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Petra Salzmann absolvierte berufsbegleitende Heilpädagogenausbildung

petra-salzmann130222Schwalmstadt-Treysa. „Die Ausbildung hat meinen Blickwinkel verändert, mich gelehrt, um die Ecke zu denken, aufmerksamer zuzuhören. Ich würde sie auf jeden Fall noch mal machen.“ Petra Salzmann (44) ist seit 28. Januar staatlich anerkannte Heilpädagogin. „Ich wollte mir damit ein weiteres Standbein schaffen.“ Sie absolvierte die zweieinhalbjährige berufsbegleitende Ausbildung an der Hephata-Akademie für soziale Berufe in Schwalmstadt, zusammen mit 13 anderen Absolventen. Die Ausbildung baut auf einer vorhergehenden Ausbildung im sozialen Bereich auf, in Petra Salzmanns Fall auf die Erzieherausbildung. Die 44-Jährige arbeitet in der freien Jugendhilfe.

Die Inhalte der Heilpädagogenausbildung hatte Petra Salzmann teilweise schon in ihrer ersten Ausbildung, jedoch mit einem anderen Fokus, kennengelernt, beispielsweise Psychologie, Medizin und Recht. Andere Inhalte waren gänzlich neu, wie Musik und Kunst als Therapieformen und natürlich die Heilpädagogik generell. Was ist das denn eigentlich genau? „Eine individuelle Ermöglichungs- und Förderpädagogik, um Inklusion zu erreichen“ sagt Petra Salzmann. Heilpädagogen arbeiten mit Menschen mit Beeinträchtigungen, in integrativen Kindertagesstätten, in der sozialen Rehabilitation, in der Erziehungshilfe oder in der Frühförderung. Also beispielsweise mit Menschen, die Lernbehinderungen, geistige, körperliche oder seelische Beeinträchtigungen oder herausfordernde Verhaltensweisen aufweisen.

„Für mich bedeutete die Ausbildung hauptsächlich, eine innere Haltung gegenüber den zu betreuenden Menschen zu entwickeln, deren Anspruch auf Gleichberechtigung und Selbstbestimmung wahr- und wichtig zu nehmen.“ Aber auch genauer hinzusehen, zu hinterfragen. „Früher, wenn Eltern meine Beratung wollten, weil ihr Kind beim Klauen erwischt worden ist, hätte ich das Kind gefragt, warum es geklaut hat und ihm geglaubt, wenn es gesagt hätte, dass es die geklaute Sache einfach haben wollte.“ Heute versuche sie, hinter das Gesagte zu gucken. War es wirklich der Reiz des Spielzeugs? Oder geht es nicht eigentlich um fehlende Aufmerksamkeit und Zuwendung?

Die Heilpädagogikausbildung fand an einem Tag pro Woche, plus einer Blockwoche und einem Wochenende pro Halbjahr statt. Außerdem müssen die Absolventen mindestens 15 Stunden pro Woche in einem Praxisstelle arbeiten. Die Ausbildungskosten betragen 77 Euro im Monat. „An der Akademie ging es sehr menschlich und lebensnah zu, für mich war das die richtige Entscheidung.“ (me)

Der nächste Ausbildungskurs an der Hephata-Akademie für soziale Berufe startet im August. Weitere Informationen gibt es bei Michaela Wegener, Telefon (06691) 181145, michaela.wegener@hephata.com.

 

 

 

 



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