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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Frauenhaus wird weiterhin unterstützt

Schwalm-Eder. Das Frauenhaus in Homberg wird bereit seit über 15 Jahren vom AWO-Kreisverband Schwalm-Eder e.V. betrieben. Am1.8.1996 übernahm die Arbeiterwohlfahrt die Trägerschaft für das Frauenhaus im Schwalm-Eder-Kreis. Dazu gehört auch eine Beratungs- und Interventionsstelle. Hier erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit Behörden wie Polizei und Jugendamt. Das Frauenhaus nimmt jede von Gewalt bedrohte oder betroffene Frau und deren Kinder, unabhängig von Alter, Nationalität, Konfession oder Herkunft, in der akuten Krisensituation auf und bietet Schutz vor akuter Bedrohung.

Auch im Jahr 2011 war das Frauenhaus wieder ein häufig aufgesuchter Zufluchtsort für Frauen und Kinder, die physisch und psychisch misshandelt wurden bzw. sich von solchen Misshandlungen bedroht fühlen. Das geht aus dem Bericht hervor, den die AWO jetzt vorlegte. 46 Frauen und 36 Kinder nahmen das Angebot in Anspruch. Sie blieben durchschnittlich 64 Tage. Insgesamt gab es also 4719 Übernachtungen. Die Zimmer waren im Schnitt zu 83 Prozent belegt.

Die Zahlen zeigten, dass die Arbeit des Frauenhauses in Homberg unverzichtbar sei, kommentierte Landrat Frank-Martin Neupärtl den Tätigkeitsbericht der Einrichtung. Die Probleme umfassen dabei viele Lebensumstände, wie zum Beispiel Gewalt in der Partnerschaft, Wohnungs- und Mietprobleme, Alkohohlprobleme, Trennung und Scheidung.

Die Schutz suchenden Frauen kommen nach der Erfahrung der AWO aus allen sozialen Schichten. Frauen mit höherer Bildung oder gesichertem Einkommen blieben jedoch deutlich kürzer im Frauenhaus, da sie schneller geeignete Lösungen fanden als mittel- und hilfelose Frauen. In der Beratungsstelle hat es 2011 über 700 Beratungsgespräche gegeben. Hinzu kamen 147 zeitaufwändige Aktivitäten (Beratungen und Abstimmungen mit Polizei und Jugendamt) in Rahmen der Interventionsstelle.

Der Landkreis werde diese Arbeit auch weiterhin finanziell unterstützen, kündigte  Landrat Frank-Martin Neupärtl an. (red)



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