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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

MitMenschen aktiv – Bildung ohne Barrieren

Neues Jahresmotto ist zugleich Auftrag der Hephata Diakonie

Schwalmstadt-Treysa. „MitMenschen aktiv – Bildung ohne Barrieren“. Das neue Jahresmotto ist zugleich Auftrag der Hephata Diakonie. Es hat die Bildungsgerechtigkeit zum Thema. Bildung erinnert zuerst an Schule und weckt ganz verschiedene Gefühle. Im Rückblick denkt man gern an Mitschüler und Lehrer, an nette Begebenheiten und gute Gemeinschaft. Steckt man noch mittendrin, spürt man vor allem Druck: Die leidigen Hausaufgaben, die nächste Klassenarbeit, das Zeugnis. Schafft man das Klassenziel oder wird man aussortiert? Die Chancen stehen schlecht, wenn man nicht mitkommt. Es geht um den Beruf, es geht um die Zukunftsaussichten. Lernen und Bildung werden so zu einer Qual.

Schade! Denn andernorts kann man beobachten, wie viel Spaß Lernen macht. Unermüdlich versucht das Kindergartenkind, ein Teil in einem Puzzle zu platzieren und freut sich wie ein Schneekönig, wenn es endlich klappt. Stundenlang hört sich ein anderes Geschichten an. Beim Austausch leckerer Rezepte erfährt die Schwälmerin so manches über das Land ihrer türkischen Nachbarin. In keiner Kirche, in der ich bisher war, wird so tragend gesungen wie in unserer. Und mit der Dezentralisierung entwickeln Menschen Fähigkeiten, die vorher im Verborgenen lagen. Bildung schafft Freude und bereichert. Aber mancher stößt leider in seinem Lerneifer auf viele Barrieren. Diese sollen mit dem neuen Jahresthema in den Blick nehmen. Eine solche Barriere ist Benachteiligung in der Schule. Dass dies häufig mit der finanziellen Lage der Eltern zu tun hat, wie jetzt Studien belegen, sei ein Skandal.

Die Kosten für Schulmaterial und Lernhilfen, erst recht für Nachhilfe oder Musikunterricht seien, so Hephata, bei geringem Einkommen oder Arbeitslosengeld II kaum aufzubringen. Bildungsgerechtigkeit sei eine berechtigte politische Forderung. Und dazu gehöre auch, dass die Maßnahmen bei der Schwelle von Schule zu Beruf erhalten bleiben. Eine Barriere anderer Art richte man mit komplizierter Sprache auf. Die Entwicklung und Verbreitung der einfachen Sprache, gestützt von Bildern, sei für Menschen mit Behinderungen ein Schlüssel zur persönlichen Entwicklung — so wie es beispielsweise in der Förderschule erlebt wird.

„MitMenschen aktiv – Bildung ohne Barrieren“ — Bildungsgerechtigkeit sei kein leichtes Thema, aber es gehöre zum Auftrag Hephatas. Man habe vor über hundert Jahren begonnen, Menschen mit Behinderung Bildungschancen zu eröffnen, als ihnen überhaupt kein Lernen und keine persönliche Entfaltung zugetraut wurden. So will man helfen, dass noch bestehende Barrieren abgebaut und neue verhindert werden. Damit jeder nach Herzenslust lernen und sich bilden kann. (Barbara Eschen)



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