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MT vor kniffliger Aufgabe in Düsseldorf

alexandros-vasilakisDüsseldorf/Melsungen. Kann die MT Melsungen am 15. Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga zwei heiss ersehnte Punkte einfahren? Diese Frage beantwortet sich heute, wenn der Tabellendreizehnte aus Nordhessen beim Vorletzten HSG Düsseldorf antritt (15 Uhr, Burg-Wächter Castello, Düsseldorf). Während die einen das drohende längerfristige Versinken im unteren Tabellenmittelfeld zu verhindern suchen, peilen die anderen einen Befreiungsschlag an, um der Abstiegszone zu entkommen. So ist das Spiel sowohl für die Nordhessen als auch für die Rheinländer im Endspurt der Hinrunde von enormer Bedeutung.

Ausgerechnet jetzt, in dem für die MT wichtigsten Monat des Jahres, erwischt es die Mannschaft an empfindlichster Stelle. Die ohnehin schon seit Monaten durch Dauerverletzte arg strapazierte Personaldecke wird durch weitere Ausfälle immer dünner. Neben den beiden Langzeit-Rekonvaleszenten Vladica Stojanovic und Savas Karipidis und dem immer noch nicht ganz genesenen Alexandros Vasilakis (Sehnenabriss im Handgelenk), stehen mit Mikkel Holm Aagaard (Sprunggelenksverletzung) und Dalibor Anusic (Muskelfaserriss) zwei weitere Stammspieler auf der Verletztenliste.

Aber die Rotweissen stellen sich dieser Situation und Kapitän Mario Kelentric gibt sich kämpferisch: “Die dauernden Verletzungen haben sich in der bisherigen Saison zu einer unglaublichen Pechsträhne ausgeweitet. Aber alles Klagen hilft nichts. Fakt ist, wir brauchen dringend Punkte. Wenigstens vier wollen wir uns in den Spielen gegen Düsseldorf, Wetzlar und Lübbecke holen. Ansonsten werden wir wohl für längere Zeit in der momentanen Tabellensituation verharren”, so der Keeper und Mannschaftskapitän.

Zuversichtlich für das Spiel in Düsseldorf macht Trainer Ryan?Zinglersen die zuletzt am Mittwoch im DHB-Pokal Achtelfinale gezeigten Leistungen bei den Rhein-Neckar Löwen. “Dort haben wir eine sehr starke erste Halbzeit gespielt, an die wir in Düsseldorf anknüpfen wollen.” Ausschlaggebend für die überraschende 15:12-Halbzeitführung der MT beim haushoch favorisierten Tabellendritten Rhein-Neckar Löwen waren die disziplinierte und mannschaftlich geschlossene Spielweise sowie die gute Chancenverwertung. Dass es damit im zweiten Durchgang dann nur noch etwa ein Viertelstunde so weiterging, war auch dem Umstand der Dezimierung geschuldet und dem damit einhergehenden Schwinden von Kraft und Konzentration.

So wie es personell den Nordhessen ergeht, haben auch die abstiegsgefährdeten Düsseldorfer mit ähnlichen Problemen zu kämpfen, wenngleich in abgeschwächter Form. Der im Juli 2008 von der Fulda an den Rhein gewechselte Halbrechte Andrej Kurchev hatte sich im Oktober einen Kreuzbandriss zugezogen. Im?November wurde als Ersatz Jan Henrik Behrends vom schweizerischen Erstligisten Amicitia Zürich losgeeist. Doch auch den ehemaligen deutschen Nationalspieler ereilte das gleiche Schicksal. Behrends riss sich das Kreuzband am vergangenen Wochenende im Spiel beim TV Großwallstadt ab.

Damit ist die von Trainer Goran Suton zuletzt präferierte Rückraumachse “Hegemann – Kogut – Behrends” gesprengt. Nachrücker für Behrends im rechten Rückraum dürfte der kroatische 2,05-Meter-Riese Nikola Kedzo werden. Zur Not können dort auch die beiden Rechtshänder Frantisec Sulc (slowakischer Nationalspieler) und Valdas Novickis (litauischer Nationalspieler) einspringen. Nichtsdestotrotz wird die Hauptverantwortung im Angriff nach wie vor auf Michael Hegemann, Frantisek Sulc und Junioren-Weltmeister Andrej Kogut lasten. Die drei Rückraumspieler erzielten zusammen mit 150 Toren fast die Hälfte aller Düsseldorfer Treffer. In der Defensive setzt die HSG im Tor gleichberechtigt auf Almantas Savonis und Matthias Puhle, während die Abwehr von Max Ramota dirigiert wird.

“Diese Mannschaft ist kämpferisch stark und das wird sie vor allem zuhause zeigen wollen”, warnt Ryan?Zinglersen davor, den Vorletzten zu unterschätzen. Kennzeichnend für die Mannschaft seines Berufskollegen Goran Suton ist eine offensive Abwehr. “Die meisten Mannschaften der Liga spielen eher 6:0. Deshalb müssen wir uns auf diese Düsseldorfer Spezialität besonders einstellen”, so Zinglersen.

Viel Zeit dazu blieb ihm nicht. Während der Gegner sich eine ganze Woche lang auf das Spiel einstimmen konnte, hatte Zinglersen aufgrund des Pokaleinsatzes der MT am Mittwoch nur drei Trainingseinheiten zur Verfügung. Erschwerend hinzu kommt die ungewohnt frühe Anwurfzeit von 15.00 Uhr, auf die der Coach mit einem Abschlusstraining am Freitag zur gleichen Stunde reagierte. Am Spieltag selbst heisst es dann für die MT-Cracks früh aufzustehen – der Mannschaftsbus nach Düsseldorf startet wegen der unklaren Witterungsverhältnisse bereits um 8.00 Uhr.

Begleitet wird das Team in großer Zahl von den Mitgliedern der beiden MT-Fanclubs “RotWeiss” und “Die Bartenwetzer”, die das Spiel zum Anlass nehmen, dem Düsseldorfer Weihnachtsmarkt und der berühmten Altstadt einen Besuch abzustatten. Alle Daheimgebliebenen haben die Gelegenheit, die Partie in einer TV-Zusammenfassung ab 17.20 Uhr auf WDR zu verfolgen.

Bisherige Vergleiche:
01.08.2007 MT Melsungen – HSG Düsseldorf 25:31 (SparkassenCup)
20.05.2007 MT Melsungen – HSG Düsseldorf 35:26
17.12.2006 HSG Düsseldorf – MT Melsungen 25:24
22.04.2006 MT Melsungen – HSG Düsseldorf 31:20
05.11.2005 HSG Düsseldorf – MT Melsungen 36:29

Schiedsrichter:
Colin Hartmann / Stefan Schneider (Magdeburg), DHB-Aufsicht: Hans Thomas

TV:
WDR, Samstag, 17.20-17.50 Uhr: “Sport aktuell”, (Zusammenfassung)



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