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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Barrierefreier Zugang zum Bahnhof Treysa

Schwalmstadt. Dr. Gerald Näser, Bürgermeisterkandidat der CDU in Schwalmstadt, befasst sich mit der Frage, welche Lösung für den barrierefreien Umbau des Treysaer Bahnhofs sinnvoller ist. Kontrovers diskutiert wird momentan über Rampen und Fahrstühle. Näser: „Statt nur zu reden, frage ich doch direkt die Betroffenen.“ Am Freitag traf sich Näser mit dem Rollstuhlfahrer Jörg Blumenauer aus Loshausen am Europabad. Näser: „ Die Straße zum Europabad hat ungefähr die gleiche Steigung und Länge einer Bahnhof-Rampe.“ Blumenauer hat sogar einen zweiten Rollstuhl mitgebracht, mit dem Näser selbst den Aufstieg bewältigen konnte. Sein Fazit: „Ganz schön anstrengend.“

Näser:  „Welche Erfahrungen haben Sie mit Rampen und Aufzügen?“

Blumenauer: „Ein Aufzug ist immer die bequemste und schnellste Lösung. Leider sind Fahrstühle recht anfällig für technische Defekte. Reparaturarbeiten dauern oft lang, und Gehbehinderte können dann den Bahnhof nicht selbständig nutzen.“

Näser:  „Welche Lösung bevorzugen Sie?“

Blumenauer: „Ein spiralförmiger Aufgang für Fußgänger und Rollstuhlfahrer ist meine Vorzugslösung. Ich bezweifle aber, dass am Bahnhof Treysa genug Platz vorhanden ist.“

Näser:  „Was halten Sie von der Anbindung über eine 75 m lange Rampe mit etwa 6 % Steigung?“

Blumenauer: „Das heißt 6 cm Steigung pro Meter und ist für den geübten Rollifahrer gut zu nutzen. Aber kleinere Absätze und Steigungen über 8 % erschweren die Benutzung sehr. Man muss dann das Gewicht verlagern, um nicht zu kippen.“

Näser:  „Wie lässt sich ein Rollstuhl bei Eis und Schnee bewegen?“

Blumenauer: „Soweit möglich verschiebe ich alle Wege bei Winterwetter – wie Fußgänger auch. Wenn gründlich geräumt und gestreut ist, kann ich mich aber gut bewegen.“

Näser:  „Herr Blumenauer, Sie sind früherer Tischtennis-Nationalspieler in Ihrer Wettkampfklasse. Wie bewerten Sie die Rampenbenutzung durch weniger leistungsfähige Rollstuhlfahrer?“

Blumenauer: „Bei einer 75 m langen Rampe müssen ebene Rast- und Ruhezonen eingerichtet werden, um sie gut zu bewältigen. Außerdem halte ich im Begegnungsverkehr eine Breite von 3 m für erforderlich, da auch Kinderwagen, Radfahrer und Skateboards die Rampe nutzen.“

Näser:  „Wir reden immer über Steigung. Wie sieht es mit der Abfahrt an der Rampe aus?“

Blumenauer: „Darauf freue ich mich schon beim Hochfahren, das macht richtig Spaß!“

Näser: „Nutzen Sie als Kraftfahrer auch die PKW-Stellplätze im Bahnhofsumfeld?“

Blumenauer: „Die bestehenden Parkplätze sind für Rollifahrer schlecht zu erreichen. Eine barrierefreie Anbindung des Haaße-Hügels würde mir sehr helfen, das Nahverkehrsangebot zu nutzen.“

Näser favorisiert nach dieser Erfahrung persönlich die Rampenlösung: „Ein defekter Aufzug blockiert den Rollstuhlfahrer komplett. Wer die Rampe alleine nicht schafft, kann sicher mit der Hilfe de Schwalmstädter rechnen. Insgesamt die bessere Lösung.“ (red)



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