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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 15. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Wie werden unsere Kinder klug?

Vortrag über  den Zusammenhang von Spielen – Denken – Lernen

Melsungen. Am Dienstag, 27. Oktober, wird Dr. Karl Gebauer einen Vortrag mit anschließener Diskussion über das Thema „Wie werden unsere Kinder klug?“ – Zusammenhang von Spielen – Denken – Lernen halten. Die Veranstaltung, die von dem Kinder- und Familienbüro Melsungen organisiert wird,  findet um 19.30 Uhr in der Aula der Gesamtschule Melsungen statt und ist kostenlos. Der Vortrag  richtet sich sowohl an pädagoiscshes Fachpersonal als auch an Eltern.

Eine entscheidende Voraussetzung für gelingendes Lernen ist eine anregende, freundliche und wertschätzende Atmosphäre in der Familie, im Kindergarten und in der Schule. Freude am Lernen und eine hohe Lernmotivation stellen sich dann ein, wenn Kinder ihre Lernprozesse vorwiegend selbst gestalten können. Das gilt von Geburt an und setzt sich durch die gesamte Kindheit und Jugend fort.

Kindliche Neugier und die damit verbundenen Glückserlebnisse führen im Gehirn zur Aktivierung des Motivations-Systems. Wird der kindlichen Entdeckerfreude eine hohe Bedeutung beigemessen, dann werden die beim Lernen und Experimentieren  erfahrene Freude und Begeisterung im Gehirn verankert. Hier werden die grundlegenden Bahnungsprozesse angelegt, die mit darüber entscheiden, ob sich Kinder gerne neuen Aufgaben zuwenden und konzentriert lernen können. Für ihre Entwicklung brauchen sie Spiel- und Lernräume, die ihnen Entdeckungen ermöglichen. So  erfahren sie, dass Lernen Freude macht und stabilisieren damit ihr Motivationssystem.
In der Schule sind es vor allem Lernformen, die den Schülerinnen und Schülern eine aktive Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Lerngegenstand ermöglichen. Auf diese Weise wird das Motivations-System angekurbelt. Wenn hingegen die emotionale Komponente und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit in Lernprozessen fehlen, dann kann sich die für spätere Gedächtnis- und Erinnerungsprozesse so wichtige neuronale Struktur nicht angemessen ausbilden. Der Referent stützt sich in seinen Ausführungen nicht nur auf theoretische Erkenntnisse und seine Erfahrungen als Lehrer und Schulleiter,  er bezieht auch die Sichtweisen von Schülerinnen und Schülern unterschiedlichen Alters mit ein.

Dr. Karl Gebauer ist Verfasser und Herausgeber zahlreiche Bücher zu Erziehungs- und Bildungsfragen.  Zuletzt ist von ihm erschienen: Klug wird niemand von allein (2007) Patmos Verlag, Düsseldorf. Er war 25 Jahre Rektor der Leinebergschule in Göttingen und hat zusammen mit dem Hirnforscher Prof. Dr. G. Hüther die Göttinger Erziehungs- und Bildungskongresse ins Leben gerufen. Weitere Informationen unter: www.gebauer-karl.de und www.win-future.de. (red)



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