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FDP: GEMA-Reform schädigt gesellschaftliches Leben im Kreis

Schwalm-Eder. Bei allem Verständnis dafür, dass die Verwertungsrechte von Künstlern gesichert sein müssen, sieht der FDP-Kreisvorsitzende Nils Weigand in der jetzt geplanten Tarifreform der GEMA eine große Gefahr für das wirtschaftliche Überleben einer „aktiven Kneipenkultur“  und vor allem für die Vereinsarbeit im Schwalm-Eder-Kreis. „Gerade in unserer ländlichen Region, die stark von Tourismus geprägt ist, sind Veranstaltungen nicht nur ein Werbefaktor, sondern auch ein Mittel, das gesellschaftliche Leben zu stärken. Höhere GEMA-Gebühren schaden den kleinen Lokalen und Kneipen, da viele ihr wirtschaftliches Überleben durch musikalische Veranstaltungen sichern“, erklärt er. Betroffen seien vor allem auch aktive Vereine, die ihre soziale Arbeit durch Einnahmen aus Veranstaltungen decken. Im Gegensatz zu Ballungsräumen sei im Schwalm-Eder-Kreis die Zahl der Sponsoren übersichtlich.

Der FDP-Kreisverband Schwalm-Eder setzt dabei die Hoffnung auf die Hessische Landes­regierung und den Hessischen Landtag, der sich in der nächsten Woche auf Antrag der Koalitionsfraktionen mit diesem Thema befasst. Der Kreisvorsitzende Nils Weigand, der auch Vorsitzender des Melsunger FV 08 ist, sieht durch die GEMA-Reform besonders kleine Vereine mit aktiver Jugendarbeit gefährdet. Gerade die Einnahmen aus Veranstaltungen und Festen, darunter auch Diskoabende, seien dazu da, die integrative Arbeit vor Ort zu stärken.

„Unsere Vereine sind wichtig für das Zusammengehörigkeitsgefühl und im Rahmen der demografischen Entwicklung auch für den guten Kontakt zwischen Jung und Alt prägend. Ohne unsere Vereine wäre die Eingliederung unserer Mitbürger mit Migrationshintergrund nicht so einfach möglich. Die Vereine machen Veranstaltungen nicht um Geld zu verdienen, sondern um ihre soziale Arbeit zu ermöglichen,“ sagt der heimische FDP-Landtagsabgeordnete Dieter Posch.

Für die FDP vor Ort mag eine GEMA-Reform für den Sitz der GEMA in Berlin noch nachvoll­ziehbar sein, wo Großdiskotheken schon durch den Eintritt viel Geld einnehmen. Im Schwalm-Eder-Kreis seien Eintritte oft schon so gestaltet, dass sie noch nicht einmal kostendeckend sind. Die GEMA-Reform gehe an der Lebenswirklichkeit des ländlichen Raumes vorbei. (red)



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