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Über 350 Gäste beim Neujahrsempfang in Borken

Bürgermeister Heßler: „Wir sind und bleiben eine liebens- und lebenswerte Stadt“

Borken. Mit den Regenten der 5. Jahreszeit eröffneten am vergangenen Freitag Stadtverordnetenvorsteher Heinz Meier und Bürgermeister Bernd Heßler den Neujahrsempfang der Stadt Borken. Dazu konnten sie in den Sälen des Parkhotel & Restaurant – Bürgerhaus über 350 Gäste begrüßen. Mit Sekt und Blumen hießen sie die Prinzessin  des BCC, Heike II. aus dem Hause Stirn, das Prinzenpaar des Karnevalverein Konfetti 2000 aus dem Stadtteil Kleinenglis, Prinz Dieter II. aus dem Hause Nickel und Prinzessin Renate II. aus dem Hause Schlosser sowie das aus dem Stadtteil Kerstenhausen stammende Prinzenpaar des Manderner Carneval Club, Prinz Carsten und Prinzessin Daniela aus dem Hause Kowalik willkommen. Heiter und locker war der Auftakt, der vom Publikum dankend per Applaus quittiert wurde.

Stadt und Raiffeisenbank
Stadtverordnetenvorsteher Heinz Meier dankte in seinen Begrüßungsworten der Raiffeisenbank Borken, die sich im Vorfeld spontan und unbürokratisch bereit erklärt hatte, den Neujahrsempfang 2013 gemeinsam mit der Kommune auszurichten. Zahlreich war die Liste der geladenen Gäste, unter denen stellvertretend auch der Werksleiter von VW Baunatal, Prof. Dr. Hans-Helmut Becker, war.

Tempo, Tempo, die Zeit ist hektisch, bei der die digitale Welt täglicher Begleiter auf allen Ebenen ist. So prangerte der Stadtverordnetenvorsteher die ständige Zeitnot an und hob mahnend den Finger für diese Gefahr im ständig schneller werdenden Hamsterrad.

Zeitaufwändige, intensive und parteiübergreifende Diskussionen begleiteten den Entschluss zum Beitritt zum kommunalen Schutzschirm, der den Haushalt der Großgemeinde Borken nun um 18,6 Millionen Euro entlasten wird. Worte fand Stadtverordnetenvorsteher Heinz Meier für die deutsch-französische Freundschaft, die im Jahr 2014 das 50-jährige Jubiläum mit der Partnerstadt Méru beinhaltet. Für den ersten musikalischen Part des Neujahrsempfangs sorgten die Borkener Bläser unter Leitung von Bianca Rauthe. Borkens Stadtkapelle grüßte mit zackiger Marschmusik und ganz traditionell mit dem „Glück-auf-Lied“.

Kredit für 2013
Wolfgang König, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Borken, stellte in seinem Grußwort klar, dass das Jahr 2013 es verdient habe, einen Kredit zu bekommen. Mut zollte er der Stadt zur Entscheidung des Beitritts zum kommunalen Rettungsschirm des Landes. „Ich gebe der Kommune dazu meinen Vertrauenskredit, denn die Stadt muss zukunftsfähig sein und bleiben.“ Dazu versprach er die Unterstützung der Raiffeisenbank. Er begrüßte den eingeschlagenen Weg der Kooperation des Neujahrsempfangs und gab der Hoffnung Ausdruck, das weitere Institutionen und Betriebe die Stadt Borken auf ihrem Weg in die Zukunft unterstützen.
Mit 22 Stimmen gehörte der Männergesangverein 1863 Borken zum Programm des Neujahrsempfangs. Mit einem recht abwechslungsreichen Programm sprachen die Sänger ihre Einladung zum 150-jährigen Jubiläum des Vereins Ende Juni aus. Und beim „Kalinka“ spürte und sah man die Liebe zum Chorgesang, während das Publikum im Saal den rhythmischen Takt klatschte.

Spielraum zur Gestaltung
Der aus Südhessen angereiste Geschäftsführende Direktor des Hessischen Städtetag, Dr. Jürgen Dieter, war erstaunt und angetan, dass die Fassnacht in einer nordhessischen Stadt Bestandteil eines Neujahrsempfangs ist. Dazu konnte er nur gratulieren. Der Stadt wünschte er für die Zukunft reichlich Spielraum zur Gestaltung und Weiterentwicklung und warnte davor bei aller Notwendigkeit sich kaputt zu sparen. Premiere in Borken hatte das Gesangsduo „Pitti & Antjen“, die mit ihrer tollen Musik und Ohrwürmern aus den 60er und 70er Jahren den Geschmack des Publikums trafen. Ein mehr als gelungener musikalischer Beitrag. Und ganz sicher wird man das sympathische Duo mit viel Herzblut in Borken an anderer Stelle erneut genießen können. Nicht nur als Unterhaltung im Hintergrund. Vielleicht schon im Sommer am See.

Respekt vor dieser Frau
Manuela Schmermund, geboren am 30. Dezember 1971 und seit einem Unfall 1992 querschnittsgelähmt, war nicht nur Gastreferentin beim Neujahrsempfang, sondern gewann bei den Paralympics in London 2012 mit Silber ihre vierte olympische Medaille nach Sydney, Athen und Peking im Luftgewehr-Wettbewerb. Motivation hatte sie sich als Thema mehr als passend ausgewählt. So bedauerte sie es, dass in der heutigen Zeit der Computer, virtuelle Spiele und das Handy das Leben der jungen Menschen bestimmen und Kinder nicht mehr matschverschmiert nach Hause kommen. Entdeckergeist, Spaß, Erfolge, Belohnung und Zeit haben, verband die sympathische im Rollstuhl sitzende Sportlerin mit diesem Thema. Wie geht man damit um, wenn es im Leben nicht immer geradeaus läuft? Es gilt die Situation anzunehmen, neue Wege und Möglichkeiten suchen wenn man ganz tief unten ist. Lernen aufzustehen. Hinfallen kann jedem passieren. Man darf nur nicht liegen bleiben. „Überschreiten Sie Grenzen, gehen Sie auf die Leute zu, es ergeben sich dabei so viele Chancen“, forderte Manuela Schmermund das Publikum auf, das ihr viel Achtung, Respekt und Anerkennung entgegen brachte. Ein guter, optimistischer Beitrag mit reichlich Lerneffekt beim Neujahrsempfang der Stadt Borken.

Arbeit schätzen
Mit der Verabschiedung von Oberst Lothar Krass, der als stellvertretender Kommandeur der Luftbeweglichen Brigade 1 in Fritzlar und als Freund der Stadt Ende Januar in den Ruhestand geht, verband Bürgermeister Bernd Heßler seinen Dank und seine Achtung an die Aufgaben der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, die den Respekt der Öffentlichkeit verdienen. Genauso wie die Arbeit der Einsatzkräfte beim jüngsten Brand eines Wohn- und Geschäftshauses in der Borkener Innenstadt. „Wir wissen diese Arbeit zu schätzen!“

Bürgermeister Bernd Heßler vergaß nicht seinen Dank an die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die ihn seit über 25 Jahren beim Strukturwandel begleiteten und jetzt mit ihm den Pfad der Konsolidierung gehen.

Geprägt sei das Jahr 2013 nicht nur von der anstehenden Bundestags- und den anstehenden Landtagswahlen als Grundlage der Demokratie, sondern auch von den Herausforderungen für die Zukunft der Kinder und den Aufgaben der Energiewende. Dabei bedauerte er, dass die E.ON von heute nicht mehr der verlässliche Partner der Vergangenheit ist. Früher verfolgte man gemeinsame Ziele. Lob fand er für die E.ON Mitte vor Ort und die anstehende Rekommunalisierung des Energieversorgers.

Ausgeglichener Haushalt
Hoch sei das Entwicklungspotential der Stadt, so Bürgermeister Bernd Heßler, auch wenn sich am 1. Juni das Grubenunglück von Stolzenbach zum 25. Mal jähren wird. Der daraus notwendige Strukturwandel mit Stadtentwicklung, Industrieansiedlung, Borkener Seenland und Bergbaumuseum setzte Grundpfeiler für eine auch in Zukunft lebens- und liebenswerte Großgemeinde. Viel wurde in den vergangenen 20 Jahren in den Umweltschutz, in die Klärung der Abwässer investiert. Und er versprach, dass der Haushalt in den nächsten Jahren in Ordnung gebracht wird. „Ich bin bereits so optimistisch, dass der Haushalt 2013 keine roten Zahlen mehr hat.“ Dafür benötige er aber die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger und auch eine Erhöhung der Grundsteuer gehöre dazu. „Bis zum Ende meiner Amtsperiode werde ich solide Finanzen vorweisen!“

Reichliche Aufgaben
Zu den Arbeitsschwerpunkten des neuen Jahres zählte Bürgermeister Bernd Heßler den Erhalt und den Ausbau der ärztlichen Versorgung in Kooperation mit dem HKZ Rotenburg, dem MVZ Fritzlar und der Kassenärztlichen Vereinigung, das Angebot an Pflegeplätzen im Altenheim und in der Tagespflege. Er kritisierte die fehlenden Einkaufsmöglichkeiten in den Stadtteilen und versprach volle Unterstützung für das geplante „Lädchen für alles“ mit den Kooperationspartnern Tegut und Starthilfe in Kleinenglis. So soll auch im Jahr 2013 das Fachmarktzentrum auf dem Gelände der ehemaligen Molkerei als Attraktivitätssteigerung der Kernstadt in seiner Funktion als Versorgungszentrum eingeweiht werden. Förderprogramm zur Modernisierung der Altstadt, Kooperation mit dem VW-Werk Baunatal, Gewerbe- und Industrieansiedlungen, Ausbau touristischer Angebote, Vermarktung des Schwalm-Radweges, Erweiterung der interkommunalen Zusammenarbeit mit dem Ansatz zur Gründung einer Gewerbevereinigung Schwalm-Eder-West sowie das anstehende Stadtfest mit Festzug und der nordhessenweite Erfolg des Wecke- un Worschtmarktes waren weitere Themen seiner Rede zum Neujahrsempfang.

„Wir werden unsere Infrastruktur in Borken erhalten und dafür sorgen, dass es uns in der Großgemeinde und in der Region gut geht. Mit einem herzlichen Glückauf wünsche ich Ihnen persönlichen Erfolg, Frieden und Gottes Segen.“ (sb)

 



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