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Energie- und Rohstoffpreise: Risiko Nummer eins für regionale Unternehmen

Umfrage der IHK Kassel – Betriebe reagieren mit Kosteneinsparungen

Kassel. Die Energie- und Rohstoffpreise bilden den Knackpunkt für die wirtschaftliche Entwicklung in Nordhessen und dem Altkreis Marburg in den kommenden zwölf Monaten – darin sind sich die Unternehmen aus dem Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel einig, die an einer Sonderbefragung des aktuellen IHK-Konjunkturberichts teilgenommen haben. 56,2 Prozent der 511 antwortenden Unternehmen sehen in den Preisen das Risiko Nummer eins. Auch aus diesem Grund haben die Industrie- und Handelskammern in Deutschland „Energie und Rohstoffe für morgen“ als ihr Jahresthema für 2012 ausgerufen. Die Sorge um die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise verdrängt andere Risikofaktoren wie unsichere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen (53,1 Prozent) und eine sich abschwächende Inlandsnachfrage (49,3 Prozent) auf die Plätze.

„Auf der einen Seite ist sicher verfügbare Energie zu wirtschaftlichen Preisen für viele Unternehmen eine zentrale Voraussetzung ihrer Wettbewerbsfähigkeit“, erklärt Oskar Edelmann, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer und Betreuer des IHK-Industrieausschusses. „Auf der anderen Seite ist die Versorgung mit importierten Rohstoffen zu angemessenen Preisen zunehmend mit Unsicherheit verbunden.“ Auf die Frage, wie die Unternehmen aus dem IHK-Bezirk Kassel in den kommenden zwölf Monaten auf steigende Rohstoff- und Energiekosten reagieren, setzen 56,7 Prozent auf das Einsparen von Kosten, indem sie die Rohstoff- und Energiebeschaffung optimieren. 36,6 Prozent räumen ein, die zusätzlichen Kosten an die Kunden weitergeben zu müssen. 29,9 Prozent streben an, die Energie- und Materialeffizienz zu erhöhen – zum Beispiel durch Recycling.

„Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, müssen sich die Betriebe aus Nordhessen und dem Altkreis Marburg zwangsläufig mit dem Thema Energieeffizienz beschäftigen und zum Beispiel ihre Investitionen schwerpunktmäßig energieeffizient planen und tätigen“, berichtet Edelmann. Viele heimische Unternehmen hätten sich auf die Produktion und den Vertrieb von Effizienzprodukten spezialisiert und besäßen einen technologischen Vorsprung auf dem Weltmarkt. Gleichzeitig habe sich das Beratungs- und Qualifizierungsangebot im Bereich Energieeffizienz durch junge Unternehmen, oft aus der Kasseler Universität ausgegründet, deutlich erweitert. Edelmann: „Auch hier spielt das hervorragende Angebot dieser Universität im Bereich Energieeffizienz eine zentrale Rolle, vor allem bei der Gewinnung qualifizierter Nachwuchskräfte, die dann wiederum Innovationen in die Betriebe tragen, mit denen der Vorsprung gehalten werden kann.“

Bei den Themenfeldern Energie und Rohstoffe hilft die IHK Kassel Unternehmern durch unterschiedliche Angebote weiter, unter anderem beraten und informieren die Mitarbeiter des Geschäftsfelds Innovation und Umwelt die Mitgliedsbetriebe. Zugleich vermitteln sie zielgerichtete Förderprogramme. Zusätzlich stellt die IHK – neben der Organisation von Informationsveranstaltungen und der Arbeit in Netzwerken – verschiedene Produkte zur Verfügung, wie das IHK-Umweltfirmeninformationssystem UMFIS zur Information über Hersteller, Händler und Berater effizienter Technologien (www.umfis.de) sowie die Recyclingbörse zur Vermittlung von verwertbaren Rohstoffen (www.ihk-recyclingboerse.de). Darüber hinaus kooperiert die IHK mit deENet e.V. beim Lehrgang zum Energiemanager IHK. (red)



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