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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

IHK-Vollversammlung: Beiträge bleiben stabil

Kassel. Die IHK Kassel hält trotz der Wirtschaftskrise und drohender Beitragsrückgänge ihre Beiträge stabil. Dies entschied die IHK-Vollversammlung, das höchste gewählte Gremium der IHK, auf ihrer Wintersitzung am Donnerstag nach einer intensiv geführten Debatte. Grundlage der Mehrheitsentscheidung war die Feststellung der Wirtschaftssatzung und des Wirtschaftsplans für das Geschäftsjahr 2010. Die Prognose der schwindenden Gewerbeerträge und damit auch der Beiträge für die IHK bis zum Jahr 2013 bewegte die Vollversammlungsmitglieder, wie es IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Walter Lohmeier, formulierte „den Unternehmen ein deutliches Signal für Kontinuität und Nachhaltigkeit auch und besonders in der Haushaltsführung zu geben.“ Der nunmehr beschlossene Beitragssatz bleibt also seit dem Jahr 2000 konstant bei 0,29 Prozent des Gewerbeertrages beziehunsgweise Gewinns aus Gewerbebetrieb. Mit dieser Entscheidung, so Präsident Dr. Martin Viessmann werde vermieden, „dass wir eben nicht binnen weniger Jahre eine komplette Korrektur in die andere Richtung vornehmen müssten.“

Nordspange vorbehaltlos überprüfen
Die Vollversammlung der IHK Kassel sieht in der sogenannten „Nordspange“ eine wichtige und attraktive Chance für die Anbindung des Gewerbegebietes Sandershäuser Berg, des Konversionsprojektes Fuldatal-Rothwesten und für den Regionalflughafen Kassel-Calden. Sie spricht sich in ihrer Resolution einmütig dafür aus, alle damit verbundenen Aspekte vorbehaltlos und ergebnisoffen unter die Lupe zu nehmen. Dazu sollte insbesondere die Machbarkeitsstudie allen am Entscheidungsprozess Beteiligten vorgelegt werden.

Konjunkturdebatte: Gute Bilanz, gute Aussichten
In einer lang andauernden Diskussion tauschten sich die Vollversammlungsmitglieder zum Abschluss des krisengeschüttelten Geschäftsjahres 2009 über den Stand der Konjunktur in der Region aus. Karl-Otto Winter, Vorstandsmitglied der Sparkasse Schwalm-Eder und Mitglied der IHK-Anlagenkommission, Heidi Hornschu-Baumbach, Mitglied des Präsidiums, für den Einzelhandel und Carola Ammer für das produzierende Gewerbe machten in ihren Statements klar, dass nach ihrer – unabhängig von einander entwickelten – Auffassung, der vielfach genannte Silberstreif am Konjunkturhorizont sichtbar werde. Während der Bank- und Finanzfachmann Karl-Otto Winter resümierte „das Glas ist halb voll“ und damit nach einer zugegeben schwierigen Zeit eine insgesamt verhalten optimistische Prognose wagte, die ein Wachstum der deutschen Wirtschaft in 2010 von nahezu zwei Prozent in Aussicht stellte, konstatierte Heidi Hornschu-Baumbach für ihre Branche ein insgesamt gutes Jahr. Und dies, so die Kasseler Einzelhändlerin, noch vor der besten Handelszeit im Jahr, dem Weihnachtsgeschäft. Eine Talsohle wie andere Branchen habe der Handel dank konsumfreudiger Kunden nicht erlebt. Carola Ammer, Chefin der SIG-Technik Werkzeug GmbH in Grebenstein, musste zwar ein geringes Umsatzminus in 2009 bilanzieren, machte aber deutlich, dass sie erwartet, gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Prozessoptimierungen und stärkere Kundenbetreuung seien nun im Fokus der Arbeit. Darauf aufbauend habe man sich für 2010 eine gewisse Wachstumserwartung errechnet. Begünstigt werde dies auch durch die breite Aufstellung des Kundenkreises, wodurch die Folgen der Wirtschaftskrise, die die Branchen unterschiedlich hart getroffen habe, in ihrer Wirkung insgesamt dämpften.

Prof. Dr. Ludwig Georg Braun, Vizepräsident und Vorsitzender des Außenwirtschaftsausschusses, stellt in der Fläche keine großen Umsatzrückgänge bei den Unternehmen des Fachausschusses fest: „Die Hälfte hat stabile oder steigende Umsätze.“ Für das kommende Jahr setzt Braun auf eine stabile Binnenkonjunktur, getragen vom Konsum. Der Blick nach vorn sei positiv. IHK-Präsident Dr. Martin Viessmann erklärte, man müsse die aktuelle wirtschaftliche Situation differenziert sehen. So würden zum Beispiel die Automobilhersteller und die Maschinenbauer unter Umsatzeinbußen leiden. (red)



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