen zu wollen, realistisch. Denn würde die MT die jetzt fast unvermeidbare Niederlage wenigstens in Grenzen, sprich die Tordifferenz in diesem Spiel unter sechs Treffern halten, würde es noch reichen. Und in der Tat hatte es Melsungen beim 35:30 sechs Minuten vor Schluss noch selbst in der Hand. Doch die Füchse ließen sich von da an nicht mehr aufhalten und vergrößerten den Abstand durch Tore von Göde, zweimal Wilczynski, Bult und Boese – bei nur drei MT-Toren (zweimal Karipidis und Danner) – bis zum Schlusspfiff auf 40:33.

Die Berliner hatten alle Register gezogen und ließen der MT, bei der kaum einer der Akteure an die Form der letzten Wochen anknüpfen konnte, keine Chance. Für freudestrahlende Gesichter sorgte allerdings die Tatsache, das Savas Karipidis mit abschließend sieben Treffern seine Bilanz auf 282 Tore ausgebaut und damit endgültig die Torjägerkrone der Saison 2008/2009 in der „stärksten Liga der Welt“ errungen hat.

Schon kurz nach dem Spiel eilten die meisten der Nationalspieler unter den Melsunger Akteuren zum Flughafen, um sich auf den Weg zu ihren Auswahlteams zu machen, mit denen sie in der kommenden Woche Länderspiele bestreiten werden. Hingegen verlängern MT-Keeper Mario Kelentric und Savas Karipidis ihren Berlin-Aufenthalt um einen Tag. Beide stehen am Sonntag im All-Star-Game gegen die Deutsche Nationalmannschaft (14.00 Uhr, Max-Schmeling-Halle, live im DSF). Zuvor wird der MT-Rechtsaußen als Torschützenkönig der Saison geehrt.

MT-Sportchef Alexander Fölker: Ich hatte heute den Eindruck, dass die meisten Spieler bei uns schon mit dem Kopf woanders waren. In der Abwehr wurde Mario Kelentric von seinen Vorderleuten zu oft im Stich gelassen. Viele Aktionen waren zu halbherzig. Zu allem Unglück haben wir im Angriff auch noch reihenweise Fehlwürfe produziert. Besonders ärgerlich waren dabei allein zehn vergebene hundertprozentige Torchancen. Es ist sehr schade, dass wir uns den 10. Platz auf den letzten Metern haben nehmen lassen. Aber der erste Ärger über dieses Spiel verfliegt schnell, wenn wir zurückblicken und unser Abschneiden insgesamt bewerten. Im Februar hätte uns keiner mehr eine solche Leistung zugetraut, wie wir sie dann in den folgenden drei Monaten gezeigt haben. Vor der Saison haben wir bei realistischer Einschätzung den 11. Platz ins Visier genommen und genau den haben wir jetzt erreicht. Außerdem haben wir mit 30 Punkten die beste Ausbeute in unserer vierjährigen Erstligazugehörigkeit geschafft. Deshalb sind wir insgesamt sehr zufrieden. Auf diese Leistung lässt sich aufbauen, wir blicken optimistisch nach vorn.

Statistik
Füchse Berlin – MT Melsungen 40:33 (22:16)

Füchse Berlin: Vortmann, Stochl; Kubisztal 7, Richwien, Bult 8, Murawski, Wilczynski 5, Detlof 1, Strand 5, Jaszka 1, Boese 6, Göde 7, Bruna.

MT Melsungen:
Kelentric, Herold; Schöngarth (n.e.), Treutler, Junillon 6, Klitgaard 6, Valo 7, Tellander, Tzimourtos, Stojanovic 3, Danner 2, Sanikis 2, Karipidis 7/3.

Strafwürfe: 3/0 – 5/3: Wilczynski (2x) und Bult scheitern ebenso wie Karipidis (2x)

Zeitstrafen 4 – 2: Kubisztal, Göde (2x), Detlof – Klitgaard (2x)

Schiedsrichter: Lars Geipel / Marcus Helbig (Steuden/Landsberg); DHB-Aufsicht: Peter Rauchfuß

Zuschauer: 6.700, Max-Schmeling-Halle Berlin

Spielfilm
3:1 (3.), 6:4 (6.), 8:5 (9.), 9:7 (12.), 12:10 (15.), 13:11 (18.), 16:13 (21.), 20:15 (24.), 22:15 (27.), 22:16 (HZ), 24:17 (33.), 24:19 (36.), 27:21 (39.), 30:22 (42.), 31:24 (45.), 32:27 (48.), 34:28 (51.), 35:30 (54.), 38:31 (57.), 40:32 (EN)



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