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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

7500 Familien erhielten familienorientierte Hilfen

Hessen. Im Jahr 2008 wurden in Hessen 7500 Familien mit minderjährigen Kindern durch eine familienorientierte Hilfe unterstützt, davon erhielten knapp 5700 sozialpädagogische Familienhilfe und rund 1800 Hilfe zur Erziehung nach § 27 SGB VIII. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, lebten insgesamt knapp 15 000 Kinder in diesen Familien. Zu dieser Form der ambulanten Erziehungshilfe gehören sowohl beratende Gespräche (z. B. Erziehungsberatung, Partnerberatung) als auch praktische Hilfen, wie Hausaufgabenbetreuung, Anleitung bei der Haushaltsführung und Ausgabenplanung.

Die familienorientierte Hilfe hat in akuten Krisen das Ziel, die Familie wieder in die Lage zu versetzen, auftretende Probleme selbstständig zu meistern. Mit dieser Hilfeleistung, die eher einen kurz- bis mittelfristigen Charakter hat, werden hauptsächlich Familien mit jüngeren Kindern unterstützt. Am Jahresende dauerten 5000 der familienorientierten Hilfen an, knapp 2500 Hilfen wurden 2008 beendet und knapp 3400 Hilfen wurden in 2008 neu begonnen.

Bei über der Hälfte der betreuten Familien handelte es sich um alleinerziehende Elternteile mit minderjährigen Kindern, über zwölf Prozent waren �Patchworkfamilien� und gut 35 Prozent der Hilfefälle waren vollständige Familien. In knapp einem Prozent der Fälle waren die Eltern verstorben oder die Situation war unbekannt.

Fast 62 Prozent der Familien, die familienorientierte Hilfen erhielten, lebten von Transferleistungen. Hier gab es in Bezug auf die Situation in der Familie große Unterschiede. So waren Alleinerziehende mit familienorientierten Hilfen zu 73 Prozent auf Transferleistungen angewiesen. In knapp 41 Prozent der Familien kam mindestens ein Elternteil aus dem Ausland.

Die Anlässe bei Beginn der Familienhilfe sind vielfältig, wobei angesichts der komplexen Lebensstrukturen der Familien bis zu drei Anlässe für die Hilfe angegeben werden können. Häufigster Grund für die Inanspruchnahme von Familienhilfe war mit 55 Prozent eine eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern. Ein Drittel der Fälle war in der unzureichenden Förderung und Versorgung des jungen Menschen in der Familie begründet. Danach folgten Belastungen des jungen Menschen durch Konflikte in der Familie mit 25 Prozent. (red)



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