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MT: Leichtathletik-Fachverband erkennt Kreisrekorde an

katharina-wagnerMelsungen. In einem Schreiben an die Verantwortlichen der Melsunger Turngemeinde teilte Joachim Bauer – Vorsitzender der Leichtathleten im Schwalm-Eder-Kreis –  mit, dass die Leistungen der dreifachen hessischen Schüler-Hallenmeisterin, Katharina Wagner, im Dreisprung, 300m und 300m-Hürdenlauf als offizielle Kreisrekorde in der Alters-klasse der W14 anerkannt und in die Rekordbücher des Leichtathletik-Kreises Schwalm-Eder eingetragen werden. Damit geht ein Streit zwischen dem Kreisstatis-tiker Gerhard Ide aus Remsfeld mit den Leichtathleten der MT 1861 Melsungen nach über einem halben Jahr zugunsten der MT 1861 Melsungen zu Ende.

Für die Freunde der Leichtathletik und die aktiven Sportler war es nicht nachvollziehbar, dass Gerhard Ide, die regulär erzielten Leistungen der Melsunger Schülerinnen und Schüler als Kreisbestleistungen nicht anerkennen und somit nicht in die Rekordliste aufnehmen wollte. Als am 21. Dezember 2008 Robin Hohmann die Bestleistung im 1000m-Lauf der M13 auf 2:59,97 Minuten steigerte und somit der erste B-Schüler im Schwalm-Eder-Kreis war, der die fünf Hallenrunden unter drei Minuten zurücklegen konnte, ignorierte Ide diese Leistung und führte sieben Monate lang weiterhin Florian Orth (Treysa) als Rekordinhaber in den Büchern. Trotz zahlreicher Aufforderungen blieb der Kreisstatistiker stur und ließ die Leistung von Hohmann als Rekord unter den Tisch fallen.

Aber nicht nur bei Robin Hohmann versuchte der Remsfelder die Melsunger Rekordleistungen zu unterdrücken. Auch den Mittelstreckenläuferinnen Stefanie Klein und Karolin Siebert verweigerte Gerhard Ide die Anerkennung der neuen Kreisrekorde.  Über 30 Jahre stand Kristina Meister in der W13 mit ihrer 1000m-Zeit von 3:29,7 Minuten in den Rekordbüchern des Schwalm-Eder-Kreises. Im Vorjahr verbesserte die damals 13jährige Stefanie Klein (MT Melsungen) beim Landesturnfest in Baunatal diesen Methusalem-Rekord auf 3:26,01 Minuten, aber Ide ignorierte auch diese Leistung. In diesem Jahr pulverisierte die Landes-Hallenmeisterin Karolin Siebert beim internationalen Städtevergleichskampf in Pila diese Kreisbestleistung und verbesserte sie auf 3:15,27 Minuten. Aber auch dieser Rekord fand keine Anerkennung, denn in der Zwischenzeit hatte Ide diese Strecke aus der Kreis-bestenliste eigenmächtig entfernt. Der 1000m-Kreisrekord wird seit dem Rekord-lauf von Stefanie Klein offiziell nur noch ab der Altersklasse W14 geführt.  Seit 11 Jahren steht in dieser Altersklasse Marlene Kowalik aus Remsfeld mit 3:11,1 Minuten als Rekordhalterin in den Listen. Wie wird sich Gerhard Ide – sollte er noch im Amt sein – verhalten, wenn dieser Rekord von einer Athletin aus Melsungen verbessert wird?

Auch bei Katharina Wagner wollte der Kreisstatistiker die Hallenbestleistungen nicht anerkennen, obwohl er jahrelang als verantwortlicher Statistiker die schwächeren Rekordleistungen in der Altersklasse der W14 im Internet veröffentlichte und auch als CD verkaufte.

Als im Jahr 2005 Lisa Eckhardt (TSV Remsfeld) die Kreisbestleistung im Hallendreikampf der W14 auf 2008 Punkte verbessern konnte, wurde dieses Ergebnis sofort in die offizielle Rekordliste aufgenommen und im Internet veröffentlicht.  Ein Jahr später konnte die Remsfelderin Aline Anikin diese Leistung auf 1438 Punkte toppen.  Diese neue Bestleistung wurde sofort als Kreisrekord veröffentlicht. Als in diesem Jahr Katharina Wagner die alte Bestmarke auf 1564 Punkten schraubte, versagte ihr Gerhard Ide die Rekordanerkennung und strich ersatzlos diesen Wett-bewerb aus den Rekordbüchern.

Über 300m stand drei Jahre lang eine von ihm trainierte Athletin mit 49,0 Sekunden in den Rekordlisten.  Als Katharina beim Hallensportfest in Dortmund diesen Rekord um über fünf Sekunden verbesserte, strich Ide diesen Wettbewerb ebenfalls ersatzlos aus den Rekordbüchern –  führt aber den Kreisrekord im Freien von Laura Merten aus Borken weiterhin in der Altersklasse der W14.

Das Fass zum Überlaufen brachte Gerhard Ides  letzte Rekordunterdrückung. Am 25.06.2006 stellte Aline Anikin aus Remsfeld mit 9,00 m eine neue Kreisbestleistung im Dreisprung der W14 für den Schwalm-Eder-Kreis auf. Auch diese Leistung wurde in  der offiziellen Liste des Schwalm-Eder-Kreises geführt und war auf der Homepage des Fachverbandes zu sehen. Als am 17. Juli 2009 bei einem Abendsportfest in Borken Katharina Wagner diesen Rekord um 1,07 m steigern konnte, setzte Ide sein Werk gegen die Melsunger Leichtathleten fort. Auch dieses Mal nahm er diesen Wettbewerb aus den Listen der W14,  führt aber weiterhin für den Schwalm-Eder-Kreis die Hallen-bestleistung in dieser Altersklasse. Der Grund ist eindeutig: Mit Mareike Krug, die vor 11 Jahren in Stadtallendorf 10,22 m sprang, kommt die Hallenrekordhalterin aus Remsfeld.  Auf schriftliche Anfrage, warum Gerhard Ide die Leistungen der Melsunger Schülerinnen nicht in die Rekordlisten aufnimmt, schrieb dieser kurz zurück  „ich brauche keine Erklärung zu geben“…

Nachdem die Empörung in Melsungen, aber auch bei anderen Vereinsvertretern immer größer wurde, erklärte der Kreisvorsitzende Joachim Bauer aus Schwalmstadt diese Angelegenheit in der letzten Woche zur Chefsache und teilte den Melsunger Leichtathleten mit, „dass nach seinen umfangreichen Recherchen die Kreisbest-leistungen von Katharina Wagner über 300m und 300m-Hürden sowie im Dreisprung als Kreisrekorde anerkannt wurden. In der Zwischenzeit hat auch der Kreisstatistiker die 1000m-Hallenbestleistung von Robin Hohmann in die Rekordliste aufgenommen. (ajw)



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