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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Baubeginn der Photovoltaikanlage in Homberg

Homberg. „Aktuell entsteht in Homberg einer der drei größten Solarparks in Hessen“, berichtet Bürgermeister Martin Wagner. „Wir begrüßen den Investor, der elf Millionen Euro am Standort Homberg ausgibt und damit über 30.000 Solarmodule verbaut.“ Mit rund 1,5 Millionen Euro werden dabei regionale Betriebe berücksichtigt.  Investor ist die BaySolar AG mit Sitz in München; für die Projektentwicklung und Bauleitplanung ist b*green project unter Leitung von Frank Geerken verantwortlich. „Wir bedanken uns ausdrücklich beim Investor und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), dass sie das, was wir ausgehandelt haben, in einem Pachtvertrag umgesetzt haben“, freut sich Wagner.

Die neue Solaranlage wird eine Leistung von 7.500 Kwp bringen und damit in der Lage sein, rund 1.800 Haushalte mit Strom zu versorgen. Sie bietet damit im Hinblick auf den Energieertrag, aber auch aus Renditegesichtspunkten ein attraktives Potenzial, denn der Eigentümer des Grundstücks erhält pro Jahr 75.000 Euro Pachtgebühr.

Bedingungen werden eingehalten
Das Parlament hatte am 4. April 2012 beschlossen, eine von der BImA zu kaufende Fläche an den Investor zu verpachten. Nachdem für die Anlage deutsche Technologie verwendet sollte, kommen nun unter anderem Wechselrichter und Trafostationen von SMA Solar Technology zum Einsatz.

Für die Planung der PV-Anlage wurden nicht nur die Belange der Bürger, sondern auch die des Naturschutzes in besonderer Weise berücksichtigt: Nachdem ein Vogelschutzgebiet unmittelbar an das Gelände der Solaranlage angrenzt, werden dort in Absprache mit der lokalen Naturschutzbehörde mehrere Bäume stehen gelassen, um den Vögeln weiterhin Raum zum Nisten zu bieten. Zudem wird der Photovoltaik-Park so gebaut, dass eine Beweidung durch Schafe stattfinden kann. Die Tische für die Module haben 80 Zentimeter Abstand zum Boden. Dem Schäfer ist angeboten worden, die Beweidung des Areals durchzuführen.

Das gesamte Areal der ehemaligen Ostpreußen- und Dörnbergkaserne sowie Teile des Übungsplatzes sollen einer neuen Nutzung zugeführt werden, nachdem die Bundeswehr vor über sechs Jahren den Standort verlassen hat und der Verkauf der Flächen durch die BImA an die Stadt Homberg mit Parlamentsbeschluss vom 12. Juni 2012 durchgeführt werden soll.

Bürgerbegehren hemmt Umsetzung des Verkaufs von Kasernenflächen
Ein Bürgerbegehren, dessen Frist  am Dienstag, 7. August, um 24 Uhr abläuft, hemmt aktuell den Vollzug des Flächenverkaufs. Dabei wurden schon Teile der ehemaligen Kasernen vor Jahren einer zivilen Nutung zugeführt. Der Schwalm-Eder-Kreis, der Recyclingumweltdienst und das Amt für Bodenmanagement hatten Flächen und Gebäude gekauft.

„Wir haben Interessenten für große Teile der Ostpreußenkaserne, die kaufen werden, falls das Bürgerbegehren nicht zustande kommt. Es werden heimische und regionale Unternehmen kaufen“, freut sich Martin Wagner.

Und in einem zweiten Schritt soll eine Reifen-Pyrolyseanlage mit Algenzucht als Bestandteil des Technologieparks entstehen. Somit werden die Altreifen recycelt und die Umwelt wird geschützt.

Es könnte auch eine Leitung von der großen Homberger Bioerdgasanlage zur Algenzuchtanlage geführt werden, die CO2 als Nahrung für die Algen mit sich führt.

Die Pyrolyse ist ein kontinuierlicher Prozess mittels Drehrohrofen, der dauernd, ohne Sauerstoffeinflüsse, mit zerkleinertem Reifenmaterial gefüllt wird. Altreifenchips werden unter Sauerstoffausschluss bei 400 °C verschwelt, nicht verbrannt. Nach der Kondensation erhält man zirka 45 Prozent Öl, ähnlich Heizöl, zirka 35 Prozent Industrieruß (Carbon black) zusätzlich für die Kunststoffproduktion für Autos, für Kohlestofffasern von Windkraftanlagen und Flugzeugen, zirka fünf Prozent Altmetall und zirka Prozent Gas zum Erhitzen des Drehrohrofens. Es entsteht Abwärme und man kann durch Generatoren Strom erzeugen.



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