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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Inflationsrate sinkt im November auf 1,8 Prozent

Hessen. Das Niveau der Verbraucherpreise in Hessen lag im November 2012 um 1,8 Prozent höher als vor einem Jahr. Im Oktober und im September lag die Inflationsrate jeweils bei 2,0 Prozent. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, wurde der Rückgang der Inflationsrate gegenüber Oktober durch sinkende Preise für Mineralölprodukte begünstigt. Eine deutlichere Abschwächung der Inflationsrate wurde durch weiter steigende Preise für Nahrungsmittel verhindert. Im Vergleich zum Oktober 2012 sank das mit dem Verbraucherpreisindex gemessene Preisniveau insgesamt um 0,2 Prozent. Stärkere Preissenkungen gab es saisonbedingt bei Übernachtungen (minus 4,9 Prozent gegenüber Oktober 2012). Aber auch Heizöl (minus 3,2 Prozent), Kraftstoffe (minus 2,3 Prozent) und alkoholische Getränke (minus 1,5 Prozent) wurden billiger.

Der Anstieg des Preisniveaus für Nahrungsmittel im November um 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonat ist vor allem auf höhere Preise für Gemüse (plus 2,3 Prozent gegenüber Oktober 2012), Fleisch und Fleischwaren (plus 1,9 Prozent) sowie Molkereiprodukte und Eier (plus 1,6 Prozent) zurückzuführen. Brot und Getreideerzeugnisse verteuerten sich um 0,5 Prozent, Speisefette und -öle um 0,4 Prozent. Obst (minus 0,8 Prozent) und Fisch (minus 0,2 Prozent) wurden gegenüber dem Vormonat billiger. Gegenüber November 2011 verteuerten sich Nahrungsmittel insgesamt um 5,0 Prozent. Dies ist die höchste Teuerungsrate seit Oktober 2008 (ebenfalls 5,0 Prozent). Besonders deutlich stiegen binnen Jahresfrist die Preise für Fleisch und Fleischwaren (plus 9,1 Prozent), Fisch (plus 8,2 Prozent), Gemüse (plus 7,7 Prozent) und Obst (plus 6,5 Prozent). Brot und Getreideerzeugnisse wurden 2,3 Prozent, Molkereiprodukte und Eier 0,8 Prozent teurer. Lediglich die Preise für Speisefette und -öle lagen unter dem Vorjahresniveau (minus 6,0 Prozent).

Für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) zahlten die Verbraucher insgesamt im November 1,1 Prozent niedrigere Preise als im Vormonat, jedoch aufgrund früherer Preissteigerungen 3,5 Prozent mehr als im November 2011. Die Preise der einzelnen Energieprodukte änderten sich wie folgt: Heizöl (minus 3,2 Prozent gegenüber Oktober 2012), Benzin (minus 2,8 Prozent), Diesel (minus 0,6 Prozent), Gas (plus 0,2 Prozent), Der Preis für Strom blieb unverändert. Binnen Jahresfrist stiegen die Preise für Benzin um 3,7 Prozent, für Strom um 3,2 Prozent, für Heizöl um 2,3 Prozent, für Diesel um 1,7 Prozent und für Gas um 1,6 Prozent. Ohne Energie gerechnet lag die Inflationsrate im November wie schon im Oktober bei 1,7 Prozent.

Die Jahresteuerung für Gebrauchsgüter lag im November mit 0,8 Prozent weiterhin unter der allgemeinen Inflationsrate von 1,8 Prozent. Einige Produkte aus diesem Bereich waren sogar billiger als vor einem Jahr. Insbesondere die Preise für PC (minus 20,6 Prozent gegenüber November 2011), Heimkino-Anlagen (minus 8,7 Prozent) und Notebooks (minus 7,3 Prozent) sanken merklich. Auch die Preise für Haushaltsgeräte (minus 1,7 Prozent) lagen unter dem Vorjahresniveau. Dagegen wurden Schuhe (plus 2,9 Prozent gegenüber November 2011) und Bekleidung (plus 2,1 Prozent) teurer.

Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) verteuerten sich im November binnen Jahresfrist durchschnittlich um 1,4 Prozent. Höhere Preise zahlten die Verbraucher u. a. für den Eintritt zu Sportveranstaltungen (plus 6,0 Prozent), für Flugtickets (plus 4,4 Prozent), für Bahnfahrkarten (plus 3,7 Prozent), und für Übernachtungen (plus 3,4 Prozent). Die Wohnungsmieten, deren Gewicht im Verbraucherpreisindex gut ein Fünftel beträgt, lagen im November 1,6 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. (red)



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