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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Hella Böker sichert sich Silber im Hammerwerfen

Zittau/Melsungen. Hella Böker bewies in Zittau auch im Hammerwerfen ihre hervorragenden Qualitäten als Wettkämpferin und lieferte der mehrfachen Welt- und Europameisterin Gudrun Mellmann aus Hamburg einen spannenden Kampf, der erst im letzten Durchgang entschieden wurde. Bei der Winterwurf-WM in Finnland konnte sich Mellmann mit 33,35 Meter vor der Estin Helvi Erikson (30,45 Meter) souverän durchsetzen. Hella Böker holte sich mit 30,42 Meter die Bronzemedaille. In Zittau eröffnete Gudrun Mellmann den Wettbewerb mit 32,27 Meter, Hella Böker antwortete mit einem ungültigen Versuch. Auch die Estin Erikson konnte ihren ersten Wurf nicht gültig ausführen. Im zweiten Durchgang ließ G. Mellmann mit 31,60 Meter erkennen, dass sie in diesem Finale nicht so dominant sein würde, wie bei der WM im Frühjahr oder bei den deutschen Seniorenmeisterschaften in Erfurt. Hella Böker erreichte 31,76 Meter und lag nach dem zweiten Durchgang nur noch 0,51 Meter hinter der hohen Favoritin.

Lag es an der dritten Deutschen Ingrid Holzknecht aus Elmshorn, dass Helvi Erikson sich auch im zweiten Durchgang ungewohnt nervös zeigte? Holzknecht hatte mit ihrem ersten Versuch 27,73 Meter erreicht und lag nach zwei Durchgängen auf dem Bronzemedaillenrang. Und auch der zweite Wurf  von Erikson wurde vom Kampfgericht für ungültig erklärt.

Auch Gudrun Mellmann spürte, dass sie diesen Wettbewerb noch nicht gewonnen hatte und setzte im letzten Versuch des Vorkampfes alles auf eine Karte. Sie wollte sich von ihrer stärksten Verfolgerin absetzen. Aber dieser Wurf missglückte, so dass sie nach dem Vorkampf mit ihrem Eröffnungswurf von 32,27 Meter in der Wettkampfliste notiert wurde.

Als Hella Böker im dritten Durchgang den Hammerwurfring betrat, blickten alle Augen auf die Werferin aus Fuldabrück, denn man merkte, dass noch weiter werfen konnte, als sie bisher gezeigt hatte. Sicher in der Drehung und gut beim Abwurf konnten die fachkundigen Zuschauer schon während des Fluges abschätzen, dass sie sich in diesem dritten Durchgang sich steigern würde. Und tatsächlich: mit 32,97 Meter verdrängte sie Gudrun Mellmann nach dem Vorkampf auf Rang zwei. Lag eine Überraschung in der Luft?

Während Hella Böker im ersten Versuch des Endkampfes mit 32,50 Meter wieder einen sehr weiten Wurf hatte,  trat Gudrun Mellmann ihren Wurf über. Sollte bei diesem Hammerwurffinale  die Nervenstärke eine Rolle spielen?

Helvi Erikson verbesserte sich im Finale zunächst auf 28,03 Meter und ließ zum Schluss noch 28,83 Meter folgen.  Diese Weite reichte für die Bronzemedaille, denn Ingrid Holzknecht hatte nach ihrem ersten Durchgang das Pulver bereits verschossen.

Aber der Kampf um die Goldmedaille war noch nicht entschieden. Im fünften Durchgang hatte Gudrun Mellmann mit 31,71 Meter wieder einen gültigen Wurf in ihrer Serie. Hella Böker hätte nun „den Sack zumachen“ können, aber sie wollte bei ihrem vorletzten Versuch offensichtlich zu fiel, so dass sie unsauber in die zweite Drehung kam und nur 29,13 Meter erreichte.

Die Spannung war zum Greifen nah, als Gudrun Mellmann zum letzten Mal den Hammerwurfring betrat.  Sollte sie den Zweikampf gegen Hella Böker zum Jahreshöhepunkt verlieren, nachdem sie bei den deutschen Seniorenmeisterschaften in Erfurt dieses Duell mit  35,33 zu 31,25 Meter souverän für sich entschieden hatte? Lange konzentrierte sich die mehrfache Welt- und Europameisterin und legte ihre ganze Erfahrung in diesen letzten Wurf. Nach drei schönen Drehungen ließ sie den Hammer auf 33,43 Meter fliegen. Und als der Kampfrichter die weiße Fahne hob, war allen klar,  Gudrun Mellmann, die bereits alle Titel im Hammerwerfen gewonnen hatte, lag wieder in Führung.

Aber noch hatte sie nicht gewonnen,  denn Hella Böker hatte noch einen Wurf. Jetzt war Nervenstärke und Konzentration gefragt.  Fast eine Stunde hatte die vielseitige Werferin aus Fuldabrück diesen Meisterschaftswettbewerb angeführt, aber zum Schluss verlor sie den Europameisterschaftstitel, weil der Hammer bei ihrem letzten Versuch schon  bei 30,10 Meter landete.

Dennoch, Hella Böker lieferte Gudrun Mellmann ein spannendes Duell und sicherte sich nach dem Kugelstoßen nun auch im Hammerwerfen die Silbermedaille.  Heute steht das Speerwerfen auf dem Programm, wo sie die nächste Medaille  –  vielleicht sogar Gold –  gewinnen kann. (ajw)



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