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Neubau für 56 Mastbullen auf dem Bio-Hofgut Richerode

Gilserberg/Jesberg. Der neue Stall auf dem Bio-Hofgut-Richerode ist fertig. Er bietet für 56 Mastbullen eine nach den hohen Bioland-Standards ausgerichtete Haltung. Vor allem aber bedeutet der Neubau als Teil der Werkstätten für behinderte Menschen eine erhebliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen und -sicherheit. Der neue Stall ist ein Außenklima-Stall: An einer Längsseite ist er komplett offen. Der Stall hat eine  Grundfläche von 675 Quadratmetern. Gegenüber befindet sich das ebenfalls neu gebaute Grassilage-Flachsilo mit einem Fassungsvermögen von rund 420 Kubikmetern. Dritte Neuheit des Projektes ist ein Teleskopstapler für die Lade-, Versorgungs- und Säuberungsarbeiten. Knapp 500.000 Euro kostete das Projekt, zirka 80.000 Euro davon förderte das Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP). Die Bauarbeiten dauerten ein Jahr.

„Die Schaffung moderner Arbeitsbedingungen und ein an die pädagogische Konzeption der Werkstatt für behinderte Menschen angepasster Arbeitsplatz sind ein wesentlicher Aspekt der Förderung für eine angestrebte Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt“, sagt Michael Tietze, stellvertretender Geschäftsbereichsleiter der Sozialen Rehabilitation Hephatas. „Dies war der Grund für den Neubau.“ Außerdem musste der Stall auch in die Wertschöpfungskette der  fünf Bio-Betriebe Hephatas passen. Beiden Anforderungen wird der Neubau gerecht.

Gleich mehrere Details des Stalls erhöhen sowohl die Arbeitssicherheit als auch -ökonomie. Erstes Detail sind die Mannschlüpfe. Dies sind konstruierte Schlupflöcher im Fressgitter, durch die Menschen, aber eben nicht die Bullen, jederzeit den Stall betreten oder verlassen können. Ein weiteres Detail sind die Sicherheitsfressgitter. Durch diese stecken die Tiere ihre Köpfe, um an ihr Futter zu kommen. Hier können sie auch fixiert werden, wenn beispielsweise neue Einstreu in den Stall gebracht wird. Zudem sind die Laufflächen der Rinder so angelegt, dass sie mit dem Teleskoplader – und nicht per Hand –  geräumt werden können. Außerdem gibt es mehr Platz, da sich vor dem eigentlichen Stall überdacht ein Futtertisch und ein parallel verlaufender Fahrweg anschließen, auf dem Futter direkt angeliefert und gelagert wird. Seinen Platz in der Wertschöpfungskette hat der Stall ebenfalls sicher. Er erfüllt die hohen Standards des Bioland-Verbandes. Diese schreiben beispielsweise vor, dass der Stall als Lauf-Stall konstruiert sein muss, um den natürlichen Lebensgewohnheiten der Tiere nahe zu kommen. Außerdem sind ein Strohbett im Stall und ein Auslauf im Freien vorgeschrieben. Mit dem Neubau erhöhte sich auch die Anzahl der Tiere: Lebten vorher 42 Mastbullen auf dem Bio-Hofgut Richerode, sind es nun 56. Die Tiere stammen überwiegend aus der Zucht der Hephata-Bio-Güter in Halbersdorf und Richerode. Die Aufstockung des Rindviehbestands ergibt Sinn, weil Richerode über 50 Hektar Grünland und 20 Hektar Kleegras verfügt. Beides sind die Hauptfutterarten für Rinder. Das Mehr an Dünger, das die Bullen produzieren, garantiert wiederum eine Nährstoffversorgung von Kartoffeln und Getreide, die ebenfalls angebaut werden.

Frank Radu, Betriebsleiter Landwirtschaft Richerode: „Wir optimieren so unsere ökologische Kreislaufwirtschaft. Zudem stützt der neue Stall das enge Verhältnis von Mensch, Tier und Natur, das wir hier haben.“ (me)

 



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